Made in Germany gilt seit Urzeiten als Qualitätssiegel. Für Opel scheint das Etikett jedoch an Bedeutung zu verlieren. Ausgerechnet das wichtigste Modell des Herstellers, der Kompaktwagen Astra, wird bald nicht mehr in Deutschland hergestellt, sondern rollt aus Kostengründen nur noch in England und Polen vom Band.
Wichtiger Etappensieg für GM
In einer Urabstimmung haben die Beschäftigten am Standort Ellesmere Port, deren Werk sonst geschlossen worden wäre, auf Lohn verzichtet und flexiblere Arbeitsbedingungen akzeptiert. Sie ziehen damit die Konsequenz aus sinkendem Absatz und zurückgehendem Marktanteil in einem schrumpfenden europäischen Automarkt.
Für den Opel-Mutterkonzern General Motors ist das ein wichtiger Etappensieg. Erstmals ist es den Amerikanern im Dauerkonflikt mit der europäischen Belegschaft gelungen, die renitenten Betriebsräte aus einander zu dividieren. Der nächste Schritt dürfte die für 2015 angestrebte Schließung des Werks in Bochum sein. Nur so lässt sich die Produktionskapazität schnell an die gesunkene Nachfrage anpassen. Das wird nicht ohne Lärm abgehen. Und die Milliardenverluste von GM mit Opel werden zunächst noch wachsen.
eigene Patente müssen bezahlt werden gen Amerika
stefan pauly (stefano2051)
- 18.05.2012, 13:36 Uhr
Opel/Deutschland//Amerika/Frankreich//Uebrigens wirbt Opel in Italien in
TV-Werbespots mit dem
nikolaus hesse (firenzass)
- 17.05.2012, 20:04 Uhr