28.11.2007 · Die Zahl ist unvorstellbar hoch: Der Porsche-Vorstand verdient 113 Millionen Euro. Doch es lohnt ein zweiter Blick: Das Grundgehalt der Vorstände ist fast lächerlich gering. Wiedeking hat vor 15 Jahren auf Risiko gesetzt - und und wie so oft ein glückliches Händchen gehabt.
Von Susanne PreußDie Zahl ist unvorstellbar hoch: Der Porsche-Vorstand bekommt für das vergangene Geschäftsjahr fast 113 Millionen Euro Gehalt. Greifbarer wird die Zahl über einen Vergleich mit dem Autozulieferer Westfalia, einem Hersteller von Anhängerkupplungen. Da erwirtschaften 550 Mitarbeiter einen Umsatz, der nicht einmal so hoch ist wie diese sechs Vorstandsgehälter.
Da verblasst auch die rekordverdächtig hohe Bonuszahlung von 5200 Euro für die Porsche-Mitarbeiter. Alle Bonuszahlungen zusammen ergeben nicht einmal ein Drittel der Gehaltssumme des Vorstands. Doch es lohnt sich ein zweiter Blick. Das Grundgehalt der Porsche-Vorstände lag nämlich bei 5,4 Millionen Euro und ist damit schon fast lächerlich niedrig für die Branche.
Es darf sich keiner beklagen
Wendelin Wiedeking aber hat, als er vor 15 Jahren als blutjunger Vorstandssprecher beim Sanierungsfall Porsche antrat, auf Risiko gesetzt - und auf Sieg. Niemand hat damals die Vorstellungskraft besessen, dass sich aus einer Erfolgsklausel ein solches Rekordgehalt errechnet. Wiedeking hat einfach, wie so oft, ein glückliches Händchen gehabt. Deshalb darf sich auch keiner der Eigentümer beklagen: Wiedeking und seine Mannschaft haben sie um Milliarden reicher gemacht.