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Pilotenstreik Allein im Cockpit

21.02.2010 ·  Die gutbezahlten Piloten haben - anders als die Lokführer - Mühe, die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu bringen. Damit das gelingt, beteuern sie zwar, es gehe ihnen eigentlich nicht um mehr Lohn, sondern nur um Absicherung der Beschäftigung. Allein gegen alle ist ein Streik aber kaum zu gewinnen.

Von Heike Göbel
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Es sieht nicht danach aus, als habe das gute Zureden des Bundesverkehrsministers samt Hinweis auf die schwierige Wirtschaftslage die Streitparteien der Lufthansa beeindruckt. Peter Raumsauer ist auch gut beraten, sich herauszuhalten aus dem Konflikt des privaten Unternehmens.

Er sollte darauf vertrauen, dass der Konkurrenzdruck helfen wird, eine verträgliche Lösung zu finden. Das Erpressungspotential der Piloten wird durch den Wettbewerb beschränkt. So darf man annehmen, dass die Gewerkschaft Cockpit ein Eigeninteresse daran hat, den Konzern, von dem sie komfortabel lebt, am Markt zu halten.

Zudem haben die gutbezahlten Piloten – anders als die Lokführer – Mühe, die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu bringen. Damit das gelingt, beteuern sie zwar gern, es gehe ihnen eigentlich nicht um mehr Lohn, sondern nur um Absicherung der Beschäftigung. Es kann auch zu teuer werden, wenn aus besseren Zeiten stammende, überdurchschnittlich günstige Tarifbedingungen langfristig festgeschrieben werden.

Rund 4000 Lufthansa-Piloten wollen ab dem kommenden Montag in den Arbeitskampf gehen. Das Unternehemn rechnet mit Kosten von etwa 100 Millionen Euro. Es wäre der größte Streik in der Geschichte des Unternehmens.

Mit so durchsichtigen Argumenten können die Piloten kein größeres Verständnis für die geplanten Reisebehinderungen wecken. Allein gegen alle ist ein Streik kaum zu gewinnen.

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Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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