25.06.2012 · In Spanien wurden viele mautpflichtige Autobahnen mit EU-Geld finanziert. Jetzt bleiben die Mauteinnahmen weit hinter den Prognosen zurück. Die Betreiber stehen vor der Pleite.
Von Leo Wieland, MadridRichtlinien für Lesermeinungen
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Cádiz muss gerettet werden! Nur dumm, dass...
hier die unisnnigen Infrastrukturen erst dabei sind ersstellt zu werden, und sich deshalb noch nicht für das "Rettungsgeheul leider leider getätigter Investitionen" eignen. Im Gegenteil: Der Bau der grössten Brücke Europas in Cádiz, zehn Mal zu gross für diese Inselstadt, ist Tabuthema und die aufgrund der Krise gestoppten Arbeiten wurden letzten Monat wieder aufgenommen. Sowas wie eine regionale/lokae kritische Krisenaufarbeitung hat hier nicht stattgefunden. Stattdessen spürt man den Potentaten von gestern, die heute unbehelligt in denselben Posten mit denselben Projekten weitermachen wie vorher, die Gewissheit an, dass bald viel frisches Geld aus Europa kommt, um "die Wirtschaft wiederzubeleben", d.hl genauso weitermachen wie voher, bloss dass die Zitrone Volk stärker ausgepresst wird.
Nicht aufregen, der totale Absturz des Euro und dieser ganzen EU muss
sorgfältig vorbereitet werden. Damit die richtige Fallhöhe
für den finalen Todessturz erreicht wird....
Es ist nur noch ein Albtraum...
Warum denken Sie, Herr Sommer,
dass "die derzeitigen Vorgänge in der EU geschichtlich ohne
Beispiel" sind? Der ganze Konstrukt des sogennanten
"europäischen Hauses" bzw. der EG oder EU ist doch
für sich genommen schon auf solche Dinge ausgelegt, auf
Sobventionen und Daueralimentierung der einigen Staaten von amderen.
Nehmen Sie nur Frankreich z.B., worauf ich schon mehrere Male hingewisen
habe, mit den andauernden Agrarsunventionen aus dem
"Europäischen Topf", mit den Dauerrettungen der
Bauernwirtschaften, auch wenn sie falsch gewirtschaftet und die
Subventionen bereits kassiert haben.
Alles schon en miniature vorhanden gehabt, die Kuh (Deutschland)
regelmäßig gemolken, nur halt die Massstäbe sich etwas
vergrößert und verschoben haben. Die Melker waren allerdings
mit dem Ertrag langfristig nicht mehr zufrieden, die Kuh schien mit
ihrem Schicksal abgefunden gehabt zu sein, aber einige unerfahrene
Melker (Griechenland und Konsorten) haben etwas mehr gemolken, als es
ihnen zusteht, und so haben wir die aktuelle Krise.
Umso hilf- und machtloser sich die Menschen fühlen,
umso radikaler wird das denken und handeln.
Die Politik hat rein gar nichts aus der Geschichte gelernt.
Ich kann nur hoffen, das die Deutschen schnellstmöglich ihre
Behäbigkeit und Sprachlosigkeit überwinden. Eigentlich
müsste es schon auf den Straßen rumoren, nicht nur in den
Köpfen und kleinen Runden. Leider fehlt ein führender Kopf
dafür. Die "Zivile Koalition" bemüht sich, aber
kommt in der Öffentlichkeit kaum vor.
130 EU-Milliarden für neue Infrastrukturprogramme!
Und was aus dem Geld dann wird, kann man im vorliegenden Artikel nachlesen!
es ist schon komisch, dass jedes Land eine Art Insolvenzordnung geschaffen hat zur Sanierung, aber jede größere Firma gerettet werden muss! Lasst die Dinger doch pleite gehen, na und. Entweder kommt ein neuer Investor oder aber Staat übernimmt die Dinger und bekommt dann auch die Einnahmen...also was soll die Aufregung...
Ich glaub ich mach schnell mal...
...ne Bank auf, oder leihe mir ne Mautautobahn in Europa! Dann lasse ich
mit lautem Hilferuf subventionieren, will sagen retten!!!
Die spinnen doch total!! Laßt die pleite gehen, dann fahrt man
halt umsonst, oder der König von Spanien rettet die Autobahnen,
indem er sie schnell zu seinem Eigentum ernennt und wie früher
Wegezoll verlangt. Dumm nur, daß die freien Wege befahrbar
sind....Nachtigall ick hör Dir trapsen!!
Macht hoch die Tür die "Thor" sind viele...mäh,määhh...
Spaniens Maut-Autobahnen müssen gerettet werden
Warum MÜSSEN ?
Ich wohne fast neben einer Mautstelle in Los Montesinos/Alicante. Die AP7 geht an mir vorbei. Wenn ich nach La Zenia fahren will, was etwa 10 km entfernt ist muss ich an 2 Zahlstellen vorbei. Die erste kostet im Winter € 1.80 welche mich 9 km weiterbringt und die zweite und letzte Zahlstelle am Ausgang von La Zenia kostet ebenfalls € 1.80 im Winter. Pünktlich zu Ostern wird diese Gebühr verdoppelt ! Die 10 km kosten mich also für Hin- und Rückfahrt € 7.20 im Winter und € 14.40 im Sommer. Der Umweg auf der kostenlosen Landstrasse ist etwa 5 km mehr jede Strecke. Die Autobahn ist selbstverstädlich komplett leer, ausser ein paar Touristen die noch nicht wissen was abgeht. Die Spanier machen solche hirnrissigen Dinge in allen Bereichen und deshalb wundert es mich auch nicht mehr das nichts funktioniert. Jetzt warten wir ganz entspannt bis Frau Merkel eingeknickt wird, die Eurobonds kommen und wir wieder Kohle ausgeben können...........
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 17:01 UhrHola
Ja, danke für die Info. Die Strecke nehme ich auch, ABER wenn ich von Los Montesinos nach La Zenia will, was ja hier das Beispiel war, ist das ganze nicht mehr so toll, da eine Reise durch Los Balcones oder San Miguel/Villamartin im Juli/August keinen Spass macht.
Es gibt doch mautfreie Autobahnen von Alicante nach Barcelona
Hola Herr Lose,
Es gibt doch (fast) mautfreie Autobahnen von Alicante bis Barcelona.
Fahren Sie von Alicante in Richtung Universität - Alcoy, von dort
weiter nach Valencia. Alles Mautfrei.
Hinter Valencia auf der Nationalstrasse bleiben, das gibt bis ca.
Peñiscola freie Autobahn, danach die Landstrasse in Richtung
Tarragona ca. 80 km, dann wieder Autobahn bis hinter Tarragona, dann auf
die Bezahlautobahn für 6,- € bis Barcelona.
Als die Branche, in der wir seit 1920 tätig waren, in den 1970ern einem existenzbedrohenden Strukturwandel unterworfen wurde, stand unser kleiner Familienbetrieb vor der Frage: Schluss machen oder uns dem Wandel stellen? Wir taten das Letztere, unter größten Schwierigkeiten, unter größten Entbehrungen, aber letzlich mit Erfolg. Aber alles aus eigener Kraft; Hilfe kam damals nirgendwo her, und wenn ich mich recht erinnere, kamen wir auch garnicht auf den Gedanken, welche zu erwarten!
Der Benutzer, die zu melkende Kuh
Die gebührenpflichtige Autobahn zwischen Alicante und der französischen Grenze hat - bis auf ein kleines Stück um Alicante herum - keine parallele gebührenfreie Autobahn, sondern eine Landstrasse die mitten durch die zahlreichen Touristenorte und Dörfer führt. Ich würde mir liebendgerne die anfallenden 50 Euro/Richtung Maut ersparen und eine parallele Autobahn benutzen - wenn diese vorhanden wäre. Dass es auch neue, mautpflichtige Strecken gibt, die parallel zu einer bereits vorhandenen mautfreien Autobahn gebaut wurden, z.B. zwischen Cartagena (Murcia) und Almeria (Andalusien) in Küstennähe ist ein Beispiel für die Raffgier der "privaten" Betreiber. Deshalb denkt die jetzige Regierung auch darüber nach wie sie alle Autofahrer ein weiteres mal zur Kasse bitten kann mittels Einführung einer Viñette, ähnlich wie in der Schweiz oder in Frankreich.
Vernichtung der Infrastruktur ..
Da kann sich mancher Gemeinderat auch in Deutschland an die eigenen Nase
fassen. Der Bahnkörper ist so ein Thema an dem alle Parteien,
leider auch sogenannte Bürger und Wutbürger (S21) beteiligt sind.
Hoffentlich kommen in Spanien die Verantwortlichen und ihre
Trittbrettfahrer, Schumacherchen, unter die Räder. Die EU
Kommission wird kein Interesse haben, dort nachzuprüfen, man
spricht von Bankenhilfe und meint Begünstigung des
Subventionsbetruges, da war man mit 100 Mrd schnell bei der Hand.
Der Grund ist einfach, eine genauere Prüfung hätte die
Brüsseler mit in den Abgrund gezogen.
zum Grusse
regeln das schon, einfach mal alles Pleite gehen lassen, was nicht gut
genug ist um im Kapitalismus zu bestehen und sich dann mal wieder zu
überlegen ob "Systemrelevante" Dinge wie Infrastruktur
nicht doch lieber in Staateshand verbleiben sollten.
Privatisierung hat sicher einigen Kohle eingebracht, mittel und
längerfristig sieht es aber fast überall düster aus, weil
im Zweifel wohl doch wieder der Staat ran muss!
"Die Betreiber stehen vor der Pleite"
Sie schreiben: „Private Betreiber vor Insolvenz Spaniens
Maut-Autobahnen müssen gerettet werden”
Müssen????
Ist es nicht die Retterei die alle tatsächlichen Problem erst
verursacht? Gäbe es in DE wirklich ein Bankenproblem, wenn man die
HRE von Anfang an einfach hätte Pleiet gehen lassen?
Warum sind ausgerechnet die lautesten Schreier wenn es um den
"freien Markt" immer nur genau dann gegen einen freien markt,
wenn es an die eigenen Spekulationsverluste geht?
Hi-Hi-Hilfe! Rette sich wer kann! Die Ente naht!
Wird diese Comedy-Soap eigentlich wirklich noch von jemandem ernst genommen?
... und ein jeder ist jetzt mal ab morgen zum Selbstversuch
aufgefordert: Sobald Sie in Ihrer Arbeitswelt mit offensichtlichen
"Unregelmäßigkeiten" konfrontiert werden:
Arbeitsverweigerung bis der Sachverhalt unter dem Gebot der Fairness
geklärt ist! Das wird ein Heidenspaß mit ganz viel Freizeit
;-))
Ich persönlich habe ja den Eindruck, dass hier nicht das wie und
das ob von den Kommentatoren kritisiert wird, sondern Neid und
Mißgunst gegenüber den Griechen, Spaniern u.a. im Vordergrund
stehen. Dabei ist noch nicht einmal klar wo die Gewinner und wo die
Verlierer sind. Ich persönlich glaube, dass sich diese nicht unter
Berücksichtigung der Landesgrenzen finden und definieren lassen,
sondern überall in Europa zu finden sind. Die wirklich Dummen sind
aber hier wie dort und überall die Lohnsklaven, die den korrupten
Machern für ihre Versklavung (Verschuldung) auch noch Dankbarkeit
zu zollen haben.
Europas Vision ist die organisierte Verantwortungslosigkeit ohne
Störung durch Demokratie:
- Kein Staat und kein Politiker und keine Bank muss für Fehler und
Misswirtschaft gerade stehen, jeder wird "gerettet", mangels
anderen Gläubigern eben durch Deutschland
- Volksentscheidungen zu entscheidenden Fragen gibt es nicht –
zumindest in Deutschland. bwohl dieses Europa für alles
Vorschriften ersinnt gibt es hierzu keinerlei Vorgaben.
- Entscheidende EU-Gremien verletzen eklatant das Demokratie-Prinzip
"one man one vote" (gleiches Stimmgewicht für alle
Bürger) – siehe Zusammensetzung des EU-Parlamentes und des EZB-Rates.
Jetzt wird wieder zum Halali geblasen auf Spanier und EU...
Ich empfehle, mal vor der eigenen Haustür nachzuschauen, wo
umtriebige Kommunalbeamte und -politiker jede Menge völlig
unsinniger Projekte anschieben bzw. entsprechend
"konfigurieren", nur weil es dafür EU, Bundes- oder
Landesmittel gibt.
Dieser Missbrauch wird noch dazu von halbstaatlichen Agenturen
gefördert, die die entsprechende Beratung dazu leisten; allein das
Erstellen der nötigen Anträge würde die Protagonisten
sonst hoffnungslos überfordern.
ACS und Hochtief, - Übernahme dank "Subventionen" in der Heimat?
Welche Unternehmen auch immer diese Infrastrukturmaßnahmen verwirklichten, sie werden gut daran verdient haben. Spannend wäre nun zu wissen, ob ACS, dank Gelder aus Brüssel, letztlich derart "gemästet" wurde, dass sie die Mehrheit der Anteile an Hochtief übernehmen konnte. Freier, unverfäschter Wettbewerb, sonst so oft beschworen, eingefordert, sähe, falls dem so wäre, sodann allerdings anders aus!
Die Verantwortlichen gehören in den Knast
Als Spanier kann ich mich nur schämen. Doch nur alles Geld wurde so behandelt. Es wurde viel und gut investiert. Aber in einem habt ihr alle Recht, die Schuld unserer korrupten Politiker. Ich denke 95% der Spanier wären dafür, Europa würde WIRKLICH eingreifen und dieses Trauerspiel endlich mal beenden, durch europäische Verstaatlichung der Banken, Finanzregierung und Inhaftierung aller Verantworltlichen! Und weder Deutsche noch Spanier müssen für den Wahn mancher Poltiiker jetzt haften, die bestimmt nicht gerade um ihre Existenz kämpfen müssen. Gruß
Banken, Autobahnen, überall brennt´s in Spanien!
Nachdem sich Rajoy mit seinen Hilfsanträgen zunächst geziert
hat, sprudelten die Hilfsbegehren aus Spanien anschließend umso
heftiger. zunächst aber als Bankenhilfe getarnt.
Nun aber kann Spanien seine Zahlungsprobleme nicht mehr verbergen. Die
Wirtschaft hat schwere Einbrüche zu bewältigen, die anstehende
Verlustfinanzierung für privat betriebene spanische Autobahnen
steht zur Zeit an.
Angesichts der wiederholten Falschmeldungen Spaniens zu roten Zahlen ist
zu befürchten, dass noch manche böse Überraschung im
spanischen Untergrund lauert.
Das stört Brüssel nicht. Mit bekannter Routine wird das Geld
der Euro-Bürger großzügig in Eurolande verteilt. Juncker
legt dabei Wert darauf, dass die Hilfsanträge nicht zu spät u.
nicht zu niedrig gestellt werden.
Ob die Hilfen wirtschaftlichen Sinn ergeben, spielt keine Rolle. Denn
Brüssel hat die Euro-Rettung mit Mrd-Beträgen im Sinn. In
jüngster Zeit kam noch die bisher verschlafene
Wachstumsförderung, zumindest verbal, hinzu.
Leo Wieland Jahrgang 1950, politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel, Marokko und Tunesien mit Sitz in Madrid.
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