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Ohne Risiko : Warren Buffett und die Solarenergie

Der amerikanische Investor Warren Buffett setzt in großem Stil auf erneuerbare Energien. Seine Nase für ertragreiche Geldanlagen ist legendär. Steckt die Solarbranche nicht in der Krise?

          Warren Buffets Nase für ertragreiche Geldanlagen ist legendär und hat ihn bislang selten im Stich gelassen. Seit einiger Zeit investiert der Amerikaner seine Milliarden unter anderem in die Solarbranche. Ist das nicht die Industrie mit der Dauerkrise? Ja, und genau deshalb steigt Buffett hier ein. Mit seinen 82 Jahren hat er vor allem eines gelernt: Anlagen der Begierde müssen solche sein, von denen sich die anderen lieber heute als morgen trennen, die also „unterbewertet“ sind.

          Im Fall des Sonnenstroms geht Warren Buffett nicht einmal ein großes Risiko ein, im Gegenteil. Er investiert nicht in Produkte, sondern in Projekte.

          In der Krise stecken die Hersteller von Solarzellen und -modulen. Vielen dieser Unternehmen wird trotz enormer Subventionen der anhaltende Preisdruck zum Verhängnis.

          Projektierer dagegen profitieren von dem Preisverfall, sie können ihre Photovoltaikanlagen billig bauen. Wenn dann noch, wie in Kalifornien, die Sonne ordentlich scheint, der Grünstromausbau staatlich gefördert wird und sich der Bundesstaat verpflichtet, bis 2020 ein Drittel des Bedarfs aus erneuerbaren Energien zu beziehen: Was sollte da investitionstechnisch schiefgehen?

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

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