01.09.2009 · Kein Unternehmen allein kann Google mehr Paroli bieten, deshalb ist es nur konsequent, wenn vier große Werbevermarkter in Deutschland ihre Kräfte bündeln. Der Wettbewerb auf dem wichtigen Markt wird mit der Allianz also nicht geschwächt, sondern eher gestärkt.
Von Holger SchmidtOnline-Werbung ist ein lukratives Geschäft, stark von Größe der Anbieter und technischem Fortschritt geprägt. Der Schrittmacher der Branche heißt Google - und das nicht nur wegen seiner Dominanz im Suchmaschinengeschäft. Die Übernahmen von Doubleclick und Youtube, der Einstieg in die graphische Werbung, der Aufbau eigener Technik für die zielgenaue Auslieferung der Werbung und ein eigener Werbemarktplatz machen Google zum omnipotenten Anbieter in diesem Markt. Etwa die Hälfte des deutschen Werbemarktes gehört Google schon - und der Anteil wächst jeden Tag ein Stück weiter.
Da kein anderes Unternehmen allein mehr Paroli bieten kann, scheint es nur konsequent, wenn nun vier große Werbevermarkter in Deutschland ihre Kräfte bündeln. Der Wettbewerb auf dem wichtigen Markt wird mit der Allianz also nicht geschwächt, sondern eher gestärkt, zumal der technische Fortschritt die Marktstrukturen schnell weiter ändern wird. Das Kartellamt wäre also gut beraten, die Dynamik des Marktes genauer im Auge zu behalten, als es die Wettbewerbshüter, die das Google-Doubleclick-Geschäft genehmigt haben, damals getan haben.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,98 | −0,94% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2458 | −0,24% |
| Rohöl Brent Crude | 105,77 $ | −1,01% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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