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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Pro & Contra Anonym bewerben?

 ·  Angaben zu Geschlecht, Alter und Herkunft soll es auf Job-Bewerbungen nicht mehr geben. Ein Foto auch nicht. Ist das gut? Die Redaktion ist uneins.

Pro & Contra Bilder (1) Lesermeinungen (23)

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karin scheer

Pro und Contra Bilder

Leider manipulieren Bilder unsere
Wahrnehmung, ob wir das nun wollen oder nicht.
Bilder von Personen wurden und werden "manipuliert" um bessere Chancen im Berufs-und Privatleben zu haben.
Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch wegen eines "guten" Fotos zu bekommen, bedeutet nicht, dass man den Job auch erhält.
Unbewusst werden schon Entscheidungen getroffen, wenn Personalchefs Bewerbungen "aussortieren".
Objektiver scheint mir da eine Bewerbung ohne Bild zu sein, wie es in den USA z.B. üblich ist.
Leider wollen die meisten Menschen inzwischen ein Foto von einem Menschen, um sich ein scheinbar besseres Bild von diesem machen zu können.
So wollen Lehrkräfte von jeder Klasse in der sie unterrichten nicht nur die Namen ihrer Schüler/innen, sondern auch die entsprechenden Bilder dazu.
Und das mag diese schon positiv oder negativ beeinflussen.
Nach dem Motto: "ach das ist d i e.....".
Und schon sitzt man in der Bilder-Manipulationsfalle.
Karin Scheer.

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Thomas Bartel
Thomas Bartel (ICF-PR) - 22.04.2012 17:31 Uhr

Arbeitnehmer sind keine Kühlschränke mit "Effizienzklassen"

Seltsam: Wer die Frauenquote in seinem Unternehmen verbessern will, muss Frauen einstellen (dürfen). Wer Behinderte beschäftigen will, statt sich mit einer Ausgleichsabgabe aus der Affäre zu stehlen, muss sich bewusst an Behinderte wenden (dürfen). Wer bewusst älteren Arbeitnehmern oder Migranten eine Chance bieten bzw. wer Diversifizierung in seinem Unternehmen will oder braucht, der muss vorher wissen, mit wem er es zu tun hat, um sich „richtig“ entscheiden zu können.
Menschen sind keine Roboter. Gerade in Dienstleistungsberufen sind „soft skills“ häufig noch viel wichtiger als Prüfungs- und Abschlussnoten.
Wer Arbeitnehmer wie Kühlschränke betrachtet, die allein nach bester Effizienzklasse angeschafft werden, möge das tun – für mich ist das geradezu unmenschlich!

Thomas Bartel, Hamburg

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Ely Quas
Ely Quas (elyq1) - 22.04.2012 15:40 Uhr

Ungleichheit ist wunderbar!

Mit anonymen Bewerbungen wird nur anders diskriminiert.

Es werden eben die diskriminiert, deren schulische Leistungen unterdurchschnittlich sind bzw. die sich schriftsprachlich nicht so gut ausdrücken können.
Bevorzugt werden diejenigen, die gute theoretische Leistungen in der Schule erbracht haben.

Menschen sind nun mal nicht gleich und ich will in meiner UNGLEICHHEIT erkannt werden!

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Roland Wagner

Der Diskriminierende diskriminiert sich doch nur selbst, weil er seine Wahlmöglichkeiten

einschränkt. Er schafft damit dem vorurteilslos Entscheidenden einen Wettbewerbsvorteil. Dies gilt auch für Personaler und angestellte Manager, die damit ihre eigenes Ergebnis beschränken, da sie ja an den Ergebnissen ihrer Mitarbeiter gemessen werden. Hatte unlängst 3 Bewerberinnen um eine Assistenzstelle und habe mir von allen Dreien ein Bild schicken lassen (in China geht das, noch so eine Ironie...). Entschieden habe ich mich für die Wiedereinsteigerin (nach Mutterschaft) und nicht für eine der beiden deutlich attraktiveren anderen Damen. Super Wahl. Würde ich Minderleister/innen aufgrund ihres besseren Aussehens einstellen, wäre das doch in erster Linie das Problem von mir (hohes Arbeitsaufkommen) und von meinem Chef (Manager mit erkennbaren Defiziten beim Thema Personalauswahl). Den Staat geht es gar nix an, zumal er da im Ergebnis wirklich nichts ändern kann, es sei denn er schafft Vorstellungsgespräche ab. Der erneute Ruf der Deutschen nach mehr Staat lässt aber tief blicken...

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Torsten Klier

Eigentlich wäre das Problem ganz einfach zu lösen

Die Entscheidung über die Einstellung der Bewerber trifft nicht mehr das Unternehmen. Unternehmer haben bekanntlich keine Ahnung und tun sowieso nichts weiter den ganzen Tag als zu diskriminieren.
Deshalb sollte in Zukunft die Bewerbung gleich bei der Antidiskriminierungsstelle erfolgen.

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Gerhard Dünnhaupt

Illusion der Fairness

Diese Maßnahme verleiht unseren Gutmenschen die Illusion, dass sie wirklich "alles getan" haben, was sich tun lässt. Noch fairer geht's nicht, oder? Doch früher oder später muss dann doch die persönliche Begegnung folgen, und erst danach trifft man die Entscheidung.

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Jan Haubrich

Ja, bitte, anonymisierte Bewerbungen!

Ich habe einige Jahre in den USA gelebt und dort sowohl als Bewerber wie auch bei der Stellenvergabe die Vorteile kennengelernt, und diese überwiegen die Nachteile gewaltig. Ich habe z.B. eine Stelle besetzt mit einem Kandidaten, der sich als "Hispanic women" enpuppte. Sie war im Nachhinein eine sehr gute Wahl, jedoch hätte ich sie wahrscheinlich nicht eingeladen, wenn ich das Foto oder den Hintergrund gekannt hätte. So sehr man Vorurteile unterdrücken mag, unterschwellig spielen sie ja doch eine Rolle.

Trotz typisch deutscher Fortschrittsangst oder dem unten aufkeimende US-Hass, man sollte sich doch mal ernsthafter damit auseinandersetzen um ein signifikantes Urteil zu bilden!

Einmal über den Tellerrand schauen, bitte! Meinungen wie hier gehören zu den Ursachen, warum junge, hochqualifizierte Menschen ihr Glück gern in einer freieren, moderneren Welt suchen. Wenn man sich hier umschaut - wer kann es ihnen verdenken?

Dr. J. Haubrich

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Carl Nachtweih

Bremser

"Und wenn ein Arbeitgeber dann auch nur hochrechnet, dass zwanzig junge Frauen einzustellen einen maximalen Elternurlaubsanspruch mit Rückkehrgarantie von sechzig Jahren begründet (was eine Wiederbesetzung blockiert), steht er bereits mit beiden Beinen moralisch und strafrechtlich im Gefängnis."

Da gehört er moralisch auch hin! Immer dieses "Man wird ja noch XYZ sagen dürfen". Das sagen ist nicht das Problem. Das man es überhaupt denkt ist ein Armutszeugnis.

Das sind die Menschen die bei gesellschaftlichen (positiven) Entwicklungen nie vor ran gehen, immer getrieben hinterherrennen, immer jammern das sie jede gesellschaftliche Solidarität zuviel kostet. Sich aber auch jeder gesetzlichen Regelung widersetzten die gleiche Bedingungen für alle schaffen würde.

Das Beispiel mit dem Ausländer mit den schlechten Noten der aus Mitleid "bevorzugt" wurde war doch ein schlechter Witz. Selbst wenn der wirklich eingestellt wurde dann nur um ein Gegenbeispiel zu schaffen.

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Kai Schraube

So geht's, wenn praktische Fragen politisch gelöst werden sollen:

Was nützt es denn unqualifizierten Bewerbern, die sich durch anonyme Bewerbungen zum Vorstellungsgespräch mogeln? Nichts - denn spätestens dann werden sie nach den gleichen Kriterien aussortiert. Für Personalleiter bringt es ein Mehrfaches an Arbeit, denn oft gibt es mehr als 100 Bewerber für eine einzige Stelle. Im öffentlichen Dienst mag das ja praktisch sein, weil es mehr Planstellen für die Personalabteilung bringt - aber in der Privatwirtschaft...?
.
Was das Ganze unterm Strich bringt? Nichts, außer Arbeit.

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Wolfgang Weinmann

Es ist unglaublich

mit welchen Themen linksgrüne Gesellschaftsverbesserer inzwischen die Richtung bei gesellschaftlichen Prozessen und Veränderungen vorgeben. Die heutigen Konservativen sind zu handlungsunfähigen Lachnummern degeneriert. Egal, ob es darum geht, daß zigarettenrauchende Feinstauberzeuger uns einreden wollen, dieser Feinstaub käme vom zu hassenden Auto, daß das Spurengas CO2 den menschengemachten Klimawandel verursache, genauso sehen diese Ideologiegetriebenen überall den Rassismus und Intoleranz - verursacht primär von Deutschen - lauern. So auch bei der Bewerbung: Dort sind wir nicht mehr weit weg, daß ein Unternehmer begründen muß, warum er jemanden nicht einstellt. Dieses wird noch mit Vehemenz kommen, besonders wenn die/die Involvierte ein KopftuchträgerIn ist, oder sonst eine Minderheiteneigenschaft erkennen läßt. Daß der Lohnzahlende Unternehmer einfach das Recht hat, zu sagen, wen er in seinem Betrieb haben will, diese Zeiten nähern sich langsam dem Ende. Wie Deutschland insgesamt.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 22.04.2012 10:51 Uhr

Orwell´sche Apocalypse

... schon in 2012...mit Zustimmung vom wem eigentlich? Frage man doch mal die Chefs und Pesonaler: Chef sucht einen Mitarbeiter für seine 5-Mann-Firma und bekommt 10 anonyme Bewerbungen. Warum schreiben die Befürworter dieses für mich an Orwellscher Apocalypse grenzenden Verfahrens nicht gleich vor, daß auch die Partnerwahl und Hochzeit nur noch bildfrei bis zur Hochzeit geschehen darf. Es gibt kja schon Ireologien, da lassen zumindest die Schleier der Frau sawas zu. Freies Land, freie Bewerbungen, freie Auswahl von Mitarbeitern. Schon allein die Diskussion darüber verursacht Übelkeit. Die Konsequenz wird sein, daß noch mehr Stellen mit Beziehungen besetzt werden. Ich habe noch keine Vorstellungsfgespräch erlebet, bei dem nicht die Grundtenor der schriftlichen Bewerbung bestätigt worden wäre im persönlichen Gespräch.

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Roland Kämpe
Roland Kämpe (RKaempe) - 22.04.2012 09:38 Uhr

Absolut dagegen

Wenn ich jemand einstelle, will ich wissen, mit wem ich es zu tun habe.
"Anonyme" Bewerbungen würde ich - stante pede - zurücksenden.
Mal abgesehen davon, dass der "Vorteil" der anonymen Bewerbung im Gespräch sowieso wegfallen würde, ist das Sichzuerkennengeben schlicht ein Zeichen von Anstand und Respekt.
Anonyme Bewerbungen bedeuten Misstrauen gegenüber dem potentiellen Arbeitsgeber und ich kann keine Mitarbeiter brauchen, die sich schon unwohl fühlen bevor sie beginnen.

Dass deswegen Migranten (und um die geht es hier ja wohl vor allem) und andere "betroffene" Gruppen diskriminiert werden, halte ich meist für hausgemachten Blödsinn, der erfolglosen Bewerber vor allem die Möglichkeit schaffen soll, ihre eigenen Fehler nicht zu sehen.

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Hans Maier

Ich hätte da eine Wortmeldung aus den hinteren Reihen!

"Lasst die Unternehmen, die UNBEDINGT ein Bewerbungsphoto für die Stellenvergabe benötigen - weil NOTWENDIG für den Bewerberselektionsprozess - doch einfach auch die KOSTEN für die unbedingt notwendigen Bewerbungsphotos tragen."

Der leicht zynische Herr lieferte da meiner Meinung nach einen Volltreffer auf das Kernproblem.

Notwendig? Nicht wirklich.
Kostenlos? Nehmen wir.
Umsonst? Gerne!

Die Umsonst-Mitnahme-Mentalität gibt es wohl nicht nur bei MP3 und Video-"Raubkopierern".

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Karl Schoberling

Das geht den Staat NICHTS an!

Sowohl der Bewerber als auch das Unternehmen sind hier private Teilnehmer - was die miteinander machen, sollte NIEMANDEN etwas angehen!
Erst recht nicht den Staat, der mit irgendwelchen Vorschriften dazwischenfunkt, wie Bewerbungen auszusehen haben - das geht ihn einfach rein gar nichts an!

Wieso bilden sich Leute ein, dass sowas immer geregelt werden müsste? Einfach nichts regeln, und was dann dabei herauskommt, ist genau die richtige Lösung! (Weil das die Lösung ist, die sowohl die Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber bevorzugen!)
Gleiches gilt übrigens in fast allen Bereichen des Lebens.

Ich werde selbstverständlich auch weiterhin alle persönlichen Daten samt Bewerbungsfoto in meine Bewerbungen integrieren, selbst falls Unternehmen das irgendwann nicht mehr fordern dürfen sollten (was bei dem Bewerbungsfoto ja jetzt schon der Fall ist.)
Oft bewirbt man sich ja sowieso über Kontakte in seinem persönlichen Netzwerk: Allein schon da wären anonyme Bewerbung Unsinn!

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Julius Franzot

Guter Vorschlag

Ich finde die anonymisierte Bewerbung gut. Habe in meinem Berufsleben allzuoft erlebt, dass Jungdynamiker mit einem gewünschten Hintergrund und einem von den Personalern geschätzten Aussehen aber mit mäßigen fachlichen Qualifikationen mit viel Wind im Rücken eingestellt wurden und dann kläglich versagten. Man sollte wirklich jedem, der die gewünschte Qualifikation besitzt, auch die Chance zu einem Vorstellungsgespräch geben. Ganz ohne ist die anonyme Bewerbung auch nicht: Ein Lebenslauf läßt auf das Alter und oft auf das Geschlecht (Auszeiten wegen Kindererziehung) schließen und der Blender wird auch wissen, wie man einen Lebenslauf konstruiert und wie man naive Gesprächspartner beeindruckt. Zeugnisse? Immerhin ist es schon etwas, wenn man sich wenigstens persönlich vorstellen kann. Bei einem Vorstellungsgespräch bekommt man auch oft eine indirekte Rückmeldung, wie man die eigenen Chancen in Zukunft verbessern kann und ob man die richtige Position in der richtigen Branche anstrebt.

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Peter Haeberlin

Schaut die Misere in Frankreich

Die Familie meiner Frau lebt in Frankreich. Dort sind die Blindbewerbungen vorgeschrieben. Die Folge ist. Ein Unternehmer will "fremde" Bewerber. Alles läuft über Beziehungen. Meine Schwager u.a. Verwandten habe alle ihre Stellungen aufgrund von persönlichen Beziehungen. Rekrutiert wird nur über Beziehung und Familie. Die Blindbewerbung ist ein totaler Rohrkrepierer. Die offiziellen weigern sich natürlich noch das einzugestehen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 11:40 Uhr
Frank richter

Sehr guter Punkt

Es ist der typisch deutsche Reflex. Passt und nicht: verbieten! Dabei wird übergangen, dass Bedürfnisse auch nacheinem Verbot bestehen bleiben und sich ausdrücken werden. Entweder auf eine erwünschte oder eine unerwünschte Art. Drogenhandel? Verbieten! Was passiert? Die Nachfrage der Süchtigen ist noch immer da und wird nun in irgendwelchen Hinterhöfen abgewickelt und entzieht sich der Kontrolle des Rechtsstaates. Wo die Parallele ist? Das Bedürfnis nach maximaler Information über den Bewerber - und gerade jene Informationen die nichts mit dem Fachlichen zu tun haben, die sozialen Kompetenzen, Auftreten, Verhalten - ist vorhanden und wird vorhanden bleiben. Wird dieses Bedürfnis nicht mehr über die Bewerbung befriedigt, wird man sich andere Wegse suchen. Kungelei. Familie und Bekannte liefern die gesuchten Informationen. Und? hat man mehr Chancengleichheit erreicht? Nein, das Gegenteil.
Und zur anderen Antwort. Ja, es läuft in Deutschland bei Konzernen im Mittel anders!

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Wolfgang Weinmann

Welch ein Wunder

"Die Blindbewerbung ist ein totaler Rohrkrepierer. Die offiziellen weigern sich natürlich noch das einzugestehen."

Das würde ja bedeuten einsehen zu müssen, daß die eigene Ideologie nichts bringt. Lernfähigkeit bei Linksgrünen? Fehlanzeige.

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Julius Franzot

Wegen der Blindbewerbung?

Glauben Sie, dass es nur wegen der Blindbewerbung geschieht, dass in Frankreich nur über Beziehungen eingestellt wird? Ich habe lange genug in Italien - wo es keine Blindbewerbungen gibt - gelebt, um mitzukriegen, dass es einfach der romanischen Mentalität entspricht, sich fast ausschließlich auf Beziehungen zu verlassen. Und das nahezu in allen Bereichen.

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Johann Feldbaum

Lösung?

Glauben Sie in Deutschland läuft es anders?

Ich habe mich immer wieder mit meinem Einser-Noten bei Porsche beworben. Praktikum, Ausbildung, duales Studium. Ich habe nie eine Stelle erhalten. Eine Bekannte hat mit einem Schnitt von 3,3 sofort eine Stelle erhalten, m.W. weil ein Freund ihrer Mutter da arbeitete.

Bei Daimler steht in der vorgedruckten Bewerbung (zumindest vor 5 Jahren) ausdrücklich: "Haben Sie bekannnte, die bei Daimler angestellt sind." Diese kann man mit Namen, Nachnamen und Arbeitsplatz angeben.

Ich studiere derzeit Maschinenbau mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit und sehr guten Noten. Dennoch frage ich mich, ob ich mich bei Porsche Bewerben soll oder es doch nur Papierverschwendung ist.

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 21.04.2012 21:38 Uhr

Jawoll, wir brauchen dringend die anonymisierte Bewerbung!

Als erstes richten wir eine Anti-Diskriminisierungbehörde (ADB) ein. An die richten sich die Bewerbungen. Auf Grundlage von Zeugnissen weisen die dann den Firmen, die Stellen zu besetzen haben, den TOP-Kandidaten für die Stelle zu. Eine Ablehnung muß von der Fachabteilung, der Personalabteilung und der Geschäftsführung auf Grund objektiver Kriterien begründet werden.
Das Gleiche gilt für Kandidaten z.B. zum Bundestag. Nicht die Delegiertenversammlung der Partei wählt diese nach der Vorstellungsrunde der Kandidaten (pfui Teufel, das ist nicht anonym), die ADB weist der Partei die Kandidaten nach objektiven Kriterien (Bewerbungsunterlagen) zu. Ist Frau Merkel wieder gewählt, erhält sie genauso von der ADB die Liste ihrer Minister, diese erhalten eine Liste der Staatssekretäre und Abteilungsleiter. Das gleiche Verfahren ist auch auf die Geschäftsführungen von Unternehmen anzuwenden. Nur so wird Deutschland genesen.

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Heike Schneider

Da ist viel schief gelaufen

Ich kenne Brater und Coacher, die Menschen mit Lücken in der Biogarphie empfohlen haben die Lücken mit falschen Daten zu schließne. Gleichzeitg sollten sie was an Ihrem Äußeren tun, Kosmetik ect. Dies betrifft vor allem Menschen aus Rehamaßnahmen, Behinderte, Integra ect. Es ist ein ganz grausamer Markt. Die Lüge kommt sowieso raus, weil mit getürkten Mitteln läßt es sich auf Dauer nicht gut leben. Außerdem weiß ich, dass hier gerade im öffentlichen Dienst sehr viel nach Sympathie und politscher Einstellung gegangen wurde. Lieber bequem, Kritik unerwünscht. Und das hat oft auch mit Politik zu tun, wer da im Ort gerade am Hebel ist. Und das mit den Mütterurlauben kann ich nur bestätigen, man mcht die ganze Zeit die Arbeit mit, ist oft nur Lückenbüßer und wenn sie wiederkommen wollen sie weiter steile Karriere machen. Zum Anderen, wir bekamen viel später die Bescheinigung für körperliche Behinderung. Also können im öffentlichen Dienst auch nicht nur Behinderte arbeiten.

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Thomas Sievers

Ein Unternehmen ist eine Mannschaft...

...und da wir alle zum Glück keine Roboter sind, muss alles zusammen passen. Anonyme Bewerbungen sollten in der Mülltonne landen, denn was uns Menschen ausmacht ist die Menschlichkeit. In jedem Team "menschelt" es und passt der/die eine nicht zu dieser Firma in dieses Team, so kann genau diese(r) Bewerber(in) genau passend sein für ein anderes Unternehmen in einem anderen Team.

Weit übers Ziel hinausgeschossen.

Gleichberechtigung darf nicht in Gleichmacherei enden. Noch sind wir allesamt Menschen und keine funktionierenden Roboter.

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Jahrgang 1978, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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