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Pleitewelle in der Solarbranche Auch Q-Cells geht in die Insolvenz

 ·  Die Pleitewelle in der Solarbranche geht weiter: Nach Solar Millennium, Solon und zuletzt Solarhybrid steht nun auch der einst als Dax-Kandidat Q-Cells vor dem Konkurs.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (40)

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Rolf-Dirk Maehler

So geht das nun einmal seinen Gang, wenn man mit Subventionen einen Industriezweig ...

... fördert. Und Krokodilstränen kann man sich gleich sparen. Die Einzigen die zu bedauern sind, sind die Stromkunden, die die Suventionen mit völlig überhöhten Strom finanzieren durften und noch immer dürfen. Wie heisst doch gleich das Zauberwort: Energiewende. Ob die Befürworter dieses Schwachsinns wissen, daß dies der Beginn der sehr kostspieligen Erkenntnis der Wahrheit sein wird. Wieder einmal dürfen die Bürger die extrem kostspieligen Abenteur unserer hobby-wissenschaftlichen Politikkünstler bezahlen. Wann endlich lernen Politik und Wähler, daß die Politik ihre Finger aus den Subventionen heraushalten sollte. Es hat noch nie funktionier, sondern weckt nur Hoffnungen, die nicht erfüllt werden können. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung der Solarbranche war vom ersten Tag an nicht überzeugend. Geschäftsfelder, die auf Subventionen basieren können mich niemals überzeugen, weshalb ich keinen Cent dahinein investieren werde. Religionen und Weltverbesserer überzeugen nicht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 23:15 Uhr
Christian Wrobel

Ihre Meinung zum EEG habe ich verstanden, auch dass sie diese als Subvention bezeichnen.

Nur hat das überhaupt nichts mit der Insolvenz von Q-Cells zu tun!
Und es gibt in der Tat Subventionen, die man gut begründen kann, und andere bei denen einem schon gar keine Gründe für deren Existenz mehr einfallen! Aber der FDP fällt nur in bestimmten Situationen ihr "ordnungspolitischer Kompass" ein. Noch nie waren die Subventionen in Deutschland so hoch wie unter Schwarz-Gelb!

Mit Hilfe des EEG wird die Stromerzeugungsstruktur in Deutschland langfristig umweltschonend modernisiert, dass ist viel mehr als mit vielen anderen Subventionen erreicht wird! Und wie hoch im Endeffekt beim EEG der Subventionsanteil sein wird, hängt u.a. auch davon ab, wie sich in Zukunft die Preise der anderen Primärenergieträger entwickeln werden. Im letzten Jahr kostete Deutschland der Import knapp 90 Mrd. Euro (+30%), so viel wie noch nie und mit steigender Tendenz nach oben. Ohne die EE wären es noch 10 Mrd. Euro mehr gewesen.

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Rolf-Dirk Maehler

@ Christian Wrobel (luke123) - Ihre Kommentierung ist zwar sehr interessant, aber trifft nicht ...

... den Kern der Kritik. Wenn die Kunden (auch die indirekten) von Q-Cells völlig unsinnige Vergütungen für den eingespeisten Strom erhalten, dann zahlen das einerseits die ganz normalen Endkunden der Stromversorger mit völlig überhöhten Strompreisen und andererseits ist auch so etwas eine Subvention. Ganz nebenbei richtet sich meine Kritik gegen jede Art und damit alle Subventionen. Subventionen haben etwas mit politischer Willkür zu tun und dabei ist es mir völlig egal welcher Wählergruppe man da wieder einmal "Gutes" tun will.

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Christian Wrobel

Die Zuschüsse und Subventionen, die Q-Cells direkt vom Staat erhalten hat,

sind überschaubar. Zudem handelte es sich bei den Geldern weit überwiegend um Zuschüsse, die aufgrund des gewählten Standorts (Ostdeutschland) gezahlt wurden. Die Technikförderung war dagegen minimal. Alle anderen Förderungen (EEG) kamen anderen Herstellern genauso zugute, eine explizite Überförderung von Q-Cells kann man deshalb schwerlich konstruieren. Eine Insolvenz "wegen Überförderung" hat es meines Wissens auch noch nie gegeben. Dieser Vorwurf ist deshalb absurd!

Übrigens: Deutschland hat 2010 nach Angaben des IfW Subventionen in einer Gesamthöhe von 164 Mrd. Euro gezahlt, alleine 58 Mrd. Euro an direkten Beihilfen! Ein großer Teil der Beihilfen ging an Unternehmen, deren Geschäftsmodell entweder fragwürdig ist oder die keiner Hilfe bedürfen. Die Solarindustrie bekam in diesem Jahr null Milliarden an Beihilfen!

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Ulla Nachtmann

Solyndra, ein Obama Liebling

Nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA! Es lohnt sich die empörende Solyndra Story zu lesen.
,worlds-largest-solar-plant-21-billion-energy-department-loan-guarantee-files-bankruptcy'
(ZH)
Subventionen sind süßes Gift und verfälschen die Wirklichkeit - meistens zum Schaden der Steuerzahler.

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 03.04.2012 09:06 Uhr

Schönwetterpiloten

Diese Insolvenz zeigt wieder einmal die Konsequenz staatlichen Eingriffs in marktwirtschaftliche Grundsätze. Die Spielwiesen unserer Politiker sind interessant, solange Steuergelder fließen und der Wettbewerb ausbleibt.
Hier gibt es allerdings zwei Versager: marktwirtschaftlich unfähige Politiker und ein strategisch unvermögendes Management. Letzteres ist bzw. war offensichtlich derart blauäugig anzunehmen, auf Basis von Subventionen in und aus Deutschland heraus Produkte zu vermarkten. Was haben die Strategen im Management den ganzen Tag getan? Dieses Management ist offenbar unfähig, Kunden, Märkte, Wettbewerb und Bedingungen einzuschätzen; es hat gänzlich verschlafen, dass es bessere und günstige Anbieter gibt. Vielleicht auch derart blauäugig auf die Politik geschielt und evtl. Einfuhrzölle geschielt.
Ein Desaster managerialen Unvermögens und das Ende von Q-Cells.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 19:33 Uhr
Ludwig Kirschstein

Dafür haben wir..

brilliante Kommentatoren.

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Pascal Gienger

In China wird ebenso erfolgreich subventioniert...

Sei es über Gratiskredite der chinesischen Staatsbanken oder über entsprechende Zollabkommen mit den Zielländern.

Wenn man in Deutschland die Subventionen so zurückfährt ist es völlig klar, dass die Chinesen gewinnen, was ja nun passiert. Die hören erst dann auf mit Subventionen wenn es ausserhalb Chinas keine Produktions-Fabs mehr gibt - dann ziehen die Preise wieder an.

Ein ähnliches Prozedere haben wir bei den seltenen Erden gesehen. So läuft das immer.
Den Schaden hat wieder einmal Deutschland, unser Atem ist aus, die Bevölkerung schreit "Subventionen sind böse" und haben wieder einmal erfolgreich eine Schlüsseltechnik nach China gegeben.

Und das wird noch ein paar Mal passieren dann sind wir endgültig Agrarland. Weil Subventionen ja böse sind.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 13:34 Uhr
Christian Wrobel

Frau Nachtmann, dass die Förderung in den USA "aus Umweltschutzgründen"

eingestellt wurde, halte ich für ein Gerücht. Vielmehr wurde die Förderung aufgrund der niedrigeren Förderkosten in China und des Preiskampfes durch chinesische Anbieter eingestellt, und insofern gibt es vielleicht wirklich eine Parallele. Denn seitdem kannten die Preise nur eine Richtung: nach oben! Die USA will jetzt zwar die eigene Förderung wieder aufnehmen, aber das kann dauern.

Deutschland hatte noch nie einen nennenswerten Anteil am Abbau von Seltenen Erden. Große Ressourcen gibt es dennoch, in den weggeworfenen Akkus und Handys!

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Ulla Nachtmann

Herr Gienger,

Stimmt nicht ganz was Sie zu Seltenen Erden sagen. Die Förderung wurde zB in den USA eingestellt - aus Umweltschutzgründen. Dito hier bei uns. Die Förderung dieser Erden ist nicht ungefährlich und gilt als ,umweltschädlich'.
Inzwischen muss man das bereuen, denn man hat China damit quasi eine Monopolstellung verschafft.

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Ludwig Kirschstein

Wen wundert es eigentlich noch,

dass Insolvenzen erzeugt werden bei diesen Kürzungsorgien? Der Frage nach Rettung wurde gestellt, es würde genügen, die Solarförderung mit Augenmaß zu beschneiden und nicht brutal.

Gleichwohl wird das den Siegeszug der EE nicht abwenden, sondern nur dafür sorgen, dass deutsche Firmen nicht mit dabei sind.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 16:55 Uhr
Harald Sulzmann

Wer seine Hausaufgaben als Unternehmer nicht macht ist eben raus

Subventionen sind das suesse Gift, das Opium fuer vermeintlich erfolgreiche Unternehmensfuehrung. Bei Entzug stellt man dann leider fest, dass man seine Kostenpositionen nicht im Griff hat und vertriebsseitig sich zu sehr auf die staatliche Keule (Gesetze, Subventionen etc.) verlassen hat. Was nicht marktfaehig ist, kann auch nicht abgesetzt werden. So einfach ist das. So sind nicht die Subventionskuerzungen der Grund fuer den Niedergang sondern gerade deren Gewaehrung. Der Staat taugt weder als Unternehmer noch als Investitionslenker und am allerwenigsten -ologen bestimmter Parteien.

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Christian Wrobel

Zu ihrer Information, Herr Sax: Die Lohnkosten haben an den gesamten Herstellkosten

eines Moduls einen Anteil von weniger als 10% (d.h. weniger als 10 Cent/ Wp). Module aus China werden aber teilweise mehr als 20% billiger angeboten. Das ist nur möglich, weil die chinesische Währung künstlich unterbewertet ist! Und ehrlichweise muss man auch konstatieren, dass auch alle chinesischen Hersteller aktuell Verluste schreiben! Wie es ausschaut, werden diese aber den längeren Atem haben, da es sich um deutlich kapitalkräftigere Konzerne handelt. Q-Cells war dazu im Vergleich ein kleiner Mittelständler, den es jetzt erwischt hat. Die größere Kapitalkraft der chinesischen Firmen war auch ausschlaggebend dafür, warum die Produktionskapazitäten in China in den letzten Jahren nahezu "explodiert" sind, ohne dass es hierfür einen entsprechenden Absatzmarkt gab. Das würde ich als "Fehler" bezeichnen! Einige chinesische Hersteller werden diesen Fehler aussitzen können und wollen, einige deutsche auch (z.B. Bosch). Viele andere nicht!

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 03.04.2012 13:24 Uhr

Sie verwechseln die Wirkung mit der Ursache

Sie haben wohl noch nicht mitbekommen dass die Kürzungen der Solarsubventionen gar nicht die Ursache für die Pleiten von 4 Unternehmen in wenigen Monaten sind. Die ersten Unternehmen gingen hops als die Subvention einen Auftrags-Hype ausgelöst hat, und da war im Herbst letzten Jahres. Wer nur 1,7% seines Gewinns in F&E investiert, kann bei der Lohnkostenschere zwischen China und Deutschland nicht überleben. Die Subvention haben eine Auftragsblase geschaffen die die Unternehmen besoffen und blind machte. Sie glaubten sie brauchen keine Innovation mehr. Dabei haben sie ganz vergessen dass die deutschen Ausrüster von denen sie das Produktions-Equippment für ihre Fabriken kauften, auch fleißig nach China lieferten. Das EEG hat jetzt die deutschen Solarhersteller dahingerafft. Ist die Windbranche nicht lernfähig, könnte ihr in einigen Jahren das Gleiche passieren. Wer besoffen ist sollte kein Auto fahren und auch keine Firmen leiten.

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Arndt Pool
Arndt Pool (Ghr0nt) - 02.04.2012 23:36 Uhr

Syptomatisch

Das Schicksal von Q-Cells ist ein Beispiel für eine Industrie, die in noch nicht gekannten Maßen durch Subventionen durchgefüttert wurde. Wer glaubt, dass die EEG-Subventionen in irgendeiner Weise zu einem vernünftigen Wirtschaftskonzept in den Unternehmen hätte führen können, irrt. Die Entwicklung der Solarindustrie in Deutschland war deutlich absehbar. Einzig die Tatsache, dass sich die Solarbranche so lange halten konnte, verwundert. Normalerweise sind die Chinesen schneller, wenn es darum geht, bei mangelndem Innovationsdruck aufzuholen.
Für die Politik lautet die Schlussfolgerung, dass solche "Anschubsubventionen" der falsche Weg sind. Innovationen entstehen nicht, indem man Nachfrage erzeugt, sondern indem man Konkurrenz erzeugt. Ein grundlegendes Prinzip der (sozialen) Marktwirtschaft wurde missachtet.

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Rupert Reiger
Rupert Reiger (RuRei) - 02.04.2012 22:39 Uhr

2004

Joschka Fischer eröffnet weltgrößte Sonnenkollektorfabrik in China
(25. Juli 2004) - Im Rahmen seiner Chinareise eröffnete Außenminister Joschka Fischer die weltgrößte Sonnenkollektorfabrik in China. Die Shandong Linuo Paradigma Co. Ltd. Ist eine deutsch-chinesisches Joint Venture zwischen der Paradigma Energie- und Umwelttechnik und dem chinesischen Glasröhrenproduzenten Linuo. Der Hauptgesellschafter von Paradigma Alfred T. Ritter (Ritter-Sport-Schokolade): "Mit der neuen Solarproduktion treiben wir den Know-how-Transfer und den technischen Austausch zwischen China und Deutschland weiter voran."

Joschka Fischer eröffnet in China neue Solaranlagen Produktionsstätte
"Deutschland und China arbeiten immer enger in Politik und Wirtschaft zusammen", sagte Fischer. "In umweltfreundliche Energieerzeugung zu investieren, ist in besonderem Maße zukunftsorientiert." Nach Unternehmensangaben weist die Sonnenkollektoren-Produktion die weltweit größte Kapazität auf.

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Franz Mechernich

@Fritz Freigassner

Leider ganz im Gegenteil, das ist so gewollt und durchaus beabsichtigt!

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Fritz Freigassner

Die "Erneuerbaren" haben ihren Namen davon,

dass der Staat die Förderungen u. Subventionen ständig "Erneuern" muß, sonst gehen sie in Konkurs. Vor allem müssen die Unterstützungen immer weiter erhöht u. mit noch längeren Laufzeiten versehen werden. Bis zum St. Nimmerleinstag. Das hier eine rabiate Umverteilung von unten nach oben stattfindet mit einer noch rabiateren Umformung der Landschaft haben Trittin u. sein Freund Röttgen noch immer nicht kapiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.04.2012 23:35 Uhr
Ludwig Kirschstein

Franz, nehmen Sie zur Kenntnis

, dass ersterns das EEG nicht durch Subventionen getragen wird. Mit anderen Worten: der Staatshauhalt wird von den EE nur insoweit berührt, als er Steuern einnimmt, die beim Handel mit EE fällig werden, das betrifft zum Bleistift die Betreiber von PV-Anlagen, die Steuern auf den Ertrag abführen müssen.

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Gerhard Dünnhaupt

Hatte Schumpeter doch recht?

Eine Industrie, die mit Milliardensubventionen aus der Taufe gehoben wurde und seither ununterbrochen mit weiteren Milliarden am Leben gehalten werden musste, ist eben nicht lebensfähig. Ein Wirtschaftsunternehmen ist keine Sozialinstitution. Die Chinesen verstehen das, doch unsere "soziale" Marktwirtschaft offenbar nicht.

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Harald Sulzmann

Oekologische Modernisierung Deutschlands

Was in der Solarbranche abgeht ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Deutschland von den Protagonisten der sogenannten oekologischen Modernisierung "bluehen" duerfte. Schadenfreude kann ich nicht empfinden. Qualifizierte Fachkraefte wurden in ein Geschaeftsfeld gelockt und sind nun arbeitslos, schwer zu sagen ob sie mit ihren spezifischen Kenntnissen so einfach vermittelbar sind. Dazu wurden wieder steuerfinanzierte Subventionen in den Sand gesetzt. Der Staat ist als Investitionslenker und Unternehmer schlichtweg nicht geeignet und sollte sich daher heraushalten. Uebrigens, es wird so lauthals nach Auffanggesellschaften fuer Schlecker-Mitarbeiter gerufen, wie waere es denn jetzt mit etwas aehnlichem fuer Q-Cells? Gruene und SPDler bitte melden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 23:33 Uhr
Christian Wrobel

Herr Sulzmann, wenn das so ist, dann werden die "Premiumhersteller"

sicher auch nichts dagegen haben, dass das Dienstwagenprivileg abgeschafft wird?! Ca. 2/3 aller Premiummodelle in Deutschland werden als Firmenwagen zugelassen! Subventionsanteil ist ein geschätzter hoher einstelliger Milliardenbetrag. Aber keine Sorge, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr!

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Harald Sulzmann

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

Ihr Hinweis auf die Abwrackpaemie geht da etwas ins leere. Gerade die viel gescholtenen Premiumhersteller in Deutschland haben am wenigsten von der Abwrackpraemie profitiert. Sie haben sich mit ihrem ausgezeichneten Geschaeftsmodell aus qualitativ hochwertigen und technisch anspruchsvollen Fahrzeugen auf den Weltmaerkten durchgesezt. Ich tritt schon jetzt der kalte Schweiss auf die Stirn wenn einer unserer Politamateure hier anfangen will herumzulaborieren.

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Ludwig Kirschstein

Ein Vorgeschmack dessen, was uns

ohne ökologische Modernisierung blüht, hat die amerikanische Autoindustrie vor 1-2 Jahren gegeben, die große und durstige Schlitten produzierte und die Entwicklung verschlief, und nur dank massiver US-Subventionen vor der Pleite gerettet wurde. Als es hierzulande mit den Autos schlecht lief, gab es die Abwrackprämie, so ist das.

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Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 02.04.2012 17:25 Uhr

Green New Deal!

Wie schade, daß die Grünen nach der letzten Bundestagswahl nicht die Chance bekommen haben, die Republik mit 2 Mio "grünen" Jobs zu bereichern. Halten wir also fest: Weder klappt die Energiewende noch wäre derlei absehbar, noch werden auf diesem Weg Jobs geschaffen. Es wird Zeit dies einzusehen und die Profiteure des ökologisch-industriellen Komplexes endlich vom Hof zu jagen. Je eher, desto besser!

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Ludwig Kirschstein

Retter und Totengräber

"Wo sind denn jetzt die Retter??"

Es hätte schon gereicht, wenn die Kürzung der Solarförderung weniger drastisch ausgefallen wäre; Sie liegen mit Ihren Vermutungen gar nicht so falsch.

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Rolf-Dirk Maehler

Wenn ein Unternehmen in die Insolvens gerät, ist das wahrlich kein Anlaß zum jubeln

Aber die Gründe sollte man schon hinterfragen. Ein nicht unwesentlicher Teil ist sicher dem Management anzulasten. Aber auch die Bundesregierung sollte sich mal ein paar Fragen stellen. Wenn der Staat über eine oder mehrere Branchen eine warmen Geldregen an Subventionen herniedergehen lässt, dann kann das kaum ohne Einfluß auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bleiben. Auch können die Strukturen der fraglichen Firmen durch derartige Verfälschungen der Marktgegebenheiten nicht unberührt davon bleiben. Daß die Politik in der Lage wäre Technologien und Marktchancen richtig einzuschätzen, wäre etwas völlig neues und trotzdem wirft man mit Steuergeldern säckeweise um sich. Nachher sind natürlich immer andere schuldig. Und auch an den Börsen sollten sich einige Leute mal ein paar Fragen stellen oder wer hat im fraglichen Fall eine DAX-Kandidaten benannt? Subventionen, Technologien und Märkte können ganz schön verwirrend sein und auch diese Einschätzungen wollen gelernt sein.

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Paul Banaschak

das Jobwunder löst sich mehr und mehr in Luft aus

und das, obwohl noch immer Mrd. EUR Subventionen in die Solarbranche fliessen.
Und uns wollte, nein will Rot/Grün noch immer weismachen, dass in der Solarbranche die Zukunft des Arbeitsmarktes liegt.
Wann lernen die deutschen Wähler endlich mal, dass Rot/Grün lediglich Arbeitslosigkeit erzeugen kann?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 00:30 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 03.04.2012 00:30 Uhr

Rot/Grün

hat Hartz-Reformen durchgeführt, ohne die D nicht so locker-flockig durch die Finanzkrise gekommen wäre...es waren die Sozis, die Deutschlands Wirtschaft fit für das 21. Jhdt gemacht haben, nicht die Big-Brother-Spasspartei und auch nicht die Herdprämienpartei...

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Ludwig Kirschstein

Rot grün-scharz gelb

"Wann lernen die deutschen Wähler endlich mal, dass Rot/Grün lediglich Arbeitslosigkeit erzeugen kann?"

Was meinen Sie eigentlich?
Das EEG wurde von der Regierung Kohl fraktionsübergreifend beschlossen.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 02.04.2012 16:58 Uhr

.....und dann waren's nur noch drei.

Innerhalb eines Jahres sind jetzt 4 Solarfirmen pleite und die neueste Förderkürzung ist noch nicht mal in Kraft. Solarworld schreibt auch schon 220 Mio € Miese und ist wohl der Nächste, denn die Aktie ist im freien Fall. Wo ist jetzt die Euphorie der Grünen mit den angeblich 350000 sicheren Arbeitsplätzen? Sie schmelzen wie Butter in der Sonne. Unternehmen die nur durch Subventionen bestehen können, sind auf Sand gebaut. Hinzu kommt noch dass ihr F&E-Anteil gerademal 1,7% ist, wobei 8 bis 12% für innovative Unternehmen normal wären. Da muss es nicht wundern wenn die Chinesen mit dem gleichen Produktions-Equippment, das übrigens ebenfalls von deutschen Herstellern ist, die gleiche Qualitat zu niedrigeren Preisen liefern. Inzwischen ist der Kostenanteil der PV-Module an einer 5 kWp Solaranlage von ehemals 80% auf 40% abgesunken und der Boden ist noch nicht erreicht. Für den Eigenverbrauch wird Solarstrom jetzt richtig attraktiv. Realisierbar ist dies jedoch nur für kleine Unternehmen.

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Walter Raubein

2010 PVSEC Valencia war doch alles toll

2010 hab ich Kunden der Solarbranche technisch Betreut und wurde zur Messe-Party von Q-Cells eingeladen; Riesen Feier mit über 500 Gästen - Essen, Trinken, Lifebands, DJs, Designermöbel.

Und keine zwei Jahre später ist der Laden Pleite. Saubere Leistung.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 02.04.2012 16:08 Uhr

Subventionen als Geschäftsmodell?

Der Fall zeigt (wieder einmal), dass Subventionen kein brauchbares Geschäftsmodell sind. Der deutsche Stromverbraucher, der die deutsche Solarindustrie über seine Stromrechnung zwangsweise fett gemästet hat, registriert nun mit Genugtuung die Abmagerung dieser Branche.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 08:08 Uhr
Paul Banaschak

Die Soziale Marktwirtschaft bringe ich mit Ludwig Erhard in Verbindung

und L. Erhard hat nie gesagt, dass es richtig ist, Unternehmen vor dem Konkurs zu bewahren oder Subventionen zu verteilen. im Gegenteil, er hat immer gegen Subventionen gekämpft, auch in den sozialversicherungssystemen war er gegen staatliche Eingriffe.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 03.04.2012 00:32 Uhr

Herr Rinker

Na und ob Subventionen ein brauchbares Geschäftmodell sind. Fragen Sie mal die dick alimentierte Atombranche (die ihre Technologie weder erforschen musste noch die Risiken/Abfälle selber tragen muss).

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Dietmar Fleischhauer

Herr Dünnhaupt

Wozu denn der ganze Aufstand? Sind die Starken denn nun stark oder nicht? Wenn ja, benötigen sie keine Hilfe, wenn nicht, gibt es keinen vernünftigen Grund, sie mit anderweitig besser aufgehobenem Geld künstlich zu päppeln. Jede willkürliche Umverteilung hat mit größter Wahrscheinlichkeit eine Fehlallokation zur Folge. Also, am besten Finger raus aus fremden Taschen!

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Gerhard Dünnhaupt

Was ist "sozialere" Marktwirtschaft? Die Schwachen retten -- oder die Starken fördern?

Erst bei Ebbe zeigt sich, wer keine Badehose an hat, sagte Warren Buffett. Die Fälle mehren sich: Karstadt, norddeutsche Werften, Opel, Schlecker und jetzt Q-Cells. Unsere "sozialen" Marktwirtschaftler und Subventionsweltmeister stehen immer wieder vor der Gretchenfrage, ob sie die Schwachen noch retten sollen, für welche die Wirtschaft momentan keinen Bedarf zu haben scheint. Wäre es nicht sinnvoller, die starken Firmen zu fördern, die sich mit eigener Kraft erfolgreich durch die Krise geschlagen haben?

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Alex Flock

Wo sind denn jetzt die Retter??

Wo sind denn jetzt diejenigen (SPD, Grüne) die großmäulig die Schlecker-Frauen retten wollten? Eine Solarfirma geht pleite, wo sind denn jetzt die grünen Politiker? Ach so, stimmt die FDP ist wieder schuld an der Pleite...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 09:14 Uhr
Alexander Hemp

vermisst

Vermisse hier auch gerade das allgegenwärtige FDP Bashing. Die Medien sagen es, also ist sie Schuld. Woran? Egal! SCHULDIG!

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 03.04.2012 00:32 Uhr

FDP?

Was ist das?

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