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Personalvermittlung Jobpilot landet bei Adecco

06.02.2002 ·  Der weltgrößte Personaldienstleister Adecco will die Internet-Stellenbörse Jobpilot übernehmen.

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Der weltgrößte Personaldienstleister Adecco will den Internet-Stellenmarkt Jobpilot übernehmen. Adecco hat ein Übernahmeangebot für alle Aktien von Jobpilot in Höhe von 5,30 Euro je Anteilsschein abgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat von Jobpilot haben dem Angebot bereits zugestimmt. Seinen Aktionären empfiehlt Jobpilot, das Angebot anzunehmen.

Damit wird bald ein weiteres Unternehmen vom Kurszettel am Neuen Markt verschwinden. Im März 2000 kamen die Jobpilot-Aktien mit einem Ausgabepreis von 23 Euro an die Börse. Auf Basis des angebotenen Kaufpreises ist das Bad Homburger Unternehmen, dessen Aktien am Vortag bei 4,98 Euro schlossen, mit 70 Millionen Euro bewertet.

Die drei größten Aktionäre, Jobpilot-Chef Roland Metzger, die United Internet AG und der Wagniskapitalgeber Private Equity Bridge Finance, die zusammen 69 Prozent an Jobpilot halten, haben dem Angebot bereits zugestimmt. Der Abschluss des Angebotes sei für April 2002 geplant, hieß es. Voraussetzung sei eine Annahmequote bei den Aktionären von 75 Prozent und die kartellrechtliche Genehmigung.

Marke bleibt, Unternehmen verschwindet

Ein Sprecher von United Internet sagte, nach erfolgreichem Abschluss der Offerte werde das Listing von Jobpilot am Neuen Markt voraussichtlich aufgegeben. Der Name bleibe aber erhalten. Der im Nemax 50 gelisteten United Internet fließen durch den Verkauf den Angaben zufolge rund 18,5 Millionen Euro zu.

Der Personaldienstleister Adecco, der 2000 mit der Übernahme von Olsten zum Weltmarktführer aufrückte, erschließt sich damit die Online-Stellenvermittlung innerhalb Europas. Jobpilot, 1995 als Jobs & Adverts gegründet, ist in 14 europäischen Ländern aktiv.

Sinkende Gewinne auch in der Zeitarbeit

Adecco vermittelt in annähernd 6.000 Büros in 58 Ländern pro Tag über 700.000 Zeitarbeiter und pro Jahr fast 100.000 Vollzeitarbeitsstellen. Die derzeitige Konjunkturflaute bekam auch der Branchenriese zu spüren. Im Jahr 2001 sank der Gewinn um sechs Prozent auf 702 Millionen Franken (etwa 477 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 27,2 Milliarden Franken. Im letzten Vierteljahr 2001 sank der Umsatz um 12 Prozent auf, während sich der Betriebsgewinn um 36 Prozent verschlechterte.

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Von Gerald Braunberger

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