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Veröffentlicht: 23.03.2012, 17:59 Uhr

Opel Betonköpfe unter sich

Wer die sprachlose Pattsituation bei Opel betrachtet, dem kann bange um die traditionsreiche Marke werden. Betonköpfe aus Gewerkschaft, Konzernzentrale und der Politik stehen sich zu unversöhnlich gegenüber, um etwas zu bewegen.

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Wenn immer dann, wenn gerade eine politische Wahl in einem Land ansteht, keine Automobilfabrik in ebendiesem Land geschlossen werden darf, dann wird Europas Autoindustrie auch in zehn Jahren noch unter Überkapazitäten und Preiskämpfen leiden - während der Steuerzahler für die nächste Abwrackprämie zur Kasse gebeten wird.

Jede fünfte Autofabrik in Europa ist überflüssig

Die Logik geht so: In Nordrhein-Westfalen wird gewählt, deshalb darf General Motors das dortige Opel-Werk nicht schließen. In Frankreich wird der Präsident gekürt, deshalb darf Peugeot das Werk in Aulnay bei Paris nicht dichtmachen. Und in Italien wird eine neue Regierung gewählt, deshalb darf Fiat die Werke in Pomigliano bei Neapel und das Werk Mirafiori in Turin nicht aufgeben. Dabei weiß die ganze Branche: Jede fünfte Autofabrik in Europa ist überflüssig. Daran ändern auch Wahlkampfreden nichts.

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Welches Werk geschlossen wird und welches weiter produziert, sollten die Unternehmen selbst und deren Kunden entscheiden. Wer die sprachlose Pattsituation bei Opel betrachtet, dem kann bange um die traditionsreiche Marke werden: Betonköpfe aus Gewerkschaft, Konzernzentrale und der Politik stehen sich zu unversöhnlich gegenüber, um etwas zu bewegen.

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