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Pforzheim Wie die Rhön AG erfolgreich eine Klinik saniert

20.02.2006 ·  Es gibt kommunale und landeseigene Kliniken, in denen derzeit der Ausstand angesagt ist. Nicht so im Klinikum Pforzheim. Das ehemals städtische Krankenhaus gehört heute zum börsennotierten Klinikkonzern Rhön-Klinikum.

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Es gibt kommunale und landeseigene Kliniken, in denen derzeit der Ausstand angesagt ist. Nicht so im Klinikum Pforzheim. Das ehemals städtische Krankenhaus gehört heute zum börsennotierten Klinikkonzern Rhön-Klinikum AG.

Das war nicht immer so. Das defizitäre Haus befand sich im Eigentum der Kommune und lief mehr schlecht als recht. Ein jährliches Defizit von drei Millionen Euro und Schulden von 35 bis 37 Millionen Euro machten Pforzheim das Leben schwer. Der Gemeinderat beschloß, das Haus zu veräußern.

Damit sind jetzt die Defizite, die Schulden (die der neue Eigentümer gleich mit übernommen hat) und auch die Verwaltungsarbeit weg. Über den Preis für das Krankenhaus wurde Stillschweigen vereinbart. Die Rhön-Klinikum AG investiert derzeit 23 Millionen Euro in Aus- und Umbau.

"So etwas hätten wir nicht stemmen können", ist aus der Kreisverwaltung zu hören. 520 Planbetten hat das Krankenhaus, 22 000 Patienten wurden 2005 stationär und 40.000 ambulant versorgt. Pforzheim hat sich an dem Klinikum einen Anteil von 5,1 Prozent vorbehalten. Da Entscheidungen über das Schicksal des Krankenhauses einstimmig fallen müssen, hat die Stadt noch ein Mitspracherecht. Die Mitarbeiter wurden übernommen. Die neuen Tarifverträge wurden in Anlehnung an die öffentlichen Tarifverträge ausgehandelt. An einem verbesserten Angebot wird immer weiter gearbeitet, um das Krankenhaus für Patienten attraktiv zu machen. Dabei gibt der Versorgungsauftrag den Rahmen vor.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 19.02.2006, Nr. 7 / Seite 40
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Von Heike Göbel

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