27.10.2009 · Offenbar denkt die Bundesregierung neu über die Zukunft von Opel nach. Eine Absage des Verkaufs wäre eine gute Nachricht für den Steuerzahler. Noch preiswerter käme eine Sanierung von Opel im Insolvenzverfahren.
Von Christoph RuhkampDer Verwaltungsrat von General Motors will sich am kommenden Dienstag noch einmal mit dem Fall Opel befassen. Anlass dafür sind neue Details im Kaufangebot des Autozulieferers Magna sowie die Feststellung der Bundesregierung, dass ihre Kredithilfe nicht an den Investor Magna allein geknüpft sei.
Offenbar beginnt in Berlin nach der Wahl ein neues Nachdenken über Opel. Zumindest im Wirtschaftsministerium könnte unter der neuen Führung abgewogen werden, ob nicht ein Verbleib von Opel bei GM die günstigere Variante wäre. Die vom Staat dafür zu gewährende Kreditsumme, die dann im Feuer stünde, fiele immerhin um 1,5 Milliarden Euro niedriger aus.
Gute Nachricht für den Steuerzahler
Somit wäre die Absage des Verkaufs von Opel eine gute Nachricht für den Steuerzahler. Zumal Fachleute jeglicher Couleur mehrfach bescheinigt haben, dass Opel allein zu klein wäre, um am Markt zu bestehen. Noch preiswerter als die Lösung mit geringerer Staatshilfe für GM käme den Steuerzahler jedoch die Neuordnung und Sanierung von Opel im Insolvenzverfahren. Schließlich muss Opel im laufenden Jahr einen operativen Verlust von bis zu 2,4 Milliarden Euro befürchten und verliert Absatz, Umsatz und Marktanteil.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,05 | −1,01% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2453 | −0,28% |
| Rohöl Brent Crude | 105,70 $ | −1,08% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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