06.03.2009 · Müssen 7000 Leute gehen oder 3500? Werden drei Werke geschlossen, zwei oder keins? Warum soll der Fahrzeugabsatz plötzlich steigen? Auf nichts haben die Verantwortlichen von Opel und General Motors eine schlüssige Antwort.
Von Holger AppelUnsere Liquidität ist bis weit ins nächste Jahr hinein gesichert“, sagt Opel-Chef Hans Demant Ende November 2008. „Opel wird zu Beginn des zweiten Quartals Liquiditätsprobleme bekommen“, droht der Europa-Chef des Mutterkonzerns General Motors, Carl-Peter Forster, Anfang März 2009. Es sind solche Dinge, die die Verhandlungsführer der Bundesregierung auf die Palme bringen und die Mitarbeiter fassungslos auf ihre Manager blicken lassen.
Müssen 7000 Leute gehen oder 3500? Werden drei Werke geschlossen, zwei oder keins? Warum soll der Fahrzeugabsatz plötzlich steigen? Wie stellt man Anschluss an die Konkurrenz etwa in der Abgastechnik her, obwohl Entwicklungsbudgets fehlen? Wer zahlt die Differenz zu den benötigten 7 bis 8 Milliarden Euro, falls Detroit ausfällt oder die Sparprogramme ihre Wirkung verfehlen? Wo lauert ein privater Investor?
Auf nichts haben die Verantwortlichen eine schlüssige Antwort. Jetzt heißt es, man benötige zur Klärung noch einige Wochen. Dabei haben die Gespräche schon vor Weihnachten begonnen. Opel hat ordnungspolitisch kein Argument zur Rettung mit Steuergeld auf seiner Seite. Mit diesem Auftreten seiner Führung erst recht nicht.
Hilflose Marionetten.
Engelbert Kühlwetter (wallibelli)
- 07.03.2009, 15:50 Uhr
Frank-Holger Appel Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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