http://www.faz.net/-gqe-6yo2y
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 23.03.2012, 17:59 Uhr

Opel Betonköpfe unter sich

Wer die sprachlose Pattsituation bei Opel betrachtet, dem kann bange um die traditionsreiche Marke werden. Betonköpfe aus Gewerkschaft, Konzernzentrale und der Politik stehen sich zu unversöhnlich gegenüber, um etwas zu bewegen.

von

Wenn immer dann, wenn gerade eine politische Wahl in einem Land ansteht, keine Automobilfabrik in ebendiesem Land geschlossen werden darf, dann wird Europas Autoindustrie auch in zehn Jahren noch unter Überkapazitäten und Preiskämpfen leiden - während der Steuerzahler für die nächste Abwrackprämie zur Kasse gebeten wird.

Jede fünfte Autofabrik in Europa ist überflüssig

Die Logik geht so: In Nordrhein-Westfalen wird gewählt, deshalb darf General Motors das dortige Opel-Werk nicht schließen. In Frankreich wird der Präsident gekürt, deshalb darf Peugeot das Werk in Aulnay bei Paris nicht dichtmachen. Und in Italien wird eine neue Regierung gewählt, deshalb darf Fiat die Werke in Pomigliano bei Neapel und das Werk Mirafiori in Turin nicht aufgeben. Dabei weiß die ganze Branche: Jede fünfte Autofabrik in Europa ist überflüssig. Daran ändern auch Wahlkampfreden nichts.

Mehr zum Thema

Welches Werk geschlossen wird und welches weiter produziert, sollten die Unternehmen selbst und deren Kunden entscheiden. Wer die sprachlose Pattsituation bei Opel betrachtet, dem kann bange um die traditionsreiche Marke werden: Betonköpfe aus Gewerkschaft, Konzernzentrale und der Politik stehen sich zu unversöhnlich gegenüber, um etwas zu bewegen.

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Abseits der Börse investieren Ein Ferrari nur für die Garage

Investoren jagen nach alternativen Anlagen: Oldtimer, Kunstwerke und Spitzenweine sind begehrt. Das kann teuer werden. Mehr Von Thomas Klemm

29.08.2016, 10:58 Uhr | Finanzen
Bundeskanzlerin Merkel CDU darf im Kampf um AfD-Wähler nicht ihren Kern aufgeben

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf einer Wahlkampfveranstaltung in Schwerin vor der Alternative für Deutschland gewarnt. Umfragen zufolge liegt die rechtspopulistische AfD in Mecklenburg-Vorpommern bei etwa 20 Prozent. Damit könnte die AfD bei der Landtagswahl am 4. September zweitstärkste Partei in Mecklenburg-Vorpommern werden. Mehr

30.08.2016, 14:47 Uhr | Politik
Islamunterricht Religiöse Grundversorgung im Klassenzimmer

Nordrhein-Westfallen will mit dem Islamunterricht jungen Muslimen eine Alternative zu Predigern in Hinterhof-Moscheen bieten. Um nicht von einzelnen Gruppen wie Ditib abhängig zu sein, hat Nordrhein-Westfalen einen Beirat eingesetzt – und erntet Lob. Mehr Von Reiner Burger, Düsseldorf

29.08.2016, 09:54 Uhr | Politik
Düsseldorf Schweinsteigers Abschied aus dem DFB-Team

Am Mittwoch wird in Mönchengladbach das erste Spiel der Nationalmannschaft nach der EM stattfinden. Und der emotionalen Höhepunkt ist bereits garantiert: Denn Kapitän Bastian Schweinsteiger wird nach der Partie sein DFB-Trikot an den Nagel hängen. Mehr

30.08.2016, 16:37 Uhr | Sport
Herrenlose Vermögen Nordrhein-Westfalen will Erben helfen

Rund zwei Milliarden Euro sollen unbemerkt auf deutschen Konten schlummern. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Walter-Borjans will das ändern. Lösungsvorschläge gibt es bereits. Mehr

30.08.2016, 12:44 Uhr | Wirtschaft

Der Commerzbank-Kauf ist ein Luftschloss

Von Gerald Braunberger

Auf dem Papier mag die Übernahme der Commerzbank für die Deutsche Bank reizvoll sein. Realistisch ist das derzeit aber überhaupt nicht. Ein Kommentar. Mehr 3 18

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Apple zahlt immer mehr Steuern

In Irland ist die Steuerlast des Konzerns minimal. Im Heimatmarkt in den Vereinigten Staaten und auch insgesamt im Ausland steigt diese jedoch kontinuierlich. Mehr 0