09.02.2012 · 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt: Mit dieser Forderung ziehen nicht nur für die Metaller, sondern auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienste in die anstehenden Tarifrunden. Bund und Kommunen sehen hingegen kaum Spielraum.
Von Henrike RoßbachRichtlinien für Lesermeinungen
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Man sollte hier besser differenzieren
Die VWler bekommen die besten Löhne plus Boni, daher ist eine
Lohnerhöhung hier für mein Verständnis nicht
vermittelbar. Wichtig ist, daß Aufstocker, 400-Euro-Jobber und
Zeitarbeiter, Menschen in prekären Abeitsverhältnissen endlich
vernünftige Löhne und Gehälter beziehen. Darum sollten
sich die Gewerkschaften kümmern. Wo bleibt die Solidarität?
Bei Mitarbeitern im unteren ÖD scheint es mir gerechtfertigt zu
sein, ihnen eine Entgelderhöhung zu geben.
Immer schön auf den öffentlichen Dienst schimpfen
Wie hätte es auch anders sein können. Die "Faulenzer" vom öffentl. Dienst wie z.B. Krankenschwestern, Kindererzieherinnen, Mitarbeiter der Müllabfuhr usw. Alle jene, die Lohnforderungen in diesen Branchen kritisieren, sollen sich einmal bewusst machen was in diesen Berufen geleistet wird. Es ist selbstverständlich, dass man seine Kinder in die Kitas bringt um dann selbst seiner Arbeit nachgehen zu können. Es ist auch leicht für jede Krankenschwester kranke, alte Menschen zu pflegen und ihnen die Beachtung zu schenken, die sie oft von ihren Angehörigen nicht mehr bekommen. Und das alles bei so einer fürstlichen Entlohnung. Man kann vermuten, dass Verdi den Arbeitgebern ca. 3% abringen kann. Was bleibt real übrig? Von den geschätzten 3% holt sich Vater Staat fast 2% durch Steuern und kalte Progression wieder. Somit bleiben ca. 30€ für den einzelnen übrig. Dafür machen die Mitarbeiter im öffentl. Dienst die Arbeiten, die andere gar nicht machen wollen. Ist das leistungsgerechte Bezahlung?
6,5% mehr für den öffentlichen Dienst?
Auch Herrn Bsirske dürfte die Tatsache bekannt, sein, daß die meisten Kommunen überschuldet sind. Jede Gehalts- oder Lohnerhöhung zieht unweigerlich Erhöhungen bei den von den Bürgern zu entrichtenden Gebühren, den Fahrzeugpreisen bei Bus und Bahn etc. nach sich. Das trifft in erster Linie Rentner und Arbeitslose, die keine Lobby haben und keine Erhöhung ihrer Einkommen erwarten können - jedenfalls nicht in diesem Ausmaß. Die Forderung dieses Herrn Bsirske ist vor diesem Hintergrund absolut unsozial und treibt nur die Preisspirale nach oben!
Finnland 2.0 : Kündigen statt Streiken ?
Die Wiedervereinigung wurde durch 20 Jahre indirekten Lohnverzicht
gestemmt, darauf kann dieses Volk stolz sein.
Rot-Grün und Gewerkschaften setzten die teils notwendige, teils
ungerechte "Agenda 2010" durch und kastrierten sich selbst.Die
Union kann stolz darauf sein, diesen
schwarzen Peer, äh ,Peter weitergereicht zu haben.
Und nun ? Verdi wird als große Partei, nicht als Gewerkschaft,
wahrgenommen.Sie ist in die Falle nie endender "Agreements"
getappt und verhungert im Labyrinth der Interessen :
alle ein bißchen aber keinen so richtig vertreten.
Nullrunden im Kreisverkehr mit Einmalohrfeigen.
Die logische Folge: berufsbezogene Gewerkschaften,radikaler Kampf auf
Kosten aller.
Der letzte Abschluß hat in der Krankenpflege zu Mindereinkommen
bei vielen Beschäftigten geführt, denn die kalte Progression
blieb unberührt.
Die Inflation gab´s als Dreingabe im Gepäck, jetzt erwarten
wir die 42h-Woche zurück.
Herbst 2007 in Finnland. Bald auch in Ihrer Nähe.Fragen Sie ihre Suchmaschine
hat doch VWL studiert, wenn ich richtig erinnere. Ketzerisch muss man fragen, was diesem Herrn im Studium vermittelt wurde, dass man sich dermaßen über gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge hinwegsetzen kann. Lernen etwa Ökonomisten nur das zündeln? Siehe Banker und siehe die öffentlichen Schulden.
Die Forderung ist mehr als berechtigt!
In den letzten zwanzig Jahren sind die Einkommen im öffentlichen Dienst - inflationsbereinigt - ständig rückläufig gewesen. Auch die letzten Lohn- und Gehaltsrunde hat dazu geführt, dass wieder inflationsbereinigt die Einkommen weiter rückläufig waren. In der öffentlichen Diskussion wird immer wieder übersehen, dass der öffentliche Dienst vor allem aus Arbeitern und Angestellten besteht, nicht aus Beamten. Und selbst unter den Beamten besteht die ganz überwiegende Zahl aus Geringverdienern. Und bei der letzten Lohnerhöhung zum 01. Januar 2012 habe ich hier Kollegen, die netto etwas über 2,- € mehr im Monat erhalten. Das ist grotesk! Und das übliche Krakele der nichtöffentlichen Bediensteten nach dem Motto "Wer soll das bezahlen": Wir alle. Es wird offensichtlich vergessen, dass auch alle öffentlich Bediensteten Steuern zahlen. Und wer als "Normal"Bürger ständig mehr Leistungen vom Staat verlangt, darf sich nicht beschweren, wenn mehr Bedienstete mehr kosten!
wer von herrn bsirske etwas anderes als diese wahnsinnsforderung
erwartet hat, kann
doch nicht von dieser welt sein. leute wie er würden sich doch am
liebsten an den er-
rungenschaften griechischer gewerkschaften hochziehen. neben den besten gehältern
natürlich noch handwasch- und pünktlichkeitsprämien
für auch nur halbwegs pünktl.
erscheinen, renten und pensionen weit über die lebenszeit hinaus,
denn alle müssen im
wahren sozialismus gleich sein, egal ob lebend oder tot. wer das
bezahlen soll, natürlich
die reichen. aber wo sind die, natürlich da wo sie, wie die
griechischen reichen, wenig
bis sehr wenig steuern zahlen müssen. dann müssen halt die
wahren leistenden reich
gerechnet und zur kasse gebeten und künftige generationen weiter
angepumpt u. schon jetzt belastet werden. macht doch nichts, neben
griechen & co, banken usw., müssen die, die
einen sicheren arbeitsplatz haben, natürlich besonders
gefördert und behandelt werden.
Das ist eine überflüssige Diskussion
Wichtiger wäre die Lösung der Problematik der
400€-Jobber, der Mindestlöhne und der Zeitarbeiter. Alles
Arbeitnehmer in prekären Arbeitsverhältnissen. Für zur
Zeit unwichtig halte ich Gehaltserhöhungen im öffentlichen
Diest und für festangestellte Arbeitnehmer.
200 Euro Netto-Endgelderhöhung für Arbeitnehmer in den o.a.
prekären Arbeitsverhältnissen würde unserer Republik gut
zu Gesicht stehen.
Mehrbelastung für die klammen Kommunen
Mich würde einmal interessieren wer diese Mehrbelastung zahlen soll, die klammen Gemeinden oder Städte? Die werden sich das Geld wieder von uns allen holen.
Wer jedes Jahr Subventions-Mrd. im zweistelligen Bereich fehlleitet, wer
100te Mrd. ohne Sach- und Gewissensprüfung im Jahrhundert-Desaster
Euro verschwinden lässt, wer die ausufernden Kosten der
Sozial-Alimentation als gottgewollt zulässt, wer die kalte
Progression (Enteignung) im deutschen Steuerunwesen unangetastet
lässt, wer Banken zu Lasten des Arbeitnehmers mit Riesensumme aus
dem selbstverschuldeten Schlamassel rettet, wer Prestigebauten trotz
gähnend leerer Kassen angeht, wer durch die Sozial- und
Arbeitsgesetzgebung dafür sorgt, dass die Einkommen eines
Großteils der deutschen Arbeitnehmerhaushalte seit Jahren sinken,
und last but not least, wer sich selbst große Schlucke aus der
Diäten-Pulle genehmigt, der darf sich nicht wundern, wenn der Arbeitnehmer
zurückschlägt.
Und wer jetzt wieder auf den ÖD einschlägt, der sollte daran
denken, dass dieser nicht nur aus dem höheren und hohen Dienst
besteht. Im übrigen: die Tarifforderungen anderen Bereiche fallen
ahnlich aus.
Vollkommen Ihrer Meinung!
Danke für diese Auflistung von Steuergeld"verschwendung". Die Gehaltserhöhungen im öffenltichen Dienst sind da nur der Tropfen auf dem (extrem)heißen Stein. Kleine Verbesserung. Es gibt den gehobenen und den höheren Dienst (hoher Dienst existiert nicht), aber tut nichts zur Sache. Die Mehrheit der Beschäftigten sind Angestellte bzw. Beamte im mittleren Dienst.
Bund und Kommunen sehen hingegen kaum Spielraum.
Was sind 3,7 Milliarden für den Bund im Vergleich zu den 120 Milliarden, die mal eben als zweite Rate nach GR überwiesen werden sollen? Irgendwo passt hier etwas nicht zusammen: Für die Bankenrettung spricht man mittlerweile ganz ungeniert von Billionen, für eine Gehaltserhöhung etwas über der Inflationsrate aber ist kein Geld da. Denn die geforderten 6,5% werden doch auf vielleicht 3-3,5% runterverhandelt, zieht man dann noch die amtlicherseits schöngerechnete Inflationsrate ab, bleiben unterm Strich vielleicht noch 1,5% als Erhöhung übrig, und das allenfalls solange, bis wieder mal eine Bank gerettet werden muß.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2012 22:29 Uhr@ Klaus Keller
Sie: "Lohnforderungen sollten etwas mit dem tatsächlich
erarbeiteten zu tun haben und nicht mit dem Wunschzettel."
Also meinen Sie, daß Müllwerker nur dann mehr Lohn erhalten
sollten, wenn die Müllmenge steigt? Und Lehrer nur, wenn die
Schülerzahlen zunehmen? Den Erhalt öffentlicher Infrastruktur,
die ja auch Beamte und Angestellte in Dienstleistungsunternehmen
erfordert, kann man nicht mit einem Fertigungsbetrieb vergleichen. Oder
wollen Sie Polizisten nach der Zahl ertappter Krimineller bezahlen,
mittels einer Art Kopfprämie? Und Feuerwehrleute nach der Anzahl
gelöschter Brände?
Die Infrastruktur stellt auch die Leistungsfähigkeit der
Fertigungsbetriebe sicher, wird dort mehr verdient, muß auch etwas
für die öffentlich Bediensteten dabei abfallen.
Es passt tatsächlich nicht zusammen daher ist die Herstellung eines Zusammenhangs unsinn
Die Lohnforderung von Verdi hat mit der Bankenrettung soviel zu tun wie
ein Seebeben vor der japanischen Küste mit der Sicherheit von
deutschen Kernrkraftwerken. Aus meiner Sicht gar nichts. Bsikrske will
die Binnennachfrage nach chinesichen Konsumgütern ankurbeln.
Lohnforderungen sollten etwas mit dem tatsächlich erarbeiteten zu
tun haben und nicht mit dem Wunschzettel. Ich könnte mich heute
noch darüber aufregen das in früheren Verhandlungsrunden nicht
der Grundlohn gesteigert sondern die Arbeitszeit verkürzt wurde mit
dem Ergebnis das Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern sehr
viel schlechter bezahlt wird als zB in der Schweiz und es trotzdem zu
einem Stellenabbau kam, das nennt man dan Arbeitsverdichtung. Hätte
man diesen Unsinn nicht veranstalltet könnten die Mitarbeiter auf
einer höheren Basis selbst entscheiden ob sie weniger Wochenstunden
arbeiten wollen etc.
Am besten wäre es die Pflegekräfte würden es den
Ärzten nachmachen und sich anderen Interessenvertretern zuwenden.
Passt doch alles zusammen, 6,5% für den öff. Dienst, Diätenerhöhung und somit auch Erhöhung der Altersversorgung für die Landtagsabgeordneten usw.. Das alles schreit bei diesem Schuldenstand doch zum Himmel! Haben denn die noch nicht verstanden, dass dies alles zu griechischen Verhältnissen führt?
Genau so unverschämt wie die Diätenerhöhungen!
Die Forderung ist eine unglaubliche Frechheit unter den gegebenen Umständen - aber das gilt auch für die Diätenerhöhungen. Ein positives Gegenbeispiel aus Singapur: die dortigen Minister haben eine über 30% Gehaltsreduzierung für sich selbst beschlossen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und bei der erwarteten Krise der Gemeinschaft Geld zu sparen. Selbst in Spanien gibt es Reduktionen und Abbau von Ministerien - bei einer Staatsverschuldung, die zumindest zur Zeit noch (als % des BIP) deutlich niedriger ist als die Deutschlands! Spanien hat auch Probleme - aber man tut wenigstens was. Hier steuert man nur weiter auf die Gemeinschaft mit GR zu..
Entweder Abbau von Arbeitsplätzen oder höhere Einnahmen (Steuern)! Das wir die Anwort sein. Denn höhere Produktivität des öffentlichen Dienstes hört sich an wie Hohn!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2012 08:32 UhrWas sind Ihre Quellen...
...die BILD Zeitung? Werter Mitbürger, der öffentliche Dienst wird seit Jahren ausgebeutet, dass ist die Wahrheit. Ich schätze mal 95% derer, für die der öffentliche Tarifvertrag gilt sind Krankenschwester, Müllmännder, Lehrer ... und Angestellte bei Polizei, Zoll etc.. Glauben Sie wirklich, dass diese Leute (immerhin ca. 2 Millionen) für lau arbeiten??? Sie dürfen nicht vergessen, dass durch Stellenstreichungen die betroffenen Arbeitnehmer bereits jetzt mehr als ausgelastet sind und viele Ämter unterbesetzt sind. Sie wollen keine griechischen Verhältnisse? Dann gönnen Sie dem öffentlichen Dienst ein angemessenes Gehalt, woher denken Sie kommen Korruption und Vetternwirtschaft?
Dieses mehr zahlen dann nicht Kommunen, Länder und Bund,
das zahlen die, die Geld erwirtschaften, die die Steuereinnahmen
erwirtschaften. Das sind ca. 25 Millionen Mitbürger.
Der ÖD, Verdi und der DBB wollen offensichtlich griechische
Zustände in Deutschland.
@ Herrn Kowalski: Aus der FAZ vom 13. April 2011
„Skandal Bildungsarmut
Siebeneinhalb Millionen DEUTSCHE zwischen 18 und 64 Jahren sind
Analphabeten.“.
Wo zeigt sich hier die Qualität der deutschen Lehrer? Bei diesem
Ergebnis sind die Bildungsausgaben zu hoch! Sicherlich, es gibt sehr
gute Lehrer in Deutschland. Aber das System ist marode. Von den
Kultusministerien bis hin zur Schulorganisation ist Versagen eingeplant.
Technische Dienste: hier bei uns in der Staße ist der
Abwasserkanal marode. Im Halbjahresrhythmus wird aufgemacht, geflickt,
zugeschaufelt, Pflaster neu verlegt. Aber eine tragfähige
Lösung wird nicht realisiert. Und dort arbeiten keine technische
Dienste, die Arbeiten werden an Bauunternehmen vergeben. Tolle Leistung.
Da könnte man ja auch sofort diesen ganzen Bereich vergeben. Nur
zwei Beispiele zu den tollen Leistungen der Verwaltungen die
„nicht kostenlos“ sind.
griechische Zustände...
...wollen wir eben nicht!
Wir wollen eine Verwaltung, die funktioniert (Finanzamt, Katsteramt,
Polizei, Justiz, Schule, technische Dienste).
Die gibt es nicht kostenlos!
"Die öffentlichen Arbeitgeber haben bereits erklärt, dass
sie wenig Spielraum für Lohnerhöhungen sehen. Sie verweisen
auf die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte und auf ein
sich abschwächendes Wirtschaftswachstum."
Das scheint wohl nicht für alle Bundesländer zu gelten,
zumindest NRW scheint ja über volle Kassen zu verfügen, wenn
man sich die Diätenerhöhung der Landtagsabgeordneten vor Augen
führt...
die spinnen, die Gewerkschaften
aber wundert uns das? Wenn die Arbeitnehmer sehen, dass dür GR Kredite in hunderten von Mrd. drin sind, wollen sie natürlich auch etwas von dem, das gar nicht da ist.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2012 17:26 Uhrnicht da
Wenn's nach dem ginge, was (nicht) da ist, gäb's im Öffentlichen Dienst schon seit 40 Jahren nur noch 366 Essensbons und 2 Kleiderkarten pro Jahr je Arbeitnehmer/in.
Stimmt.....
sie sollten mind. 11 % fordern damit 6 - 7 % herauskommen!
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?