17.06.2009 · Es soll sich anhören wie Friede, Freude, Eierkuchen, wenn die Familien Porsche und Piëch ihre Einigkeit beteuern. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es geht nicht nur um Milliardenvermögen, es geht vor allem um Emotionen.
Von Susanne PreußEs soll sich anhören wie Friede, Freude, Eierkuchen, wenn die Familien Porsche und Piëch ihre Einigkeit beteuern. Doch das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich haben es die Porsche-Eigner mit einem mächtigen Quertreiber aus den eigenen Reihen zu tun: mit Ferdinand Piëch. Ihm wäre es am liebsten, die Porsche AG würde unter das Dach von VW schlüpfen, womit zugleich fast alle Finanzprobleme der Porsche Holding SE gelöst wären. Doch das Familienerbe der Porsches würde damit in einem Konzern aufgehen, an dem die Familien kaum mehr als die Hälfte der Stammaktien halten und in dem Gewerkschafter und Landespolitiker ein gewichtiges Wort mitreden. Außerdem würde Piëch dann triumphieren, ausgerechnet Ferdinand Piëch, der mit seinen Alleingängen schon manches Familienmitglied zur Weißglut getrieben hat.
Beides wollen die übrigen Familienmitglieder vermeiden und beißen lieber in den sauren Apfel: Sie können eher damit leben, dass sie in der Porsche Holding nicht mehr allein das Sagen haben. Damit wäre Zeit gewonnen, und was mit der Beteiligung an Volkswagen passierte, wäre in einem zweiten Schritt zu lösen. Im Extremfall könnte die Porsche Holding ihre Anteile an VW wie eine Finanzbeteiligung halten und eine weitere Integration der Autohersteller vertagen, bis sich das Klima zwischen Wolfsburg und Zuffenhausen gebessert hat. Tatsache ist, dass die Alternativen in der Familie kaum nüchtern diskutiert werden. Es geht nicht nur um Milliardenvermögen, es geht vor allem um Emotionen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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