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Parlamentswahlen Was ein Euro-Austritt für Griechenland bedeuten würde

 ·  Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde für alle unglaublich teuer. Aber für die Griechen wäre er eine große Chance - auf nichts Geringeres als ein Wirtschaftswunder.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (27)

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Ronny Schaffer

"Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde für alle unglaublich teuer. "

Dies scheint die einzige wirklich ernste Gegenargumentation zu sein und es ist ein Totschlagargument. Es ist wie mit der Computerpanik um 2000, als verbreitet wurde, dass sämtliche Systeme durch den Zahlenwechsel zusammenbrechen könnten (!), passiert ist im Endeffekt recht wenig. Die UNsicherheit vor der Zukunft (die irgendwie doch immer bleibt, egal wie reich oder arm ein Land ist) wird immer dann angefacht, wenn es vernünftige Entwicklungen zu mehr kollektver Vernunft statt des irren Theaters vergangener Tage gibt. Würde die gleichen Leute weiter mit ihrem Auto in die gleiche falsche Richtung fahren, wenn sie merken, diese ist kein gute Richtung? Eine Umkehr wäre zu teuer, also Vollgas vorraus!
Mit dieser Argumentation, die jeglichen Widerstand im Keim erstickt (ersticken soll?) wurden Milliarden verschleudert (und zwar hunderte unvorstellbarer Beträge!) ohne dass sich GRUNDsätzlich irgendetwas geändert hätte. Alles andere aber wäre zu teuer... netter Versuch.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 17.06.2012 19:06 Uhr

Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde für alle unglaublich teuer.

Wenn ein Zwerg vom Kreuzfahrtschiff springt und dabei das Schiff fast zum kentern bringt, ist dies doch der Beweis, daß der Euro eine Fehlkonstruktion war und ist. Also sollte man doch das Projekt Euro endlich begraben, bevor es mit Portugal, Spanien, Italien und Frankreich noch teurer wird und alle zusammen absaufen, weil der Dampfer U-Boot spielt.

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Michael Bohnert

Griechenland und Argentinien

Ein Vergleich zwischen beiden Ländern ist duchaus korrek: in beiden herrscht Korruption und absolute politische Unfähigkeit. Argentinien konnte sich zwar damals nach der Abwertung schnell erholen, aber ausschliesslich dank enorm gestiegener Preise für landwirtschtschaftliche Produkte, die seit jeher -mit und ohne Abwertung- die Grundlage für den argentinischen Reichtum darstellten. Reformen wurden in keinster Weise angegangen und heute steht das Land wieder vor dem witrtschaftlichen Kollaps, jetzt mit einer inzwischen völlig verrotteten Infrastruktur. Dieses dank der populistischen Politik der letzten Regierungen. Mit anderen Worten: Argentinien als Vorbild anzupreisen ist -gelinde gesagt- verantwortungslos.

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Otto Meier

Es macht keinen Unterschied,

da die Euro-Schulden Griechenlands bleiben und das Land seine Schulden so oder so nicht bedienen kann. Und wer glaubt, die griechischen Verhältnisse würden sich ohne Euro bessern, der täuscht sich. Denn dann fehlt der Druck, Veränderungen herbeizuführen. Und, Europa kann und wird Griechenland so oder so nicht fallen lassen.

Was aber zum echten Problem für die Euro-Zone werden könnte, sollte Griechenland mit Drachme und europäischer Unterstützung wieder auf die Beine kommen, wäre das so für weitere Mitglieder der Euro-Zone gegebene Beispiel. Der Euro wäre sehr wahrscheinlich tot.

Da aber das größte Problem, das permanente Zocken gegen den Euro, weiterhin ausgeklammert wird, spielt Griechenland so gesehen überhaupt keine Rolle. Die Zocker werden den Euro schon noch schaffen und mit ihm nicht nur die Euro-Zone, sondern ganz Europa. Vielleicht ist das der Plan?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 20:10 Uhr
Wolfgang Graf von Ballestrem

Wer sind die Zocker, die das größte Problem bilden?

Können Sie die Namen und die Arbeitsweise der Zocker nennen, die uns zugrunde richten? Unsere lieben "Euro-Retter" finden 1000 Möglichkeiten, wie sie mit unseren Steuergeldern uns abzocken können - ich habe aber noch nie eine Idee gehört, wie und welchen Zockern das Handwerk gelegt werden könnte!

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Gerhard Dünnhaupt

Übertriebene Befürchtungen außerhalb Europas?

Die Besorgnis, dass die griechische Wahl weltweite Wellen schlagen wird, ist wohl grundlos. Dank der jahrelangen Verzögerungen der Kanzlerin waren doch ausländische Investoren längst ausreichend gewarnt, um ihre Investitionen nach und nach zu reduzieren.

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Walter Hedderich

WENN alles geändert wäre was geändert werden muss

damit GR außerhalb des Euros gesundet, dann könnte GR auch im Euro bleiben.

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Paul Hansen

Die Drahma ist kein Allheilmittel....

ERSTmal befuerchte ich, dass die gr. Regierung gezwungen werden muss, den Euro zu verlassen, die werden (egal of Nea D oder Syriza) alles versuchen... Und um den Eurohahn abzudrehen, muesste Bruessel/EZB tatsaechlich durchgreifen - glaubt das jemand ernsthaft?
Mit Grenzen zumachen, Kapitalverkehrskontrollen etc? Mitten in der Urlaubssaison? Und selbst wenn tatsaechlich die Drachme wieder eingefuehrt wird.. das hilft nur, wenn Einnahmen/und Ausgaben zueinanderpassen, Korruption beendet, die Verwaltung auf Vordermann gebracht wird...Und ich traue offen gestanden keinem der Politker dort zu, die entscheidenden Schritte zu machen.
Der Euro kann nur Paralellwaehrung sein, wenn er weiter existiert. Im Falle von "Grexit" hat die EU den Geldhahn zugedreht - und dann werden die Maerkte annehmen, dass dieses auch fuer Italien und Spanien (zu gross) - irgendwann - der Fall ist. Und dann ist der Euro schneller Geschichte, als GR die Drahme einfuehren kann.
Heute ist nur der Anfang......

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Karzan Kurdistani

Griechenland wird wieder Frei!!!

Der Austritt der Griechen aus der gemeinsamen europäischen Währung bedeutet Freiheit!! Ich hoffe, dass die Griechen genug mut haben und sagen Nein!! zur EZB und die Versklavung durch Bankenpolitik und ihrer Sprecherin Frau Merkel... Nur dumme Menschen glauben, dass uns hierzulande gut geht!! Es ist nur eine gezielte Informationspolitik der Manipulation und Verblendung um Frau Merkel wiedergewählt zu werden und ihre Aufgaben richtig erfüllen. So können die Banken mehr Profit erzielen, und die Würde des Menschen mit Füßen treten. Heute Griechenland morgen Spanien und übermorgen??? wann kommen wir denn dran? 2015, 2016...???

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Closed via SSO
Zoufal Johann (Johanik) - 17.06.2012 12:31 Uhr

Kannste vergessen!

Den Gedanken an einen Euro-Austritt Griechenlands kann man vergessen. Es gilt das Wort Kohls: Die Entwicklung ist unumkehrbar. Europa ist unser Schicksal - Die Politiker werden nie erlauben, dass Zweifel an ihrem Projekt um sich greifen. - Insofern ergeben sich m.E. Bezüge zur Politik der SED, die jeden Zweifel an ihrem Weg schon als konterrevolutionär auffasste. Merkel setzt diese Linie, die wohlgemerkt auch die Linie Kohls ist fort: Vorwärts und nicht gezweifelt, es gibt keine Alternative.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 17.06.2012 12:09 Uhr

Kein Wille zur Lösung sichtbar

Das Geld das in Griechenland geschuldet wird ist doch in JEDEM Fall schon verloren, man taut sich nur nicht es offiziell abzuschreiben.

Und für das Hauptproblem, die aufgeblähte aber untätige Verwaltung, die sich standhaft weigert Steuern einzutreiben (und dann auch dem Staat abzuliefern und nicht selbst zu behalten!) ist keinerlei Lösung, nicht einmal ein Wille zur Lösung sichtbar.
Die OECD hatte doch schon festgestellt, diese Verwaltung sei nur noch mit einem großen Knall reparierbar.

Aber da ihnen hierfür keine Lösung einfällt sagen die Euro-Phantasten nur "Augen zu und einfach ewig weiter Geld reinschütten", Deutschland muß einfach zahlen.

Wichtig ist nur dass das Sandkastenspiel "Euro" weitergeht damit in Brüssel endlich eine zentrale DDR.2 eingerichtet werden kann und dass es Deutschland keinesfalls besser geht als anderen.

Übrigens: In Teilen Spaniens und in Süditalien siehts sicher nicht viel anders aus als in Griechenland.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 16:11 Uhr
Carmen Munoz
Carmen Munoz (Muncar) - 17.06.2012 16:11 Uhr

Übrigens: In Teilen Spaniens und in Süditalien siehts sicher nicht viel anders aus als in Griechenla

Sie kennen sich wirklich gut...
Und wie sieht es aus mit den subventionierten und stark verschuldeten deutschen Bundesländer?
Wir, Südländer wissen ganz genau, wo die Fehler und wer die Fehler in unseren Ländern gemacht haben, dass brauchen Sie Deutschen nicht sagen.
Was Ihre (nur deutsche?) Gelder betrifft, vergessen Sie nicht, dass Ihre wunderbare, gerechtes Land bis vor kurz noch Waffen, Kampfflugzeuge an Griechenland verkauft hat, ja, mitten in der Krise und als Gegenleistung für die Hilfe.
Es ist schon bekannt, dass die Deutschen nciht den Müll in seinem eigenen Land werfen aber gerne auf dem Land der anderen: Siemens, um nur ein Beispiel zu geben, ist schon bekannt durch Bestächungsskandale (bitte googln sie ein bisschen, falls sie es nicht glauben). Auch der deutsche Bank und die Allianz haben mit großen Stil in der spanischen Immobilienblase investiert: Der Reichtum Deutschland beruht nicht nur auf fleissige Arbeit: Korruption und Spekulation sind auch ein Teil davon...

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Goetz Kaufmann

Was Ein Euro-Verbleib Griechenlands fuer Europa bedeuten wuerde

So, geehrte Oekonomen, wiviele Milliarden sind es nun genau? Und warum ? Die lapidare Aeusserung, der Euro-Austritt Griechenlands kostete Europa "Hunderte von Milliarden", schafft auch ein Kind - und haette, zumal aus seinem Mund, noch nichtmal weniger Gewicht.

Ausser Sarrazin, der hier eine solide Quelle darstellt, machte bislang auch niemand deutlich, welche Kosten Europa bei einem Euro-Verbleib Griechenlands zu tragen haette. Sarrazin gibt hier 30 - 50 Milliarden jaehrlich an - dh. in 10 Jahren waeren wir 300 - 500 Milliarden los. Damit erkauften wir uns eine angestiegene wechselseitige Frustration Griechenlands und Resteuropas, sowie ein tolles Signal an alle anderen beduerfigen EU-Laender: Wenn die Griechen Europa auf der Tasche liegen duerfen, warum duerfen wir dann nicht auch ?

In Oekonomendeutsch: Ein Austritt Griechenlands kostet uns hunderte Milliarden - als Einmalerlag. Ein Verbleib kostete uns auch hunderte Milliarden - mit der Option auf viele hunderte Milliarden mehr.

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Closed via SSO
Jochen Wegener (Malchik) - 17.06.2012 11:13 Uhr

Austritt ist gar nicht möglich,

das haben die volksvergessenen Politiker rechtlich schon schön hinbekommen: könnte ja sein, das die dumme Wählerbande plötzlich bessere Einsichten hat als die hochmögenden Zukunftszimmerer und nicht hinnehmen wollen, was da entgegen allen Regeln des bürgerlichen Rechts beschlossen wurde. Der Euro ist eben ewig wie die Sonne und der Mond! Aber Aufgabe ist möglich: eine Nation will nicht von ihrer politischen Klasse verkauft werden, schnitzt sich - wie schon mal in Italien - eine eigene Währung zurecht und zeigt damit so nebenbei, wie überdrüssig sie ihrer Überflüssigen ist indem Politik wieder zuhause und nicht in fernen Glaspalästen gemacht wird. WIR gemeinsam - das geht in kleineren Gemeinschaften und bedarf eben nicht der Respräsentanz von über Parteilisten abgenickten Gehorsamsoldaten die ihre üppig versorgte Existenz für das reale Leben halten. Griechenland, gib ein Zeichen, gib den Euro auf und uns allen damit den Mut gegen den Brüsseler Euro-Zentralismus aufzustehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 13:52 Uhr
Paul Banaschak

Wenn die EZB keine griechischen Schuldscheine mehr akzeptiert, ist GR de facto aus dem EUR

draussen. Dann kann es auch nicht mehr auf Targetsalden zugreifen.
Die Frage ist nur, ob die EZB, die ja von den Südländern dominiert wird, dies beschliessen wird.

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 17.06.2012 11:11 Uhr

Zurück zur D-Mark

eine Gegenrechnung : wenn ein Austritt teuer ist, dann wäre ist doch die Teilnahme wirtschaftlicher Unsinn. Warum tritt dann Deutschland nicht aus, und überlässt anderen die Zeche, die so laut nach Rettung rufen.

Am besten wäre es, wenn die USA und Großbritannien den Euro einführen, denn die rufen am lautesten nach Rettungsmaßnahmen.

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Wolfgang Graf von Ballestrem

Diffuse Panik-Szenarien mit Kosten von "hunderten Milliarden"...

Wieder einmal: "Ökonomen haben vorgerechnet, das würde Europa Hunderte von Milliarden kosten." Wer legt einmal genau die Annahmen offen, weswegen der Austritt Griechenlands irgendwelche "hunderte Milliarden" kostet und wen es trifft? Wenn heute Griechenland von den Steuerzahlern der Euro-Länder "Kredite" in Euro gewährt werden, so ist nur dann eine Tilgung zu erwarten, wenn die griechische Wirtschaft funktioniert. Wenn nicht, sind dies Euros genauso verloren, wie bei einem offiziellen Bankrott Griechenlands oder bei Einführung einer eigenen Währung, falls die Schulden nicht auf "Euro" lauten.
Auch wenn Griechenland unter der Knute der EU gezwungen werden sollte, ist damit längst keine Besserung zu erwarten: Jede Eigeninitiative im Land stirbt und man läßt sich durchfüttern.
Der Euro könnte nur dann Schwung in Griechenland erzeugen, wenn ihm alle Schulden erlassen würden und dann externes Geld in die Wirtschaft gepumpt wird. Das ist die allteuerste und eine sehr riskante Lösung!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 13:19 Uhr
Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 17.06.2012 13:19 Uhr

Stimmt. Aaaaber ...

"Ökonomen haben vorgerechnet, das würde Europa Hunderte von Milliarden kosten."

Stimmt.
Und der Verbleib kostet Tausende von Milliarden. Das wird aber verschwiegen - sind halt Lobbyisten ...

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Joachim Schroeder

ELA

Warum so beschwerliche Wege gehen?
Seit vielen Jahren hat man Erfahrung in der Ausnutzung von Fremdgeldern,
so daß es keine Schwierigkeiten bereiten wird mit dem von der EU einge-
richteten ELA System (Emergency Liquidity Assistance) mit der nationalen
Notenpresse, wenn die EU weitere Gelder verweigern sollte, was ziemlich un-
wahrscheinlich ist, die Haushaltsdefizite zu kompensieren und sich wie bisher
mehr schlecht als recht über Wasser zu halten.
Was anderes bleibt der ''EU'' mit ihrem alternativlosen System auch nicht
übrig, so daß Griechenland so weitermachen kann wie bisher, bis der ganze
''EU-Laden'' zusammenkracht!!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 15:45 Uhr
Gerhard Dünnhaupt

Kann Griechenland den Euro behalten, selbst wenn es austritt?

Wer will die Griechen hindern, statt Drachmen einfach weiter ihre eigenen Euros zu drucken, falls die EU weitere Gelder verweigern sollte? Das könnte dann allerdings den Wert der gesamten Eurowährung verwässern.

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Siegfried Kellner

Einen Neuanfang hätte nur Sinn, wenn.............

den Griechen klar gemacht würde, dass man nur das verbrauchen kann was man erarbeitet hat. So glaubt immer noch der größte Teil der Bevölkerung, sie würden hart arbeiten und hätten das Recht auf Kosten anderer Völker so weiter zu leben.
So makaber es klingen mag, nur eine Militärdiktatur könnte die Verhältnisse radikal ändern und den Lebensstandard senken, denn wenn kein Geld mehr von der EU hinein gepumpt wird wäre dies die einzige Lösung. Doch leider versickert auch in einer Militärdiktatur viel Geld.
Deshalb wird das leckgeschlagene Schiff GR auch nach der Wahl so weiter vor sich hin schlingern.

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Wolfgang Schlage

Austritt aus dem Euro ist Griechenlands Chance

Natürlich ist der Austritt aus dem Euro Griechenlands Chance, denn Griechenland erhält dadurch endlich die Möglichkeit, sich sein Einkommen wieder selbst zu verdienen.

Dass dies nicht allgemein so gesehen wird, zeigt, dass die Mehrzahl der Menschen der meinungsbeherrschenden Klasse, die Politiker, Lehrer, Professoren und Publizisten, nicht mehr mit der Produktion, sondern der Verteilung des schon Produzierten beschäftigt sind. Für sie kommt der Reichtum durch eine Überweisung des Staates und Umverteilung, nicht durch Arbeiten in der Fabrik. Wer diese Perspektive hat, denkt, Griechenlands Schicksal hinge an Transfer-Wohltaten, nicht an der eigenen Leistungsfähigkeit.

Griechenlands Zukunft liegt bei den Griechen. Und ohne die Fesseln des Euro werden Sie auch erfolgreich sein.

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Paul Banaschak

Der Arbeitsmarkt war überdurchschnittlich flexibel - also eher kein Weg für Griechenland

doch, wenn die Griechen endlich mal die Reformen umsetzen würden, zu denen sie sich verpflichtet haben.
Aber egal, ob über eine eigene Währung oder über einen flexiblen Arbeitsmarkt. Die Lasten müssen von den Griechen getragen und akzeptiert werden. Dieser Wille, zu tragen und zu akzeptieren, fehlt leider.
Der Tourismus bricht übrigens nicht ein, weil in Griechenland die Preise etwas höher sind als in der Türkei. Das Übel ist wohl eher den griechischen Streiks und der Unsicherheit zuzuschreiben. Ich zahle gerne ein bisschen mehr, wenn mir dafür die Kultur besser gefällt, und ich bin, ja besser gesagt war ein Griechenlandverehrer. Schon alleine der Antike geschuldet.
Aber wer will schon in ein Land reisen, wo er erwarten muss, dass die Taxifahrer streiken, die Banken streiken, die ....streiken. Nein, da will ich nicht hinfahren.

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Mara Eggers
Mara Eggers (MaraE) - 17.06.2012 10:16 Uhr

Hart bleiben, die Zweifel daran bleiben

"Bleiben die europäischen Partner tatsächlich hart, dann müsste das Land aus dem Euro austreten."
Falls eine Regierung gebildet werden kann, die sich komplett gegen die Sparmaßnahmen stellt, zweifel an den harten Kurs der europäischen Partner. Sie werden sich wohl wieder breittreten lassen und sich mindestens zu einer Lockerung der Sparmaßnahmen überreden lassen. Sie werden unabhängig vom Wahlausgang Griechenland retten wollen.
Diese Handlungsweise zeigt sämtlichen EU-Ländern, dass sie sich an keine Abmachung halten müssen, trotzdem gerettet und mit Geld versorgt werden.

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Andreas Gehrmann

Jau!

Endlich mal ein guter Artikel zu diesem Thema! Niemand hat jemals bezweifelt, dass in G. so einiges verändert werden muss. Die Spardiktate aber, gekoppelt an eine für G. viel zu starke Währung, werden alles nur immer weiter verschlechtern. Wie oft kann man Löhne und Renten senken? Wie lange kann man sich den totalen Zusammenbruch der Binnenwirtschaft noch leisten? Gar nicht! Das ist aber genau das, was in G., aber auch in Sp und P. durch die desaströse Politik der Troika geschehen ist. Höhere Arbeitslosigkeit, weniger Steuereinnahmen und letztlich höhere Schulden. Mal ganz davon abgesehen, dass immer nur die Banken von den Zahlungen profitiert haben. Und ohne das target2-System wäre schon längst Ende im Gelände.
Ich verstehe nicht, warum man die die unausweichliche Konsequenzen nicht akzeptieren will. Alle Maßnahmen, die z.Z. diskutiert werden, werden nur Zeit erkaufen, aber kein einziges Problem lösen. Ich hoffe, Griechenland wird aus dem Euro aussteigen - im eigenen Interesse!

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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