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Ohne Steve Jobs Apple ist angreifbar

 ·  Am Ende des ersten Jahres ohne Steve Jobs sieht sich Apple ein Stück weit in der Defensive. Den Anspruch auf eine Ausnahmestellung kann das Unternehmen nicht mehr so leicht erheben.

Artikel Lesermeinungen (12)
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Dr. Andreas Frick

Wie beim ersten Macintosh

Die Lage ist eigentlich genauso wie beim ersten Macintosh. Damals hatte Apple den ersten bezahlbaren Rechner mit einer guten graphischen Benutzungsoberfläche herausgebracht. Die war nicht genug durch Patente gesichert, und so kam Microsoft mit Windoof, einer ziemlich drittklassigen Kopie. Genauso ist es auch mit iPhone und iPad. Nokia hatte zwar schon vorher ein brauchbares Tablet, es aber verpennt, dieses weiterzuentwickeln. Android ist ein Klon von iOS, beide Systeme basieren auch auf Unix. Die Qualität der Apple Produkte ist sehr durchwachsen, es gäbe sehr viel zu verbessern, aber die Konkurrenz ist meist sehr viel schlechter. Die meisten Android Geräte werden z. B. nie ein Software Update bekommen, ganz im Gegensatz zu iOS.

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Dr. Wolfgang Klein

Apple-Murks

Ich schlage mich gerade mit einem iPad herum. Sieht auf den ersten Blick super aus, aber wenn man dann zu den Details kommt wird es zu einer richtigen Zeitvernichtungsmaschine. Nur mal so als Highlights: Zum Verfassen einer FAZ-Leserzuschrift brauche ich mit dem iPad doppelt so lange wie mit dem Windows-Laptop, inbesondere weil es keine Cursortasten gibt. Heute habe ich mich zwei Stunden mit dem Thema "Drucken" herumgeschlagen. Freeware-Apps verlangen haeufig nach kostenpflichtigen Zusatzinstallationen fuer bestimmte Funktionen (z.B. Speichern von Dokumenten als PDF). Man ist dauernd am Nachladen. Internet Videos lassen sich haeufig nicht anzeigen, weil es unter iOS 6 keine Adobe Flash Player Version gibt. Dann kann man sich damit beschaeftigen, ob es fuer dieses Problem eine Loesung gibt. Das App-Sammelsurium im AppStore ist sowieso ziemlich strukturlos. Fuer das naechste Geraet ueberlege ich echt, aus Vereinheitlichungsgruenden auf ein Windows-Tablet umzusteigen.

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K Zinser
K Zinser (kzin) - 28.12.2012 20:08 Uhr

Dann wird es eben ein normales Unternehmen, das Steve Jobs gut bestellt hat

Rückblickend waren meist mindestens 5 Jahre zwischen den grundlegenden Innovationen. Apple II, Mac, iMac, iPod, iPhone, iPad.
Das Unternehmen ist gut bestellt.Was spricht dagegen dass das Unternehmen weiterhin qualitativ hochwertige und langlebige Produkte die 5 Jahre nutzbar sind liefert, Steuern zahlt und teilweise auch wieder in den USA produziert?
Mit Jonathan Ive kommt auch weiterhin gutes Design. Tom Cook stellt sicher dass die Produkte verfügbar sind und die Qualität hochwertig bleibt.
Sehr sicher wird es Apple sein das den Energiekonsum der stationären Geräte unter 50 W drückt, das dafür sorgt dass 50 oder 100 Gbyte Hauptspeicher zum Standard werden das dafür sorgt dass Sprachverarbeitung zum Standard wird, die Menschen wirklich von überall vollwertig arbeiten können.
Ja, Steve Jobs hat eine Lücke hinterlassen. Verglichen mit anderen Unternehmen wo es zu einem Wechsel in der Führungsspitze gekommen ist,ist das Unternehmen gut aufgestellt.
Basisinnovationen wären nice to have.

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Andreas Müller

Evolution hat auch etwas

Ein Jahr ohne Revolutionen in den Bereichen ist kein verlorenes Jahr. Zwischen iMac, iPod, iPhone und iPad sind auch große Abschnitte gewesen, die von weniger Revolution gezeichnet waren.
Beim oberflächlichen Hinsehen hat die Konkurrenz Apple aufgeholt. Aber eben auch nur dann. Das iPhone 5, der neue iMac, das iPad Mini und iOS sowie Mac OS X sind Produkte, die nicht nur durch Leistungszahlen, sondern auch durch Design und Ergonomie überzeugen. DAS ist Apple. Es ist nicht die Kameraauflösung, es ist nicht das eine Feature - es ist das Gesamtkonzept.

Seit Steve Jobs weg ist haben sich Leute und Mitarbeiter Fehler geleistet - und wurden gefeuert. Es gab letztes Jahr Umstrukturierungen. Ich würde es als "Selbstfindungsphase" des Unternehmens ohne Jobs darstellen. Das Interview bei Businessweek von Tim Cook hat mir jedoch die Hoffnung gegeben, dass man weiß was man tut und an sich arbeitet.

Ich würde das Unternehmen nicht zu schnell abschreiben.

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Matthias Zinn

Galaxy Note 2

Macht den iphones das Leben mehr als schwer. Größer, vielfältiger, beste Video- Qualität.

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joachim tarasenko

Apple ist noch die Nummer 1

Ich selbst hatte mir eine Tablets der Konkurrenz angeschaut. Schon allein die Haptik, das ganze Plastik rundherum war mir zuwider. Allerdings kommt mir das Iphone5 sehr unattraktiv vor, weil es auch nur aus Plastik besteht-. Für so viel Geld will ich was solides, edles spüren. Ja Apple scheint nicht mehr so attraktiv nachdem alle das System kopiert haben. Nur, sind die andren besser? Ich denke nicht

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 12:07 Uhr
Dirk  Lehmann

Herr Müller, sie beten die absurden Marketinggags herunter...

.. Merken Sie das eigentlich nicht?

Wie die Kanten des iPhones geschnitten werden, st doch VÖLLIG egal, aber Diamant klingt natürlich für naive Kunden nach "wertvoll" . JEDE CNC-maschine nutzt solche Werkzeuge, das Problem sind zu scharfe Kanten ( Unibody-MAcBookPro) .

ALLE hochwertigen Smartphones werden mit kratzfesten und nanobeschichtetem Glas hergestellt.

Dass apple solche Üblichen und als fertigungstechnischen Standard geltenden Details überhaupt erwähnt, zeigt doch schon, wie arm dieses Unternehmen an Alleinstellungsmerkmalen ist und wie unkritisch ihre Sektenjünger sind.

Nicht umsonst sind viele Handys aus robustem und im Gegensatz zum Empfindlichen Aluminium robusten highTech-Kunststoff (Sendeleistung) und das erste, was apple Käufer machen, ist eine teure Schutzhülle kaufen, weil es sofort verkratzt, wenn nicht schon verkratzt ausgeliefert (iPhone5) ,

"antennaGate" hat gezeigt, dass apple nicht mal die Kernfunktion eines Handys im Griff hatte..

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Andreas Müller

Sie wissen was Plastik ist?

Das iPhone 5 ist sehr hochwertig erarbeitet und besteht aus eben solchen Materialien. Es ist aus einem einzigen Aluminiumblock gefräßt und mit Glaselementen versehen. Der Rahmen wurde mit einem Diamanten abgeschliffen. Das Glas für die Kamera besteht aus Saphirkristall - dem zweithärtesten transparenten Stoff der Welt.

Durch das extrem gering Gewicht und die geringe Höhe ist es tatsächlich nicht so solide wie der Vorgänger (vom Gefühl her) - aber ich bereue den Kauf nicht. Schon beim Ansehen muss ich Grinsen, wenn ich Nokia oder mein altes SII daneben lege oder sie Dinger gar anschalte vergeht mir die Lust sie zu bedienen

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Javier Rodriguez

Vision, Innovation und Produkte, die einen Mehrwert für Verbraucher haben

Steve Jobs war ein grossartiger Visionär; er hat sehr oft den richtigen Riecher gehabt, wie man komplizierte Technik den Massen zugänglich macht, und über die Benutzbarkeit hinaus richtig coole Geräte auf den Markt geworfen. Das erstaunliche an Jobs ist, daß er sich mehrfach und wiederholt bewiesen hat:

- Mac OS in den 80ern - jeder konnte lernen eine Computer ohne Kommandozeile zu bedienen.
- iPod - jeder konnte einen digitalen Musikspieler bedienen, ohne CDs zu rippen
- iPhone - die vielfältigen Funktionen von Smartphones waren nun jedem und nicht nur Geeks zugänglich.
Zusätzlich hat er einen viel versprechenden Medienvertrieb rund um iTunes aufgebaut, und stellt mit den Tablets Geräte zur Verfügung, die nicht nur zum elektronischen Medienkonsum einladen, sondern auch noch sehr hohe Margen hat.

Ich sehe nicht, wer ihn ersetzen soll. Apple wird von Job's unternehmerischen Erbe noch eine Zeit lang weiterleben - Innovationen gab es aber 2012 schon nicht mehr.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 20:08 Uhr
Klaus Penkwitz
Klaus Penkwitz (Penkist) - 28.12.2012 20:08 Uhr

Apple Store

Bei der Aufzählung der Pionierleistungen von Apple sollte eines nicht vergessen werden:
die Apple-Stores! Inzwischen allein in Deutschland 10 an der Zahl. Und es kommen immer neue hinzu.
Ich möchte sie euphorisch "informations-Paläste" nennen. Riesig groß, alle Geräte, Dutzende gut ausgebildeter Berater. Besonders interessant, wenn die ganze Familie kommt, vom Opa bis zum Enkel, und alle wollen alles wissen!

Beim Kauf 3 Monate freie Beratung und und und ...

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 28.12.2012 18:21 Uhr

Ohne Jobs ist Apple nur halb so viel wert.

Ich sehe es ähnlich. Es gab bei Apple schon mal eine Zeit ohne Steve Jobs und Apple wäre daran fast zugrunde gegangen. Apple konzentrierte sich nicht auf seine Stärken, sondern entwickelte ständige neue, zusätzliche Produkte. Als Jobs wiederkam, schnitt er erst einmal alte Zöpfe ab. Das war zu der Zeit, als der iMac in die Läden kam. Und bei diesem Computer bekommt man heute noch feuchte Hände.

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Dirk  Lehmann

Echte Neuheiten gab es 2012 eben NICHT....

Und im Grunde schon seit 2 Jahren nicht mehr, wenn man von höher auflösenden Displays absieht, die aber auch die Konkurrenzprodukte mittlerweile haben.

Was soll ein heutiges Smartphone denn auch NOCH mehr können?

Der praktische Nutzen der Smartphones ist doch in der Topklasse der genannten Mitbewerber im Grossen und Ganzen vergleichbar gut vorhanden. Dazu hat Nokia ein verdammt gutes technisches Comeback, die Kritiken der KÄUFER sind durch die Bank sehr gut. winPhone8 kommt gut weg und Nokia war mit gutem Grund Marktführer, zusammen mit Microsoft scheint es wieder stark aufwärts zu gehen.
Der Löwenanteil des Gewinns erzielte apple jedoch mit den iphones. Dem Vernehmen nach hat apple seine Bestellungen bei den Zulieferern bereits nach unten korrigieren müssen.

Bei vergleichbarer Qualität kommt das Preis/Leistungsverhältnis der Ware beim Kunden zunehmend ins Spiel. Und bei Qualitätsmängeln wie bei apple erst recht - kurz: der traumhafte Höhenflug ist vorbei.

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28.12.2012, 14:18 Uhr

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