10.09.2008 · Arbeiten im 21. Jahrhundert sieht anders aus. Die klassische Festanstellung von Ausbildungsende bis Rentenbeginn wird seltener. Ein Viertel aller Beschäftigten ist flexibler. Neue Beschäftigungsformen wie Teilzeitarbeit sind verbreitet, besonders bei arbeitenden Müttern.
Von Sven AstheimerBeschäftigung in Deutschland ist flexibler geworden. Erst eine Lehre, dann festangestellt bis zur Rente bei ein und demselben Arbeitgeber - das war einmal der Standard. Erwerbsbiographien im 21. Jahrhundert sehen zunehmend anders aus. Wobei die klassische Vollzeitfestanstellung immer noch die Regel ist und für drei von vier Arbeitnehmern gilt.
Die These vom großen Heer „prekär“ Beschäftigter lässt sich jedenfalls aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht ableiten. Denn der Großteil der neuen Beschäftigungsformen entfällt auf Teilzeitarbeit.
Zahl der berufstätigen Frauen gestiegen
Deren Zuwachs hat vor allem damit zu tun, dass die Zahl der berufstätigen Frauen gestiegen ist. Gerade für viele Mütter ist die Rückkehr in ihren Job mit reduzierter Stundenzahl mittlerweile völlig normal. Besonders häufig gehören auch Geringqualifizierte, Migranten und Berufsanfänger zu den „atypisch“ Beschäftigten.
Diese Menschen bekommen über Zeitarbeit oder befristete Stellen einen Fuß in die Tür zum Arbeitsmarkt. Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen und der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren zeigen, dass die eingeschlagene Richtung stimmt.
Sven Astheimer Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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