Home
http://www.faz.net/-gqe-z376
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Privatbahnen Drei Tage Streik

 ·  Wieder müssen sich Bahnfahrer auf Verspätungen einstellen: Seit 14 Uhr streiken die Lokführer für 72 Stunden. Es ist die bisher längste Arbeitsniederlegung im aktuellen Tarifkonflikt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (4)

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer GDL hat zu einem neuen, diesmal 72-stündigen Streik bei privaten Wettbewerbern der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Ausstand hat am heutigen Dienstag um 14.00 Uhr begonnen und soll bis Freitag um 14.00 Uhr dauern. Dies bestätigte GDL-Sprecher Stefan Mousiol. Vor knapp zwei Wochen war der bislang letzte Ausstand der Lokführer bei den DB-Konkurrenten. Der 60-Stunden-Streik war bis dato der längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt.

Die GDL hatte sich verpflichtet, bis zum vergangenen Sonntag nicht zu streiken. Die Bahnunternehmen wurden zu Verhandlungen aufgefordert. Alle Unternehmen der Hessischen Landesbahn sowie ein Teil der Unternehmen von Netinera und Benex haben nach Angaben der Gewerkschaft verhandlungsfähige Angebote gemacht. Mit ihnen befindet sich die GDL in Verhandlungen und hat Streiks ausgesetzt.

GDL: „Die Sturheit der Unternehmen nicht zu begreifen“

Doch die Unternehmen des Veolia-Konzerns, die AKN Eisenbahn AG, die Prignitzer Eisenbahngesellschaft (PEG) und die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) lehnten Verhandlungen über einen flächendeckenden Tarif weiter ab. In dem Tarifkonflikt kämpft die GDL neben einer Entgelterhöhung vor allem für einen flächendeckenden Tarifstandard auf dem hohen Niveau der Deutschen Bahn (DB).

„Die Sturheit der Unternehmen ist nicht zu begreifen und offensichtlich geht es gar nicht mehr um Kompromissfindung und Konfliktbeilegung“, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky.

Zur Liste der aktuell zu bestreikenden Unternehmen gehören nach GDL-Angaben neun Firmen. Dies sind die AKN Eisenbahn AG, Bayerische Regiobahn GmbH, Berchtesgadener Land Bahn GmbH, Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL) und Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB). Zudem zählen dazu die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA), Prignitzer Eisenbahn (Betriebsteil NRW), Veolia Verkehr Regio Ost GmbH und Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH.

Im Kern geht es in dem Streit zwischen den restlichen Regiobahnen und der GDL um eine einheitliche Bezahlung aller 26 000 Lokführer in Deutschland. Die Gewerkschaft will, dass auch die Angestellten in den Führerständen der Regiobahnen auf dem hohen Niveau des Marktführers DB bezahlt werden. Dabei geht es vor allem um Einkommen und Zulagen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 27 13

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.