Home
http://www.faz.net/-gqe-3f5a
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Pharma Schering bleibt auf Rekordkurs

 ·  Dank des ungewöhnlich guten Geschäfts in den USA könnte 2002 das siebte Rekordjahr in Folge für Schering werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Berliner Pharmakonzern Schering peilt das siebte Rekordjahr in Folge an. Auf der Hauptversammlung am Freitag in Berlin berichtete Vorstandschef Hubertus Erlen von einem insgesamt erfreulichen Jahresauftakt, der nur vom Japan-Geschäft getrübt worden sei.

„Insgesamt befand sich unser Geschäft im ersten Quartal auf einem sehr erfreulichen Wachstumspfad“, sagte Erlen. „Wir erwarten, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Quartalen weiter beschleunigt.“ Auf dem weltweit wichtigsten Pharmamarkt USA sei seit Januar ein „hervorragender Umsatzzuwachs“ erzielt worden, sagte Erlen. In Europa habe es ein „sehr solides Wachstum“ gegeben.

Lob von Aktionärsvertretern

Zudem stellte Erlen ein neues weltweit einheitliches Firmen-Logo für Schering vor, das den in grün gehaltenen Firmennamen mit einem blauem Bildsymbol, einem Netz und dem Zusatz „making medicine“ verbindet. Ziel von Schering bleibe, das hohes Wachstumstempo auch mit Akquisitionen beizubehalten und dabei speziell in den USA den Umsatz bis 2005 auf über zwei Milliarden Euro zu verdoppeln, sagte Erlen.

Die Prognosen für das Gesamtjahr ließ der Vorstandschef unverändert. Der Umsatz soll im hohen einstelligen Bereich steigern, der Konzerngewinn zweistellig. Für 2001 wird eine um 24 Prozent erhöhte Dividende von 0,83 Euro ausgeschüttet. Von Aktionärsvertretern bekam Schering insgesamt viel Lob. Kritik wurde am Japan-Geschäft und an einem gescheiterten Übernahmeversuch vor einigen Wochen in den USA geäußert.

Neuer Finanzvorstand

Die genauen Quartalszahlen will Schering erst in zwei Wochen präsentieren. Zum künftigen Finanzvorstand wurde der Schering-Manager Jörg Spiekerkötter bestellt. Er tritt in einem Jahr die Nachfolge des langjährigen Finanzchefs Klaus Pohle an, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

Zur Sicherung des Wachstums sei Schering „zurzeit sehr aktiv auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten für Akquisitionen", um das Geschäft in den Kernbereichen des Konzerns zu stärken, sagte Erlen. Vor allem analysiere man interessante Entwicklungsprojekte von Biotechnologieunternehmen, aber auch existierende Geschäfte im Bereich Dermatologie und Therapeutika.

Spielraum für weitere Zukäufe

Der finanzielle Spielraum für Zukäufe sei bei Schering insbesondere durch den erwarteten Erlös von 1,5 Milliarden Euro durch den Verkauf der Finanzbeteiligung Aventis CropScience stark erhöht worden. Besondere Erwartungen als Wachstumsträger der Zukunft verbindet Schering nach den Worten von Erlen mit der Empfängnisverhütungspille Yasmin. Für dieses Produkt sehe man ein Umsatzpotenzial von über 300 Millionen Euro im Jahr. Hinzu kämen weitere neue Medikamente. „Insgesamt erwarten wir, dass unsere im vergangenen Jahr neu zugelassenen Produkte in den nächsten Jahren noch stärker zum Wachstum beitragen werden", sagte Erlen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Wie die Jugend Arbeit findet

Von Dietrich Creutzburg

Projekte zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die sich vor allem über Milliardenbeträge und schöne Begriffe definieren, nähren schnell falsche Hoffnungen. Die Bundesarbeitsministerin weiß das - hoffentlich. Mehr 3

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.