01.02.2013 · „Ab 40.000 Euro im Monat gibt es kein Mehr an Lebensgenuss“, glaubt die Linke. Doch wohin soll die Deckelwirtschaft eigentlich noch führen? Sollen demnächst auch Autos bei 40.000 Euro gedeckelt werden? Oder am besten gleich aus Pappe hergestellt werden?
Von Holger SteltznerRichtlinien für Lesermeinungen
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Ludwig Erhard wäre heute in der Linkspartei
Die Linkspartei fordert genau die Zustände welche unter Ludwig
Ehrhard noch galten, da haben Manager nicht das 100fache sondern nur das
20fache von einfachen Arbeitern verdient. Da gab es keine Mini-Jobs
oder Zeitarbeitsverträge, sondern jeder hatte eine feste Anstellung.
Unter Ludwig Ehrhard benötigte man auch keine staatliche
Aufstockung oder ergänzende Sozialhilfe, weil man auch von dem
Gehalt eines Frisörs oder eines Lageristen noch würdig leben konnte.
Ludwig Ehrhard würde sich vom real-existierenden Kapitalismus des
Jahres 2013 wohl mit Grausen abwenden und sofort in die Linkspartei eintreten.
Doch! Das Gejammer kann ich noch hören und verstehe es!
Was die Politik mit dem Gesundheitswesen treibt ist grotesk. Sie zwingt
den Arzt genau dazu, was sie beklagen: zu wenig Zeit. Der praktizierende
Arzt muss ich mit einem Quatsch auseinandersetzen, den die Politik und
von ihr generierten Verwaltungsstrukturen auf ihm ablädt. Die
Strukturen und Verantwortlichkeiten sind so unübersichtlich - sie
versteht keiner mehr, Gängelung bis zum Abwinken, aber der
Schuldige ist schnell gefunden: der Arzt.
Ich wette: der verwöhnte gewerkschaflich organisierte Arbeitnehmer
würde seinen Job erst gar nicht antreten, würde er die
Bedingungen und Verpflichtungen kennen.
....als unterschiedlich reich". Das war doch schon immer einer der
Eckpunkte linker Ideologie -- auch wenn dies im real existierenden
Sozialismus keineswegs verwirklicht wurde.
Die DDR-Gespenster wagen sich langsam wieder aus ihren Verstecken, dank
der menschlichen Vergesslichkeit. In viel zu vielen Köpfen (nicht
nur bei der Linken) greift dieses Gedankengut unter der Bezeichnung
"soziale Gerechtigkeit" zunehmend Raum. Sollte dieser
Aberglaube eines Tages politikbestimmend werden, dann gibt es keinen
"freien Westen" mehr, der uns immer wieder vor dem Schlimmsten bewahrt.
Armut wird immer subjektiv empfunden
Armut und Reichtum sind keine absoluten sondern relative
Größen. Selbst ein Adliger hatte im Mittelalter kein
fließend Wasser, konnte im Winter kein Südfrüchte essen
und Fleisch gab es kaum öfters als einmal die Woche.
All das können sogar Sozialhilfeempfänger, trotzdem sind die
nicht reich und der Adlige war nicht arm.
Gleichheit macht deswegen nicht nur objektiv ärmer (das dürfte
wirklich so sein) sondern eben auch subjektiv reicher und dies ist im
Zweifel für das Glücksgefühl wichtiger als objektiver
Reichtum oder Armut.
Bezeichnenderweise regt sich niemand darüber auf, dass der Umsatz der Kassenpraxen seit ...
...Jahren gedeckelt ist.
Faktisch sind durch ein vergleichbares System auch die Arzneikosten pro
Patient gedeckelt, denn der Arzt kommt sofort in den Regress (=muss
selbst zahlen, was er "zuviel" verordnet hat), wenn er überschreitet.
Die Auswirkungen dieses Rationierungssystems auf die surreal
existierende Medizin hierzulande kann sich jeder selbst ausmalen, vor
allen Dingen wenn er gesund ist und nicht in Angst leben muss, dass die
Mangelwirtschaft an ihm selbst exekutiert wird, denn sonst
verarbschiedet er sich womöglich lieber einmal aus dem Modell
Deutschland und fällt damit als Wähler der Parteien, die ihm
das hauptsächlich eingebrockt haben, aus.
Bei hohen Einkünften Privater geht es in aller Regel natürlich
nicht um "Lebensgenuss",
sondern um Investitonen privater Gelder. Und die bringen den
großen volkswirtschaftlichen
Nutzen für die Zukunft. Holt sich der Staat einen großen Teil
dieser privaten Einnahmen, führt
das nur in einem viel geringeren Teil zu volkswirtschaftlich
nützlichen Investitionen,
größerenteils zu gegenwartsbezogenen
"Genuss"-Ausgaben. In sozialistischen Staaten
ist diese Tendenz besonders stark ausgeprägt, mit der Folge, dass
alles Erwirtschafteter
relativ rasch "verzehrt" ist und die wirtschaftliche Zukunft
immer düsterer wird. Es ist
schon so, die private Wirtschaft schafft an, der Staat aber kostet und
gibt aus.
Vor 1989 habe ich häufig DDR Polit Sendungen gesehen. Und zwar immer
dann, wenn ich Lust auf Satire hatte. Diese weltfremden Spinnereien
waren erschreckend und zugleich amüsant. Ich war froh auf dieser
Seite des Eisernen Vorhangs zu leben und nicht in der SBZ.
Heute ist mir das Lachen vergangen. In unserem ÖR Staatsfunk
höre ich dieselben Parolen, wie vor 30 Jahren.
Es läuft mir eiskalt den Rücken runter, wenn ich höre,
was die
Linken so von sich geben. Als Zeitzeuge des DDR-Regimes kann ich
die Deutschen - insbesondere die Jüngeren - nur bitten
vernünftig zu sein und diese Partei niemals an die Macht kommen zu
lassen.
... nicht aus Liebe zu den Armen
"Das Problem mit ›der Linken‹ ist, daß die
meisten aus Haß gegen die Reichen Kommunisten geworden sind und
nicht aus Liebe zu den Armen."
(Mark Twain 1835 - 1910)
Ganz egal, was man von der Linkspartei hält,
aber wer im Zusammenhang mit Einkünften von 40 TE im Monat anfängt, über Autos aus Pappe zu schreiben, macht sich irgendwie auch lächerlich.
sehr geehrter herr steltzner,
ich bin jahrgang 53 und habe die gefrässigkeit der
finanzmärkte und reichen am eigenen leib miterlebt. die jungen
menschen tingeln durch praktika, die älteren haben oft kaum
lohnerhöhungen gehabt, oder zerreiben sich in zeitarbeitsjobs zu
schlechtem gehalt. diese entwicklung mit ein euro jobber, fett
alimentierten beamten, und schlechter rente(mein bruder war fernfahrer
immer gearbeitet jetzt mit 63 in rente erhält 1250 euro,),all
doise entwicklungen sind sozial hoch explosiv, und wenn der bürger
aufwacht und sich vom staaat auch nicht mehr ausnehmen lässt,
explodiert das sozialgefüge in deutschland.
die bonis der banker ,und politikerzusatzjobs gibt der gerechten
demokratie den rest(inkl energiewende und explodierender preise)
mein herz schlägt daher nun links.....
Es sist schon bemerkenswert, wie drängenden Theman ausgewichen
werden kann.
Da vollzieht sich eine bedrohliche Spaltung der Gesellschaft in einen
Prekariatsbereich, eine zerbröselnde, stagnierende Mitte und ein
oberes Segment, konstituiert von einer zahlenmäßig kleinen
global agierenden Schicht der Superreichen, zu denen alles Geld wie in
ein schwarzes Loch gezogen wird. Flankiert von dienstbaren,
hochbezahlten Vertretern der Funktions-, Wissens- und politischen Eliten
und der Gruppe der Konzern- und Finanzeliten beherrschen sie quasi
feudalabsolutistisch die Erde.
Da wäre mehr Sachlichkeit mutiger gewesen.
Ein Fachmann ...
wie Sie, sollte sich zur völlig richtigen inhaltlichen Kritik äußern !
quasi feudalabsolutistisch
Wenn Sie sich mit Theil-Index oder Gini-Koeffizient auskennen würden, könnten Sie Ihre eigenen Behauptungen mal überprüfen. Außerdem bieten sich die UN MDGs an. Ab da wird es sehr sachlich (mit Fakten, Zahlen), wenn auch nicht so, wie sich Freunde des Umverteilens es sich wünschen.
ist ja nicht wirklich wählbar, aber mit diesen 40.000,--hätte
es den bankencrash
nie gegeben und uns wären unendliche schuldenmrden erspart
geblieben. ein
deckel in dieser größenordnung tut ja nun wirklich nicht weh,
allenfalls denen,
die sich einen ganz dicken daimler oder bmw von einem monatsgehalt glauben
leisten zu müssen.
Dank für diese wichtige Klarstellung.
Wesentlich bei Eigentum ist die Identifikation mit der vorteilhaften
Verpflichtung zu gemeinnützigem Wirken.
Ohne Eigentum kein Interesse an offener Kapitalbildung, nur
Schattenwirtschaft und Schwarzmarkt gibt es dann.
Funktionäre genießen automatisch die transferierten
Privilegien, die sich aus dem Zuteilungsmonopol ihrer Macht einstellen.
Klassisch die Ausnahmen für gesellschaftspolitisch Auserwählte
in Zeiten der Mangelwirtschaft.
"Wohlstand für alle" korrespondiert untrennbar mit
Ordnungspolitik und produktiver Arbeit in einer innovationsfähigen
Volkswirtschaft mit Märkten entsprechend dem magischen Viereck.
Mangel, Notstand, Strukturdefizite und Stagnation erstarrt in
bürokratischer Ineffezienz eines Funktionärsstaates, kein
Konzept von Ludwig Erhard.
Der Titel erinnert mich an eine Wahlkampfparole
aus den sechziger Jahren:
"Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen!"
Der Entwurf des Wahlprogramms der Linken ist jetzt öffentlich
einsehbar, s. Web-Seite:
Zitat:
"Heute haben verschiedene Medien berichtet, unser
Wahlprogrammentwurf enthalte die Forderung nach einer
100-Prozent-Steuer. Wer im Entwurf unseres Wahlprogramms nach einer
100-Prozent-Steuer sucht, wird nichts finden. Wir schlagen einen
53-prozentigen Spitzensteuersatz wie unter Helmut Kohl vor und für
jeden Euro Einkommen über eine Million Euro pro Jahr hinaus eine
Reichensteuer von 75 Prozent."
Irgendwie scheint bei vielen Menschen die Rationalität in den
Hintergrund zu treten, wenn
es um die Linke geht.
Diese Knechtin der Wagen mit Ludwig Erhard zu vergleichen, zeigt doch nur, wieviele Menschen in diesem Land bereits schon wieder als willige Vollstrecker eines braunen und/oder roten Sozialismuses vorhanden sind. Der Bankrott des braunen und - 44 Jahre später - des roten Sozialismuses hat offensichtlich vielen Deutschen in diesem Lande immer noch nicht gereicht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 10:21 UhrSetzen, sechs !
Sie hätten diese Woche mal Frau Deutschkron im Deutschgen Bundestag hören sollen oder die Siegesfeiern zum Jahrestag von Stalingrad gucken. Dann würden Sie vielleicht die unsäglichen Vergleiche lassen. Wer hat Hitler in des Sessel gehievt ? Richtig, die lupenreinen Kapitalisten.
Das Herstellen von Verteilungsgerechtigkeit führt mangels Masse zu
einem großen, bevormundenden System, in den für Individuen
kein Platz ist.
Ein großes Gefängnis wie Animal Farm und 1984. Die
zugehörigen Newspeak-Parolen kann man schon hören - auch von
der CDU.
Sind Sie nur Individuum...
wenn Sie mehr als 500000 Euro im Jahr beziehen? Dann haben Sie aber eine armselige Vorstellung von Individualität.
Die Kommunisten machen sich ehrlich
Der totalitäre Kern kommt zum Vorschein, die Tarnung fällt. Den getarnten Kommunisten ist das Menschenrecht auf Eigentum zuwider, sie treten es mit Füssen. Menschenrechte sind unteilbar. We jetzt noch die Linke wählt, der weiss was er tut.
Man sehe ich Frankreichs Situation mit Hollande und der 75% Steuer derzeit genau an
Man sehe ich Frankreichs Situation mit Hollande, der 75% Steuer und der
derzeitigen Lage genau an. Frankreich liegt mit 42,9 Punkten des
Einkaufmanagerindex in der EU gerade mal noch "vor"
Griechenland. Woran das wohl liegen mag? So funktioniert's wohl nicht.
Ist doch klar wie Klosbrühe. Bei 100 % Armen gibt es nur 0%
Einkommenssteuer.
Oder wie war der Wahlspruch der Linken doch gleich:
"Reichtum für alle" und "Reichtum besteuern".
So einfach schafft man also "solide Staatsfinanzen" ... ?
Indem man alle zu Millionären macht und diese im Sinne der Linken
zu 100 % besteuert. Oder ...?
Partei der Esnichtbesserverdienenden
Diejenigen, die Steuern zahlen, wünschen sich Steuersenkungen.
Diejenigen, die keine zahlen, wünschen sich Steuererhöhungen.
So weit, so gut. Was dieser Vorschlag vor diesem Hintergrund über
die Wählerzielgruppe der SED aussagt, wird nur allzu deutlich.
In Deutschland wäre sehr viel mehr Geld vorhanden, wenn nicht viele
hundert Milliarden Euro Steuergelder zum Wiederaufbau dessen hätten
verwendet werden müssen, was die SED in der DDR schon einmal
zerstört hat.
Die LINKE hat im Bundestag nichts verloren
Ein Verbotsverfahren gegen die LINKE ist mehr als überfällig.
Nicht wegen dieser dämlichen Gehaltsobergrenze aus einem feuchten
Traum dieser Hummer-und-Sichel-Kommunisten, sondern weil sowohl die
Eigentumsvorstellungen als auch die geplanten Beschränkungen der
persönlichen Freiheiten der LINKEN unserem Grundgesetz vollkommen
entgegenstehen. Die LINKE strebt einen Staat an, der mit unserem
Grundgesetz nichts mehr zu tun hat.
Die Väter unseres Grundgesetzes haben seinerzeit die
grundgesetzwidrigen Aktionen der KPD ohne viel Federlesens geahndet:
1956 wurde die KPD zu Recht verboten.
Leider biegen auch Parteimitglieder von SPDUnionGrüneFDP das
Grundgesetz so, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Dass diese
Personen nicht im Stande sind konsequent gegen die Feinde unseres
Grundgesetzes vorzugehen ist mir vollkommen klar.
Eigentum verpflichtet - so steht es im Grundgesetz
Nein, man müsste eher die FDP verbieten. DORT wird nämlich die
eindeutige Vorschrift im Grundgesetz zur Sozialpflichtigkeit des
Eigentums immer wieder ignoriert.
Je mehr CDU und SPD nach Links rutschen, desto radikaler werden die Forderungen der Linken.
Deutschland wird derzeit von einer Einheitspartei regiert, wo lediglich
die Linkspartei noch die Funktion einer Opposition wahrnimmt. Aber das
Auseinandertriften der Gesellschaft ist vor allem bedingt durch das
Eingreifen der Politik in die Wirtschaftsprozesse, wie Bankenrettung,
Eurorettungen mit Steuergeldern, Kreditfinanzierte Haushalte, komplette
Öffnung der Kapitalmärkte, Riesterrente, Subventionen,…
All diese Maßnahmen zwingen die öffentl. Hand immer mehr
für Zinsen auszugeben und mehr Steuern zu erheben. Und andererseits
profitiert nur eine kleine Klientel von solchen Maßnahmen. Wenn
man das Niveau unserer Politiker bedenkt, so kann man sich leicht
ableiten, was solch eine Bewegung zur Folge haben muss.
Man muss sich offen mit den Argumenten der Linken auseinandersetzen,
schon um diese Partei nicht an die Macht kommen zu lassen. Aber bitte
tiefgründiger als nur mit Worten wie Altersarmut, Profitgier,
Bankerboni,….
Nicht der Staat sondern der Kapitalismus SELBER (!) zerstört sich
Kapitalismus ist systemimmanent instabil, denn er funktioniert nur bei
sich ständig beschleunigtem Wachstum. Da die Ressourcen aber
endlich sind, trudeln kapitalistische Systeme von einer Krise in die
andere, das wachstum welches zu ihrer Stabilisierung notwendig wäre
kann es in der realen Welt nicht geben.
Weil Staaten ihre Bürger aber nicht einfach verhungern lassen
können, müssen diese deswegen immer wieder in die aus dem
Ruder gelaufenen kapitalistischen Regelkreise eingreifen. Leider
verwechseln hier manche Ursache und Wirkung.
Nicht der Staat sondern der private Kapitalismus hat sich
verhängnisvolle Finanzprodukte, Spekulation auf Nahrungsmittel,
Hungerlöhne, Kinderarbeit, Naturzerstörung etc. etc. ausgedacht.
| Name | Kurs | Änderung | |
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