So kann es gehen: Dass das Geschäftsmodell von Versandhändlern wie Amazon ohne Leiharbeiter in der Hochsaison zu Weihnachten nicht funktioniert, war bekannt. Die Kommunen haben sich über die Ansiedlung der acht Amazon-Versandzentren in Deutschland dennoch gefreut und auch über die Arbeitsplätze, die so entstanden sind. Aber das ist nun kein Thema mehr, denn ein Subunternehmer von Amazon hat mit der Auswahl eines Sicherheitsdienstes danebengegriffen.
Nachdem auch die „New York Times“ über Amazon-Sicherheitskräfte im Nazi-Outfit geschrieben hatte, hat die Zentrale in Seattle die Reißleine gezogen. Das war das mindeste, was Amazon tun musste. Im nächsten Weihnachtsgeschäft wird es Bilder wie die aus Bad Hersfeld sehr wahrscheinlich nicht mehr geben. Der Sturm der Entrüstung war insofern wirkungsvoll. Allerdings sollten die Menschen ehrlich bleiben: Sie kaufen wegen diverser Effizienzvorteile gern bei Amazon.
Dass Amazon zudem auf diversen Wegen seine Steuerlast optimiert und viele Daten über die Gewohnheiten der Kunden sammelt, hat bisher ebenfalls kaum jemanden gestört. Doch das könnten die nächsten Themen werden, die Amazon das Lächeln verderben.
Gewöhnungseffekte?
Klaus Niemand (Niemandsklaus)
- 19.02.2013, 09:09 Uhr
Nur eine einseitige Sendung oder sogar Hetze?
Wolfgang Kotowski (roederwolf)
- 19.02.2013, 08:27 Uhr
Effizienzvorteile - soll nur der Verbraucher ehrlich bleiben?
Gottfried Lobeck (golo7)
- 19.02.2013, 07:56 Uhr
Selbe Geschichte wie mit dem Pferdefleisch: Regulierungsversagen, nicht "Geiz"
Andreas Eichel (killboy)
- 18.02.2013, 23:52 Uhr
"Entrüstung über Amazon"
Marie Louise (marielouise1)
- 18.02.2013, 23:33 Uhr