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Preise Gefühlte Inflation wird meßbar

27.09.2005 ·  Der „Teuro“ war 2002 „Wort des Jahres“, seine psychologische Wirkung bleibt ungebrochen. Im neuen Index des Statistischen Bundesamts liegt die gefühlte Inflation um ein vielfaches über der tatsächlichen Teuerung.

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Die von den Verbrauchern in Deutschland subjektiv empfundene Teuerung liegt deutlich über der von den Statistikern offiziell verkündeten Inflationsrate. Mit einem Niveau von rund 7,4 Prozent liegt die „wahrgenommene Inflation“ fast vier Mal so hoch wie der tatsächliche Monatsdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Braunschweig mitteilte.

Grund für den deutlichen Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Teuerung sind den Angeben zufolge überdurchschnittlich deutliche Preiserhöhungen bei häufig gekauften Gütern. Darüber hinaus spielten aber auch psychologische Faktoren eine wichtige Rolle: So orientierten sich viele Verbraucher den Experten zufolge noch immer am mittleren alten D-Mark-Preis, zum anderen werden Preiserhöhungen deutlich höher bewertet als Preissenkungen.

Ein neues Phänomen ist die enorme Differenz zwischen tatsächlicher und gefühlter Inflation den Statistikern zufolge allerdings nicht: Schon zwischen Januar 2001 und Dezember 2002, das heißt ein Jahr vor bis ein Jahr nach der Einführung des Euro, lag die gefühlte monatliche Inflation mit rund 7 Prozent deutlich höher als die im amtlichen Verbraucherpreisindex ausgewiesene Rate. Der so genannte „Index der wahrgenommenen Inflation“ (IWI), auf den sich die Statistiker berufen, wurde von der Universität im schweizerischen Fribourg entwickelt.

Das Statistische Bundesamt berechnete die Preissteigerung von September 2004 auf September 2005 vorläufig mit 2,5 Prozent, wobei der Anstieg mit den rasant gestiegenen Energiepreisen begründet wurde. Im August lag die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent.

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