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Personalberater klagen Manager belasten den Ruf der Wirtschaft

 ·  Personalberater kritisieren die Abgehobenheit mancher Manager. Sie fordern mehr Verantwortungsbewusstsein auf den Chefetagen - und Aufsichtsräte, die durchgreifen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)
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Siegfried Koch

Sex, Macht und Geld

waren schon immer Fallstricke des Menschen! Ein Gang durch die Geschichte liefert allerhand Beweise!
Manchmal ist alles miteinander gepaart, da paßt Ergo & Provisionen wunderbar zusammen!
Heute kommt noch dazu, dass eine "Verantwortung gegenüber Gott" als läppisch abgetan wird! aber auch das zeigt die Geschichte: Wo man nur noch "sich selbst verantwortlich ist" da fällt man den oben genannten Mächtigkeiten anheim!
Und da die Manager ja fremder Leute Kapital verwalten, ist die gewissensmäßige Bindung lockerer als je zuvor! Bei Eigentümer geführten Unternehmen sieht das noch ein wenig anders aus, da hier die Verantwortung über das eigene Kapital vorhanden ist!
Die Familie "Bosch" hat sich von der Börse zurückgezogen, weil sie gemerkt haben, dass hier zu viele andere über den Kurs der Firma bestimmen! Das Familienunternehmen kam relativ gut durch die Krise, weil hier die Verantwortung gegenüber dem Anvertrauten (Eigentum verpflichtet! GG ) höher bewertet wird als der "schnelle Gewinn".

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Günther Meinhold

Große Unternehmen sind Hierarchien und nicht demokratisch

Sie können deshalb ähnliche Symptome aufweisen wie Monarchien oder Diktaturen, einschließlich des Realitätsverlustes der Führungsspitze. Ich habe mich mit diesem Thema in meinem Buch "Die Informationsbarriere" beschäftigt und finde meine Aussagen durch aktuelle Ereignisse immer wieder bestätigt. Hier noch ein kurzes Zitat:
In der Phase des Niedergangs hat sich die Hierarchiespitze, umgeben von einem Hofstaat williger Mitarbeiter, so weit von der Realität gelöst, dass sie die Möglichkeiten der Organisation über- und die Risiken der eigenen Pläne unterschätzt. Verstärkt wird dieser Effekt durch die bewusste Kontrolle und Manipulation von Informationen. …. Die höchsten Repräsentanten der Hierarchie werden auf diese Weise hofiert und in ihrem ohnehin nicht geringen Selbstbewusstsein, das sie bis an die Hierarchiespitze befördert hat, bestärkt. Proklamierte Gottgleichheit und überirdisches Sendungsbewusstsein sind nur die Spitze des Eisberges aus Personenkult und Selbstüberschätzung.

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Heinz Kunz
Heinz Kunz (omgakawtf) - 23.12.2012 11:17 Uhr

Personalberater sind die Spielerberater der Wirtschaft

und genauso umgarnen manipulieren und hieven sie diese in einen Hort des manipulativen Geldverdienens gegen Provision. Nunja, wer die ganzen Verantwortlichkeiten outsourct wie mittlerweile üblich in der Wirtschaft hofft damit auch, die Verantwortung los zu sein. Dies ist aber gerade bei den Human Ressourcen und auch Kundendaten etc. gegen alle geschäftlichen, moralischen und gesellschaftlichen Normen und Verantwortlichkeiten aus den geltenden Gesetzen!

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günther reichert

In Unternehmen wie AGs gibt es keine Verantwortung ,es gibt nur die"Verantwortung "definierte Ziele

zu erreichen.Und diese Verantwortung hat nichts mit dem üblichen Verständnis von Verantwortung zu tun.Die mißbräuchliche Verwendung des Begriffs Verantwortung sieht man beispielsweise wenn Manager Jemanden los werden wollen,weil dieser Jemand gefährlich für sie werden könnte,dann nimmt man diesem Jemand die Jahresziele weg und definiert laufen neue zB Monatsziele ,die dieser Jemand erfüllen soll,obwohl er die Arbeitsmittel oder Personal nicht hat.Und sagt dabei,dass dieser Jemand nun (plötzlich) selbstverantwortlich als Person für sein Tun sei.So kann man dann besser kündigen.
Daran sieht man,dass ein Manager gar nicht verantwortungsfähig ist.Viele Manager auf verschiedenen Stufen ,die ich kennenlernte,wurden befördert,gerade dann,wenn sie Mist gebaut haben,aber zwischendurch es ermöglicht hatten,dass der nächst höhere Manager Karriere gemacht hat.In AGs gibt es"Personenloyalität"selbst dann noch,wenn diese nicht mehr angebracht ist und Sachloyalität notwendiger denn je geworden ist.

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K. Peter Luecke

Also wenn die Firmen gute verbraucherfreundliche Produkte bieten ...

... ist mir das Privatleben von deren Mitarbeitern ziemlich egal. Moralismus ist allenfalls dann von Relevanz, wenn die Firmenleistung darunter leidet oder sich sonstwie gesellschaftsschädigende Effekte ergeben. Ob die Firmen nun den Managern irgendwelche Fantasieboni zahlen oder dem Topp-Vertreter die Übernachtung in einer Luxus-Suite gönnen - bezahlen müssen das letztlich die Aktionäre. Und für die stellt sich die Rechnung im Zweifel anders dar als für den einflusslosen Steuerzahler bei Staatsunternehmen.

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Closed via SSO
vera schmidt (vera-s) - 22.12.2012 17:02 Uhr

Titel eingebe „Die Manager fühlen sich sicher. Sie haben das Gefühl, dass sie sich ihre Regeln selbst setzen können.“n

ja genau, und das dürfen sie auch, so wie alle anderen der sogenannten eliten unserer heutigen gesellschaft z.b. in der politik ebenso!
es geht alles rein, jede misswirtschaft wird noch mit boni belohnt, zuvor wird ein bissl an der bilanz geschraubt, damit der misserfolg nicht gar so misslich wirkt.
es werden gesetze und verträge gebrochen am laufenden band, ohne dass jemand dafür gerade stehen müsste. und auch ohne dass das volk dagegen aufsteht, dass die dinge noch viel zu sehr auf der materiellen ebene betrachtet: uns gehts doch eh noch gut...
für diese misswirtschaft werden sie auch noch belohnt, indem sie dann beim staat, und somit bei uns steuerzahlern die hand aufhalten dürfen, damit sie "gerettet" werden
europa wird sehenden auges ins desaster geführt, aber an den rahmenbedingungen, an der ganzen bisherigen gangart hat sich trotz zahlreicher lippenbekenntnisse genau gar nichts geändert.

fazit: sie fühlen sich sicher, weil wir als gesellschaft sie sich sicher fühlen LASSEN!

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Günter Jäger

Was raten die Aufsichten?

Aufsichtsräte werden oft aus den ehemaligen Vorständen berufen oder aus anderen Gebieten, wie die Elefantenfriedhöfe von Politikern. Bei staatlichen Unternehmen, vor allem Banken (Landesbanken, Sparkassen, Volksbanken), aber auch Energieunternehmen, städtischen Unternehmen und anderes, sind dann nicht nur die Berater und Aufsichtsräte sachfremd, sondern auch die Top Manager sachfremd. Da wird nicht nur das Vorstandsgehalt teuer, sondern auch Entscheidungen. Seehofer sagte vor CSU-Mitgliedern zu Berlin: "Die können nixht einmal einen Flughafen bauen". Kretschmann wird letztlich doch ja aber zu Mitfinanzierung von Stuttgart 21 sagen müssen. Da wird es dann einmal nicht darum gehen, ob Reisen und Konkubinen an der Spitze der Fehlinvestitionen sind, sondern welches Bundesland und welche Stadt das meiste Geld aus den Steuern der Bürger verschleudert. Dazu gehören natürlich auch die Kosten für Strom, Müllabfuhr, Strassen, Tunnells u.s.w.

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Simplicius Simplicissimus

Die Spätfolgen der geistig-moralischen Wende und des Sieges über die Kommunisten

Uups, was ist das denn für ein Zusammenhang wird sich jeder Leser fragen, nur nicht jene, die das System des real-existierenden Sozialismus in der Ostzone studieren konnten.

Deutschland 2012 ist so etwas wie eine Neuauflage des stalinistischen Führungskaderdiktatursystems, nur eben mit kapitalistischen Mitteln und Instrumenten optimiert. Daher der heute in den deutschen Konzernunternehmen vorherrschende Totalitarismus, der täglich auf der Jagd nach neuen Sensationsmeldungen und Hoffnungsträgern ist, weil im so gut wie alle inneren Qualifikationen fehlen.

Die geistige, ethische, sittliche, professionelle und intellektuelle Verarmung der heute herum marodierenden und brandschatzenden "Führungskräfte" ist auf die Parole "Können? Können muss nicht sein. Kennen! Kennen muss sein!", mit der Kohl, Genscher & Konsorten ihre Erben in diese neuen Kaderfunktionärswirtschaft entlassen haben.

Total realleistungsunfähig, aber INSM-Botschafter.

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Heike Schneider

Zieht sich durch alle Lebensbereiche...

...der Vermieter, der mnt im Haus wohnt und von mir die Einhaltung der Ruhezeiten erwartet hat, sich selbst und seiner Famile aber keine Grenzen zu setzen gedacht hat. In der nachfolgenden Wohnung die Nachbarn, die von anderen Rücksicht erwarten, aber die Regeln des unterschriebenen Mietvertrages nicht einhalten. Die Ruhezeiten einhalten sollen die anderen, das Putzen und die Hausordnung machen sollen die Anderen. Das Leben der Anderen - viel Spaß am Kommunismus. Und Vermnieter kümmern sich auch kaum um ihre Immoblien, wohnalagen. Mit solchen Mneschen kann man keinen Staat mache und alle werden arm. Abzocken , sich um nichts knümmern, Realitätsverlust. alles auf andere Menschen abwälzen. Mir ist nur noch übel! Oder nach Oben buckeln und danch unten treten. Es gibt immer einen, den man dann zum Sündenbock erklärt, vor allem diejenigen die das Mindestmaß an Recht und Moral fordern. wie die Vampire kleben sie an denjenigen, die sich verpflichtet fühlen Moral und Gesetze einzuhalten!

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 22.12.2012 12:29 Uhr

Versicherungsgesellschaft Ergo belohnt erfolgreiche Vertreter mit Prostituierten auf Firmenkosten

Und Lobbyverbände belohnen in ihrem Sinne erfolgreiche Abgeordnete mit Prostituierten auf Fimenkosten. Wenn Manager der Ruf der Wirtschaft belasten, dann belasten korrupte Abgeordnete den Ruf der Parlamente. Und der ist heutzutage noch wesentlich schlechter als der der Wirtschaft. Warum wohl?

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Otto Meier

Befürchten die Headhunter etwa, selbst in einen schlechten Ruf zu geraten?

Keine Sorge, den haben sie schon. Ansonsten trifft der Beitrag durchaus des Pudels Kern.

Schon hunderte Jahre vor Christi Geburt hatten die Griechen eine Parabel vom Magen und den Gliedern, die später durch Menenius Agrippa und andere vielfach aufgegriffen, abgewandelt und auch zweckentfremdet wurde. Darin werden die Einheit des menschlichen Körpers und die Abhängigkeiten seiner Organe beschrieben mit dem Ergebnis, daß nur ein Zusammenwirken aller Organe die höchstmögliche Leistung garantiert und die Verweigerung einzelner, scheinbar unwichtiger Organe den Tod des gesamten Körpers verursachen kann.

Das scheinen unsere "Eliten, Experten und Leistungsträger" längst vergessen zu haben, anders ist ihre Realitätsferne nicht mehr zu erklären. Denn sie selbst sind es, die an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. Allerdings gilt das auch für den Rest der Gesellschaft, der nie gelernt hat, seine berechtigten Ansprüche an die Gesellschaft durchzusetzen.

Es gehören eben immer mindestens zwei dazu

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Jörg Feller

Wie nennt sich der Berufsstand, der die überwiegend aussucht? Ach. So, Personalberater ...

...

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Georg Kerksieck
Georg Kerksieck (hugk) - 22.12.2012 10:10 Uhr

Unerzogen

Was da von deutschen Managern berichtet wird kann man auch von vielen Grundschulkindern sagen: Einfach schlecht erzogen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.12.2012 11:57 Uhr
günther reichert

@Georg Kerksieck

Ungezogenheit und Verletzung werden oftmals von Managern als Voraussetzung zur Beförderung gesehen.Moral ist eigentlich eine Konvention von Menschen wie man in einem Unternehmen zusammenleben will.Im Prinzip will man nicht mehr zusammenleben,sondern zusammenfunktionieren,mit der Wirkung für Vorteile für die
Einen ,erhebliche Nachteile für die Anderen.Deshalb kennt man auch im Sprachgebrauch zB den Mann fürs Grobe oder die Kombination des scheinbaren Retters und seines Mitspielers des Schlächters.

Es stellt sich die Frage,wie ein Einzelner sich in einem moralfreien Umfeld sich wehren kann.Strategische Allianzen funktionieren in einem morallosen Umfeld nicht mehr.Mancher kennt das Phänomen,wenn einer sich wehrt und sich auch für das Ganze einer Sache einsetzt,dass der liebe Kollegen rasch von der "Bahnkante" zurücktritt.
Ein Lösungsansatz wäre,dass man den Gesetzen,denen ja eine Moral(Konvention wie halten es wir) innehaben eine hilfreiche Erweiterung verpasst.

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Closed via SSO

Nett, dass die Personalmanager sich freisprechen

Aber: wer installiert denn diese grosskopferten , halbwissenden, Dilettanten in den Führungs-Etagen. das sind doch die Personalmanager. Die Auswahl-Kriterien sind seit 1958 mmer dieselbe: Druck machen können, bedingungsloses Scheitern zulassen, Egozentrik auf der allerhöchsten Stufe und Menschenverachtung als Lebensthema! Die Leiden der Leitenden hat schon 64 davon berichtet, immer noch richtige Bestseller. 95% aller Vorsitzenden inkl. Cromme sind psychisch defekt. (Prüfe die Geschäftsberichte von Krupp seit 25 Jahren und man wird feststellen, dass dieser Konzern durch und durch marode ist- dank seiner Führung!)

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22.12.2012, 09:08 Uhr

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