21.06.2009 · Abu Dhabi ist bei Daimler an Bord und Qatar ist an Porsche interessiert. In Stuttgart könnte eine Art Arabischer Autounion entstehen, mit zwei Scheichtümern in tragenden Rollen. Eine Chance für die deutsche Autoindustrie ist das gewiss. Aber auch ein Risiko.
Von Susanne PreußFestgefügt ist nichts mehr, seit die Krise die Autohersteller im Griff hat. Was früher undenkbar war, scheint nicht mehr unvernünftig: der Einstieg des Staatsfonds von Qatar bei Porsche zum Beispiel. Und auch die Idee, dass Daimler Porsche aus der Patsche helfen sollte, ist nicht abwegig - so bekäme der Konzern mittelbar Zugriff auf VW.
Das wiederum scheint für einen Luxushersteller, der neben der Finanzkrise gerade auch noch die Abkehr der Kunden von Spritschluckern verkraften muss, ein ziemlich guter Schachzug zu sein. Die notwendigen Milliarden hat Daimler aber nicht zur Verfügung. Das Geld reicht mehr schlecht als recht, um den laufenden Betrieb zu finanzieren. Als Helfer böte sich womöglich der Daimler-Großaktionär Abu Dhabi an, der sich in der Vergangenheit für Volkswagen und für Porsche interessiert hat.
Zwei Scheichtümer in tragenden Rollen
Am Ende entstünde dann in Stuttgart eine Art Arabischer Autounion, mit zwei Scheichtümern in tragenden Rollen. Eine Chance für die deutsche Autoindustrie ist das gewiss, aber auch ein Risiko. Denn es ist nicht gewiss, ob die Interessen der Finanzinvestoren dem entsprechen, was bei Daimler, Porsche und VW bisher als strategisch sinnvoll erachtet wurde.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?