09.07.2012 · Ein Aufruf aus der Ökonomenzunft hat ein gewaltiges öffentliches Echo augelöst. Die Kanzlerin bestritt, dass auf dem EU-Gipfel irgendeine zusätzliche gemeinschaftliche Haftung vereinbart worden sei. Jetzt antworten die Ökonomen auf ihre Kritiker.
Von Walter Krämer und Hans-Werner SinnRichtlinien für Lesermeinungen
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nochmals vorgelegt wird, was wortwörtlich in ihrem eigenen Beschluss steht. Vielleicht hatte sie es vorher gar nicht gelesen oder verstanden. Mit Merkel und Schäuble kann es so nicht weitergehen, wohlmeinend gesagt sind sie durch den Dauerstress ausgepowert und machen sehr teure Fehler. Deutschland braucht dringend einen Wechsel! Wäre gut, wenn ein wirklicher Experte neuer Finanzminister würde.
Volltreffer ! Gratuliere ! Machen Sie weiter !
Allein an den Reaktionen und deren Inhalten kann man sehen, dass der
Hieb mitten ins Mark traf. Dies umso mehr, dass nun die
angelsächsischen Ökonomen ihren aktuellen
Gegen-"Beitrag" liefern. Einen maßgeblichen Beitrag zur
Krise haben sie schon vor 2008 geliefert, nämlich einen
krisenursächlichen.
Zudem lautet die immer gleich lautende Kritik an Sinn und Co., dass sie
nur dagegen seien und sonst keine Inhalte liefern.
Dass die Geldgeber/Investoren und die Nehmer für ihr Handeln
zuallerst die Konsequenzen zu tragen hätten, ist natürlich
kein Inhalt im Sinne der angelsächsischen Ökonomen und der ESM-Anhänger.
Forderungen nach Konsequenzen müssen daher von der anderen Seite
ignoriert werden, denn Argumente haben sie nicht, nur Angst und Nebulöses.
Herr Sinn: Machen Sie sich weiter zur kompetenten Stimme des Widerstands! Danke!
Banken (und Privatleute) müssen scheitern dürfen! (und ihr
Investitionsrisiko selbst tragen)
Damit ist eigentlich alles gesagt. Alles Andere ist nur eine Ableitung
dieses Grundsatzes.
.. und ich kann nicht mehr hören, wie sich immer wieder hinter dem
"to big to fail" versteckt wird. Ja, dann müssen eben
Lösungen gesucht werden, die eine gewisse praktische Rücksicht
nehmen, aber im Gesamtkonstrukt den Grundsatz befolgen. Genau das
passiert aber gerade nicht... Wir erziehen die Märkte in die
falsche Richtung..... und natürlich freut es die Investoren nicht,
wenn es an ihr Geld geht.
... wenn es doch so viele "Marktbarometer" gibt, warum gibt es
kein "Bevölkerungsbarometer"?! Wo ist der
"Bevölkerungsindex" zur Einschätzung der
Vermögens-/ Schuldenentwicklung; sozusagen eine kollektive
Fieberkurve. Das wäre mal ein Gegengewicht zu allen Marktindizes.
Ich hoffe inständig die Deutschen bringen genug Interesse an ihrer
eigenen Zukunft auf, so daß die Fieberkurve nun endlich steigt...
Herr Sinn wird von allen Seiten beschossen...
...vor allem von angelsächsischen Starökonomen. Man kann nur hoffen, dass Sinns Aufruf nicht verhallt. Denn es ist nach allen bisherigen Erfahrungen vollkommen unwahrscheinlich, dass die Bankenunion mit weniger Erpressungsversuchen gegenüber der deutschen Politik ablaufen, als es bisher der Fall war. Und so können wir darauf warten, dass Herr Sinns Ängste und Besorgnisse, auf die er uns eindrücklich aufmerksam macht, eines Tages Wahrheit werden. Das amerikanische Finanzsystem wird in unbestimmter Zeit implodieren, möglicherweise auch unseres, denn wir stehen erst am Anfang der Schwierigkeiten. Richtig los geht es in 10 Jahren, wenn Heerscharen von Erwerbstätigen (Beamte) in Rente gehen, und niemand weiß, wie man das mit leeren Kassen und unter Betracht der ganzen anderen Probleme finanzieren soll.
Buße für Holocaust und Weltkrieg
Auch wenn es nicht thematisiert wird, so bin ich inzwischen der
Überzeugung, dass Sarrazin mit seinem Ausspruch über die
Befürworter einer immer höheren Haftung Deutschlands für
die Verbindlichkeiten von Schuldenstaaten und deren Banken den Nagel auf
den Kopf getroffen hat:
Zitat:
Die Befürworter seien „getrieben von jenem sehr deutschen
Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst
endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld,
in europäische Hände gelegt haben“.
Zitat Ende
von einem Fondsmanager: die einzige Lösung sei, die (elektron.)
Geldpresse anzuwerfen und nach amerikan. Vorbild den Markt mit Geld (QE1
- n) zu überfluten, um eine Hyperinflation zu erzeugen. Dann
würden sich die Minus-Salden relativieren - natürlich auf
Kosten der Sparer und Handwerker, deren Einlagen dann zwar immer
wertloser würden...naja, bedauerndes Lächeln!
Welch ein bodenloser Zynismus!! Aber macht deutlich, worum es wirklich
geht: um einen erbitterten Machtkampf zwischen Großkapital und der
diffusen und daher wenig wehrfähigen Masse von Kleinsparern bis
Mittelstand! 9,2 Billionen € brauchen allein die Banken, um weiter
Monopoly spielen zu können! Das Geld sollte besser genutzt werden,
um die Sparer und Handwerker zu sichern - aber nicht die
Großaktionäre der Banken! Wenn die ein bisschen Geld
verlieren - so what? Jeder weiß doch, dass Aktiengeschäfte
nicht immer sicher sind. Nun haben sich diese Herren und Damen
Großanleger halt verzockt! Pech gerhabt!
Bernanke ist nicht Draghi
Die Verhältnisse sind nicht vergleichbar. Bernanke kann Geld drucken und es gibt trotzdem keine Inflation. Wie Herr Sinn ausführt, haben die USA seit der Krise auf nur noch 27 Mrd reduziert. Unsere Targetsalden dagegen betragen 947 Milliarden und wachsen noch laufend.
Zitat von Gustav Le Bon aus dem Jahre 1895:
„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet, von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr. Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer…“
Glückwunsch an die Ökonomen. - auch wenn viele Kommentare das
späte Reagieren auf die inflationsartigen Fehlentscheidungen
unserer Regierenden kritisieren. Besser spät, aber nicht zu
spät. Noch ist Zeit, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten.
Wie wäre es, wenn man diesen gravierenden Vorgang der
Entmündigung der Bürger und auch Abgeordneten als Anlass nimmt
- möglichst jeder bei ihm vertrauten Sachthemen - -direkte Briefe,
Vorschläge, Kommentare, Kritik etc. an die jeweiligen Fraktionen
zu senden?
Man darf die Gesetzgebung zukünftig keineswegs allein der bekannten
Laienspielerschar überlassen , wie man anläßlich dieses
Vorgangs sieht.
Wenn wir schon elektronische Medien haben, erscheint mir das ein
effektiver Weg zu sein, um mit vertretbarem Zeitaufwand unsere
Abgeordneten mit besseren Entscheidungshilfen zu unterstützen.
Villeicht wird als Folge auch die Politik geringfügig besser?
wofür sind sie denn?
bei "den Ökonomen" steht jedenfalls nur, wogegen sie sind.
die Eliten (Ökonomen, Mittelstand, Juristen) können nicht mehr
zusehen wie unsere unfähigen, das eigene Volk verachtenden
Volksparteien "was für eine Farce" Das Deutsche Volk an
die Finanzwelt verraten.
Jetzt brauchen wir eine Organisation die Volkes Meinung bündelt (z.
B. Gewerkschaften) um dieses Pack in Berlin aus dem Bundestag zu jagen.
Alle Macht dem Volk "WEHREN WIR UNS"
Herr schmeiss Hiera ra!
"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet, von den
Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor,
den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht,
wird leicht ihr Herr. Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr
Opfer…“ siehe oben!(Jan Volkmar)
"Volkes Meinung" wird von unseren "quasi
gleichgeschalteten Medien" (G.Graß) nach Belieben manipuliert.
"Alle Macht dem Volke" ist ein Rattenfängerspruch all
jener, die mit Volk sich selbst meinen! Hatten wir doch schon, oder? Das
hat dann mit Stacheldraht ums halbe Land und mit Schießbefehl auf
Andersdenkende geendet!
Das Deutsche Volk ist schon einmal einem Rattenfänger nachgelaufen
und tut es heute wieder, wenn er nur genug verspricht: Lafontaine und
die SED-Nachfolge-Partei und NRW bei der letzten Wahl zeigen das doch
zur Genüge.
Sie sind wohl auch einer von den ewig Gestrigen, die von der DDR (noch) träumen!!
Klare Worte, ernüchternde Fakten. Dieser Artikel gehört auf Seite 1 und Plakatwand.
Ich freue mich auf den Volksentscheid.
Endlich beteiligen sich die Ökonomen an der öffentlichen Debatte. Das Volk kann sich doch nur dann informieren, wenn die führenden ökonomischen Denker des Landes ihr theoretisches Wissen auf die aktuelle Problematik öffentlich anwenden. Danke dafür!
die in der DDR Dissidenten bespitzelt hat, deren Stasiakte nicht einsehbar ist oder die verschwunden sein sollt, glaube ich gar nichts.
"Horrormeldungen" von Sinn und Co. - welche "Ergüsse" kommen von unseren "Regierungsökonomen"?
Jetzt bin ich schon gespannt, mit welchen sachlichen und intellektuell
hochfundierten "Argumenten" unsere
"Regierungsökonomen" um Bofinger, Horn, Hüther und
Co. antworten werden.
Wahrscheinlich wird dazu die Bundesregierung wieder an diese
Herrschaften teure Analyse-Studien vergeben, damit diese Koryphäen
Sinn, Krämer und die anderen denkenden Fachleute wieder als
"Wutökonomen" herabpolemisieren können. Sinn und Co.
haben hier wirklich "alle Sinne beisammen".
für Deutschland werden von Politikern bewußt heruntergespielt. Intessierte Ökonomenmit Sitz in für die Regierungen helfen dabei. Gut, daß es auch andere Ökonomen gibt, die Klartext reden, und nicht der Regierung nach dem Mund. Gut auch, daß die FAZ Brief und Klarstellung im Wortlaut veröffentlict.
Liebe Leute, geht doch dem Professor Rattenfänger und seinem Un-Sinn nicht auf den Leim
Liebe Leute, geht doch dem Professor Rattenfänger und seinem Un-Sinn nicht auf den Leim. Die Schuldenkrise ist so tief, da kommen wir - wenn überhaupt - nur heraus, wenn wir Europäer als Wirtschaftsraum alle zusammen stehen und an einem Strick ziehen. Dieses Gefasel um Deutschlands Stärke ist doch Blöd-Sinn. Lilliput-Dueutuschland scheint stark, weil die anderen Zwerge um uns herum so schwach sind, aber unsere Produkte kaufen und deshalb unsere Schulden finanzieren. Fallen die europäischen Binnenmârkte auch nur teilweise weg, dann geht bei uns ganz schnell das Licht aus. Deutschland gegen den Rest der Welt, das haben wir schon zweimal ausprobiert ... und das ist immer bitter schief gegangen.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 12:10 Uhrschein-argumente schon lange widerlegt
die in ihrem kommentar angeführten argumente sind doch dieselben, die die politiker verwenden und die sinn schon lange widerlegt hat. woher haben denn die schwachen länder das geld mit dem sie bei uns einkaufen? von uns. oder mithilfe unserer bonität von banken bekommen. oder mit der notenpresse finanziert. gucken sie sich lieber mal einen vortrag von sinn zu dem thema an, dann können sie hier auch mal einen qualifizierten kommentar hinterlassen. lg
Sie sollten sich mal ernsthaft mit den Thesen von H.W. Sinn auseinadersetzen
Ihre verbale Schelte gegen H.W. Sinn ist völlig verfehlt. Was die
Probleme des Schulden- und Target-Sumpfes betrifft ist er absolut
realistisch. Sie reden einem "weiter so" das Wort. Dieses
wird in Inflation und und Verlust unserer Sparvermögen enden.
Es muß dringend umgesteuert werden, das haben die Ökonomen
sehr kompetent eingefordert.
Herr Neumann, schon einmal was von
den Target-Salden gehört? Verlorene Forderungen aus dem
europäischen Markt bei der BuBa. Idiotischerweise finanzieren wir
unseren Export nach Europa so auch noch selbst.
Schauen Sie im Netz nach Target2 und Sie werden fündig. Der Letzte
macht dann das Licht aus.
Bankengläubiger müssen nachrangig bleiben
Kernaussage von Sinn et al ist, dass Zahlungen an Banken durch den ESM
nicht dazu führen sollten, dass andere, sprich private
Gläubiger dieser Banken voll bedient werden, während der ESM
im Risiko bleibt. Man hat doch ein schönes Beispiel mit Irland.
Dort mussten private Gläubiger einstehen und habe nur (geringe)
Teile ihrer Anleihen zurückerhalten. Irland ist mittlerweile einer
der wenigen Lichtblicke in der Eurozone.
Es ist grundsätzlich richtig, eher Banken direkt zu stützen,
als dem Staat Geld zu leihen. Trotz aller Verfehlungen in der
Bankenwelt, gilt es als sicher, dass die (privaten) Banken schneller und
effizienter ihre Probleme lösen als staatliche Institutionen. Dabei
sollte der ESM aber klare Vorrangstellung vor allen anderen
Gläubigern haben. Sinn macht also Sinn.
Die Ökonomen hätten nicht antworten müssen
Nur weil Politiker einen unbegründeten Satz hinwerfen, muss man
sich nicht in Verteidigungsposition begeben. Es ist ja nicht so, dass
die Ökonomen etwas für das "Volk"
unverständliches gesagt hätten, vielmehr ist es so, dass sie
sich (bis auf wenige Ausnahmen) erst dann in die Öffentlichkeit
gewagt haben, als sie sich der Mehrheit der Öffentlichkeit sicher
sein konnten und als es zu spät war.
Eine organisierte und damit eine möglichst schmerzfreie
Auflösung der Währungsunion erwarte ich nicht mehr, egal wie
das BVG heute entscheidet. Ich bange auch nicht um die Entscheidung. Ich
würde bangen, wenn ich Mitglied dieses Gerichtes wäre, denn im
Grunde entscheidet das Gericht heute über seine eigene Bedeutung.
auf dem Boden bleiben...
Das Gericht entscheidet heute über garnichts, es hält eine
Anhörung ab.
Und dann wird es darüber entscheiden, ob denkbar ist, dass bei der
Ausgestaltung von ESM und Fiskalpakt und im Prozess des Zustandekommens
das Grundgesetz verletzt wurde oder nicht - und ob daher die
Ratifikation der entsprechenden Verträge bis zu einem Urteil in der
Sache aufgeschoben werden muss.
... soll nicht über Sinn und Zweck dieses Gesetzes entscheiden, sondern ausschließlich feststellen, ob ein derartiges Gesetz unter der gegenwärtigen Verfassung überhaupt zulässig ist. Falls nicht, wäre zunächst eine entsprechende Änderung der Verfassung erforderlich, ehe der Bundespräsident es unterzeichnen kann.
...Herr Sinn, danke Herr Krämer, diesem Transferwahn muss ein Ende gemacht werden und es braucht Leute, die mutig die Fakten erklären! Ich hoffe auf das Bundesverfassungsgericht!
Wer glaubt, dass Politiker, ob links oder rechts, sich für die Bürger interessieren, irrt gewaltig. Was kann denn gegen die gegenwärtige Regierung unternommen werden? Sie bei der nächsten Wahl abwählen, und dann ...? Ist die jetzige Opposition etwa besser? Das gemeine Volk wird von allen Parteien missachtet, belogen und betrogen. Der Euro ist ein geglückter, pan-europäischer Versuch, Deutschland abzuschwächen. Dessen Einführung war der erste Pflasterstein auf dem Weg zur Hölle. Vom BGH ist nichts zu erwarten. Viel Spaß in der EUdSSR und gute Nacht!
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?