Adolf Merckle hat sich verzockt. Eine Milliarde Euro hat er angeblich mit VW-Aktien und anderen Dax-Papieren verloren. Und nun soll ihn das Land Baden-Württemberg mit einer Bürgschaft retten.
Aber so geht es nicht. Über Hilfen aus Steuermitteln für notleidende Industrieunternehmen mag man dieser Tage streiten, über Hilfe für Spekulanten nicht. Kein Spekulant darf darauf hoffen, dass ihm in schlechten Zeiten geholfen wird.
Wer schief liegt, soll die Konsequenzen tragen
Wenn er mit Aktiengeschäften schieflag, dann hat er auch die Konsequenzen zu tragen. Bei Merckle heißt das, dass der Verkauf von Tafelsilber ansteht. In erster Linie ist der Generikahersteller Ratiopharm zu nennen. Ein Verkauf würde die Finanznot sofort lindern.
Die Banken, die Merckles kreative Finanzgeschäfte mitgemacht haben, sollten ebenfalls nicht durch die Landesbürgschaft aus der Verantwortung entlassen werden.
Bei Merckle kommt nun aber zusammen, dass Ratiopharm in Baden-Württemberg sitzt und die Landesbank Baden-Württemberg einer der Finanziers der Merckles ist. Vermutlich wird die Landespolitik angesichts dieser Ballung von Interessen im Ländle, wo Politik und Wirtschaft sowieso gerne enge Symbiosen eingehen, schwach werden. Falsch bleibt es trotzdem.
Wer sind die Leidtragenden ?
Paul Rabe (heidelpaul)
- 17.11.2008, 20:06 Uhr
Was steckt hinter diesem unglaublichen Vorgang?
Karl-Heinz Klär (morgari)
- 17.11.2008, 20:07 Uhr
Was ist der Unterschied
Michael Arndt (Mikel1962)
- 17.11.2008, 20:10 Uhr
Zocker ???
Peter Herbeck M.A. (peterherbeck)
- 17.11.2008, 20:25 Uhr
Noch nie war sie so ideologisch wie heute
Herold Binsack (Devin08)
- 17.11.2008, 20:28 Uhr