Die in der F.A.Z. ausgesprochene Mahnung von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) an Umweltminister Peter Altmaier (CDU), allein Ankündigungen zu einem Umbau der Ökostromförderung reichten nicht mehr aus, hat die Debatte um die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) weiter angeheizt. Während die Opposition Altmaier verdächtigt, den Ausbau der Erneuerbaren „abwürgen“ zu wollen, hält Kartellamtspräsident Andreas Mundt schon den Versuch, die Ökostromförderung innerhalb des bestehenden Rahmens zu verändern, für zum Scheitern verurteilt. Das EEG verfolge schon strukturell keinen wettbewerblichen Ansatz.
„Daher greifen auch Vorschläge zu seiner Anpassung fast notwendig zu kurz, weil sie an diesem grundlegenden Fehler nichts ändern“, sagte Mundt der F.A.Z. Die ausufernden Kosten zeigten mustergültig, wohin es führe, wenn der Staat sich daran versuche, Märkte zu planen. „Wir sollten jetzt nicht weiter an den Symptomen rumdoktern, sondern umsteuern“, sagte Mundt.
Statt staatlich festgesetzter Garantiepreise wie im EEG schaffe ein Quotensystem „Freiräume, die die Marktteilnehmer effizient und kostensparend nutzen könnten“. Es reiche aus, den Versorgern Ökostromquoten für ihren Stromverbrauch vorzugeben, „um die gesetzten Ziele effizienter und kostensparender zu erreichen als in dem derzeitigen planwirtschaftlichen Förderregime“. Grüne, Linke und Vertreter der Umweltverbände verlangten, weniger Betriebe von der Umlage zu befreien. Ohne die vielen Ausnahmen, die sich auf Milliarden-Beträge im EEG beliefen, könnte der Anstieg der EEG-Umlage zu einem erheblichen Teil vermieden werden. Die Industrie war zuletzt mit rund 9 Milliarden Euro von Steuern und Umlagen befreit.
@ Till Diesing Was macht das Bundeskartellamt?
Jens Muche (Me-110)
- 14.10.2012, 12:11 Uhr
Was hat eigentlich das Kartellamt die letzten Jahrzehnte gemacht?
Till Diesing (Zabel24)
- 13.10.2012, 23:52 Uhr
Planwirtschaft?
Klaus Letis (odysseus_8)
- 13.10.2012, 17:23 Uhr
Detaildiskussionen kann man sich sparen. Das Problem liegt an anderer
Stelle: Merkel
Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)
- 13.10.2012, 16:48 Uhr
Moeglichkeit zum Industrie-bashing wird genutzt.
Lutz Wendorff (Paul_Oskar)
- 13.10.2012, 16:38 Uhr