http://www.faz.net/-gqe-90wh5

Profiteams : Bald könnten Scheichs in deutsche Fußballclubs investieren

  • Aktualisiert am

Deutsche Fußballclubs und Scheichs - es gibt Bestrebungen, sie zusammenzubringen. Bild: Picture-Alliance

Von den Autos zum Fußball: Wie ein Vertrauter des früheren VW-Chefs Winterkorn Scheichs, Chinesen und anderen Interessenten den Weg zu Investments im deutschen Profi-Fußball frei machen will.

          Ein Vertrauter des früheren VW-Chefs Martin Winterkorn will internationalen Konzernen beim Einstieg in deutsche Fußball-Clubs helfen. Stephan Grühsem, langjähriger VW-Kommunikationschef, hat dazu in München eine Beratungsfirma namens „MSG“ gegründet. „Unternehmen sind bereit, sehr viel Geld in den Profifußball zu investieren, und ich bringe Investoren und Clubs zusammen“, sagte Grühsem der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Unternehmen aus China und dem arabischen Raum waren nur darauf, in den deutschen Fußball zu investieren.“

          Grühsem war zu seinen VW-Zeiten Aufsichtsrat im Werksclub VfL Wolfsburg, und hat dadurch ein Netzwerk im Sport aufgebaut, das er jetzt für sein Geschäft nutzen will. Er sei mit diversen Bundesliga-Clubs zu dem Thema im Kontakt, sagte er: „Die Vereine wünschen sich wirtschaftliche Stabilität, sind aber sehr vorsichtig, einen Investor an Bord zu holen.“

          Noch gilt in Deutschland die sogenannte 50 plus 1-Regel, wonach kein Investor mehrheitlich einen Fußball-Club kontrollieren darf. Doch diese Vorschrift wird zunehmend ausgehöhlt, und fällt womöglich bald ganz. Wirtschaft und Verbände stellen sich darauf ein, dass sich die Verhältnisse ändern. Der Druck in diese Richtung wächst, wollen die deutschen Teams mithalten mit den Milliardär-Clubs im Rest von Europa.

          Weitere Themen

          Lebensmittelskandal in Australien Video-Seite öffnen

          Nadeln in Erdbeeren gefunden : Lebensmittelskandal in Australien

          Vorsicht beim Reinbeißen ist geboten. Im australischen Bundesstaat New South Wales wurden haufenweise Erdbeerverpackungen mit Nadeln gefunden. Der oder die Verantwortlichen hätten mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren zu rechnen, teilte die Polizei mit.

          Alles für das Wachstum

          Zalando-Kommentar : Alles für das Wachstum

          Zalando ordnet alles dem Wachstum unter. Doch dabei müssen die Berliner aufpassen, dass sie sich nicht verrennen – auch wenn es weiter Luft nach oben gibt.

          Topmeldungen

          Handelsstreit : An der Schraube gedreht

          Donald Trump will, dass amerikanische Unternehmen ihre Produktion nach Amerika zurückverlagern – koste es, was es wolle. Vielleicht kommt die strategische Konfrontation mit China schneller als vermutet. Ein Kommentar.
          Zentralmoschee in Köln

          Ditib : Erdogan eröffnet Zentralmoschee in Köln

          Der türkische Präsident wird bei seinem Besuch in Deutschland, die Ditib-Moschee in Köln offiziell eröffnen. Dabei sein wird auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.