31.03.2012 · Sattes Gehaltsplus im Öffentlichen Dienst: Die Gehälter der zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen werden innerhalb von zwei Jahren stufenweise um 6,3 Prozent erhöht. Nach zähen Verhandlungen stimmten die Gewerkschaften dem Kompromiss zu.
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Wir sind doch keinen Deut besser als die Griechen. Wir leben über unsere Verhältnisse und werden die Quittung etwas später bekommen. Verdi trägt dazu bei.
Ist Verdi eine Gewerkschaft ?????
Ein "Dreimal Hoch .... auf Verdi - Herrn Bsirske und die restlichen
Gewerkschaftsfunktionäre !!!"
Für diesen Abschluß können sie beruhigt die Sektkorken
knallen lassen - im Kreise der Erlauchten, die tatsächlich eine
Erhöhung genießen (es wird nicht viel Schampus gebraucht,
denn es sind nur wenige).
Da werden die "Gewerkschaftsmitglieder" mit dem Slogan
"200 € Sockelbetrag, zum Kampf auf die Strasse gelockt, um
diese Forderung gleich in der ersten Runde wieder fallen zu lassen.
Diese Art erinnert deutlichst an den Wahlkampf unserer Politiker mit
ihren Wahlversprechen ... die auch nicht eingehalten werden.
Und dann schreibt sich diese Gerkschaft "Souiale
Gerechtigkeit" auf die Fahne .... dass ich nicht lache.
Wenn alle Mitglieder, die durch diesen Abschluß, gerade mal ein
plus von 100 € erhalten, austreten würden, dann "Gute
Nacht" - Verdi
Es ist halt doch einfacher, in einem Aufsichtsrat Managergehälter
in Millionenhöhe "abzunicken" - nicht wahr Herr Bsirkse
... und Genossen ????
Tarif-Verhandlungen gem. ver.di/Bsirske:
1.Akt: Die Posaunen von Jericho- Bsirske tritt vor die
Öffentlichkeit und trompetet die Tarifforderung der ver.di mit
lautstarken und wortgewaltigen Argumenten heraus.
2.Akt : Die Elefantenherde: Die Mitglieder der ver.di, nun aufgeputscht
und streikmotiviert, treten mit geballter Macht auf, organisieren
Warnstreik, Proteskund-gebungen, und sind bereit zu streiken.
3.Akt : Die Maus : Der Berg gebiert eine Maus, die man nun
Tarifabschluss nennt. Bei den Arbeitgebern knallen- mal wieder- die
Sektkorken, denn der (Grüne)Bsirske hat wieder bewiesen, dass er
eine große Portion neoliberalen Gedankguts sein eigen nennt.
Typisch, liebe Gwerkschafter! Sie sind wieder eingeknickt. Wo bleiben
die wirklich Bedürftigen?
Ach ja, Sie, die Sie in den Verhandlungsrunden saßen, haben ja
eine höhere Lohn/Gehaltsgruppe. Da muss man auf einen Sockelbetrag
verzichten, da Sie ja persönlich von Prozenten viel nehr
profitieren.Eine Sockelerhöhung war nicht durchsetzbar. So ein
Quatsch, mann hätte nur in den Prozenten entsprechend nachgeben
müssen. Schon blöd, dass die Mitarbeiter in den unteren
Lohngruppen keine Lobby haben.
Die Schere geht weiter auseinander!!! Schaun wir mal, ob andere
Gewerkschafter klüger sind. Ich hoffe es von ganzem Herzen.
Es grüßt ein kleiner Einzelhändler aus dem Ruhrgebiet
Korrupte Gewerkschaftsfunktionäre
Verdi-Chef Bsirske, verkauf wie so oft, den aktuellen Tarifabschluss
mit einer jährlichen Lohnsteigerung von 3,15%, als Erfolg. Dabei
hat Bsirske auf voller Linie versagt. Und so geht das seit Jahren mit
Bsirske, Sommer & Co. Versagen auf allen Ebenen und trotzdem sitzen
diese Vollversager fest im Sattel.
Das gleiche Schema, ist auch bei der SPD festzustellen. Seit Jahren
schwindet die Wählerzustimmung und die Mietgliederzahlen. Die
Protagonisten innerhalb der neoliberalen SPD, verantwortlich für
dieses Desaster sitzen, wie ihre Freunde und
Gewerkschaftsfunktionäre, fest im Sattel.
Wie funktioniert das eigentlich?
Ein Fußballtrainer der eine Niederlage nach der anderen
einfährt und auch noch bei seinen Fans unbeliebt ist, bekommt
schneller einen Tritt in den Hintern, als er schauen kann.
... und wieder geht die Schere ein Stückchen weiter auseinander!
Wo bitte ist die Sockelanhebung für die unteren Lohngruppen in Höhe von 200,- Euro geblieben? Naja, in einem erfolgreichen Tierversuch muss es auch eine Zereißprobe geben. Mal schauen was passiert wenn der Laden auseinanderfliegt! Bei einem gestrigen Bewerbungsgespräch hat man tatsächlich die Dreistigkeit besessen, dass man mir den 8-Euro/Stunde-Job nur unter der Bedingung geben wollte, wenn ich zusichere, dass ich mit dem wenigen Geld auch auskomme. Man könne mir nämlich eine fünfte und sechste 12-Stunden-Schicht pro Woche nicht immer garantieren. ...
Besser angelegt als bei den Griechen
oder den Portugiesen, den Iren, den Italienern, den Spaniern, den Franzosen und wer da noch so alles seine Hände öffnet wie die Goldmarie.
Ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler. Die "Griechenlandisierung" Deutschlands.
Jetzt müssen die Kommunen sehen, wie sie das Geld zusammenbekommen.
Kitas, Polizei und Schulen werden darunter leiden.
Seit Jahrzehnten packen die Parteien die öffentlichen Dienste mit
neuen Stellen voll und blockieren mit geschickt formulierten Gesetzen
jede Effektivierung der Verwaltungen.
Hier tun sich SPD, Grüne, CSU und CDU gegenseitig nichts.
Die Arbeitgeberseite ist in Deutschland den marodierenden Banden der
Gewerkschaften hilflos ausgeliefert. Das kann so nicht weitergehen.
Man fragt sich auch, wozu es Unkündbarkeit und Beamtentum gibt und
was diese wert ist.
In heutigen Zeiten wäre eine Einkommensminderung um 6,5% gerecht
gewesen, wenn man wirklich auf dieser leitungsfeindliche Regelung besteht.
... es einen riesigen Unterschied macht, ob ich die Lohnsteigerungen in
den ersten drei Monaten erhalte, und sie damit die restliche Laufzeit
mitnehme, bzw. ob ich die Zuwächse erst in den letzten drei Monaten
erhalte, während das Gehalt in den ersten 21 Monaten noch auf dem
Stand vor dem Tarifabschluss eingefroren bleibt.
Einzig möglicher Kritikpunkt wäre, dass man hier nicht rechnen
kann, wie mit einem Wertpapier. Rechnet man genau, dann erhält man
in den kompletten 24 Monaten insgesamt 1,0477mal so viel Geld, wie ohne
Tarifabschluss, also bei eingefrorenem Gehalt. Das entspräche dann
einem Zuwachs von 2,36% pro Jahr - und der ist weder
inflationsbereinigt, noch wäre die ggf. höhere Steuer (kalte
Progression) berücksichtigt.
@Manuel Naranjo
Warum gerade etwas mehr für die "unteren" und weniger
für die "oberen"?
Damit hätten dann die "unteren" mehr als die Inflation
und die "oberen" weniger?
Warum dann nicht gleich alle gleich bezahlen?
Bei Steuerklasse 1 und Stufe 3 verdient man bei e15 in BW 2440 Netto,
bei e13: 2130, bei e11: 1930, bei e9 1680 und bei e7: 1500. Die
Gehälter liegen also schon jetzt ziemlich nah bei einander.
kurz gesagt...
... ist damit im großen und ganzen die allgemeine Preissteigerung abgedeckt. Gut wäre es gewesen, wenn es eine Staffelung nach Lohngruppen gegeben hätte. Etwas mehr in den unteren (Sockelbetrag), dafür etwas weniger in den höheren. Chance verpasst, aber wieder Futter für die ÖD-Basher. Einer der Unterschiede (nur einer von vielen) zwischen D und GR: funktionierende Verwaltung. Durfte schon das eine oder andere mal mit Verwaltungen anderer Länder Bekanntschaft machen, seitdem bin ich mit unserer zufrieden. Lieben tut man sie trotzdem nicht ;-)
Rechnen wir doch mal nach
angenommen jemand verdiente im letzten Jahr 50 000 und soll 3 %
Lohnsteigerung pro Jahr erhalten.
dann bekommt er jetzt 51 500 pro Jahr und im nächsten Jahr rund 53 000.
macht also 104 500 Euro in 2 Jahren, also 1,045 mal so viel Geld wie
ohne Erhöhung.
Jedoch war die Gehaltssteigerung stets 3 % und nicht Wurzel aus 1,045!
Hätten Sie Ihre 50 000 für zwei Jahre zu 3 Prozent angelegt,
hätten Sie rund 53 000 nach 2 Jahren, also rund 6 Prozent mehr.
Hätten Sie dagegen 50 000 zu 3% für zwei Jahre und nach einem
Jahr dann nochmal 50 000 zu 3 % für ein Jahr, hätten Sie nach
2 Jahren 104 500. "Effektiv" dann doch zu 3 Prozent verzinst,
und nicht zu 2,2% was der Quadratwurzel aus 1,045 entspricht
Zum Glück verhandelt der nicht in einer privatwirtschaftlichen Institution deren Ziel es ist, neben sicheren Arbeitsplätzen in der Gegenwart auch ordentliche Gewinne zu erzielen um Investitionen für die Zukunft zu finanzieren. Augenscheinlich haben unsere Politiker immer noch keinen Diskurs gefunden um der Bevölkerung den Ernst der öffentlichen Verschuldung zu erklären.
Nicht mal den Inflationsausgleich
Die 6,3 % gibt es erst ab August 2013 für die letzten 7 Monate der zweijährigen Laufzeit bis Februar 2014. 3,5 % gibt es ab März 2012 und 4,9 % ab August 2012. Die Lohneröhung beträgt über 24 Monate durchschnittlich ca 2 % per anno, also weniger als die voraussichtliche Teuerung von über 2 % in 2012 und 2013. Weder Verdi noch die Arbeitgeberseite hat ein Interesse dies bekanntzugeben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 12:37 Uhrwieso?
6,3% über 2 Jahre macht rund 3 Prozent pro Jahr, also mehr als die amtliche Inflationsrate
werden da noch viele sagen.
Nehmen wir mal an, dass wir in 1 Jahr tatsächlich noch den Euro
haben, so wird die Inflation deutlich im 2-stelligen Bereich liegen.
Nun spielt im ÖD die Produktivität keinerlei Rolle und unsere
Obrigkeit wird ihre Schergen sicherlich zwischenzeitlich gut
füttern; allerdings wird doch wohl keine andere Gewerkschaft so
dumm sein, Lohnabschlüsse mit Laufzeiten oberhalb eines halben
Jahres abzuschließen.
Die Gehälter werden ab Anfang nächsten Jahres erst Monatlich
ausgehandelt werden, dann wöchentlich und schlußendlich
täglich (mit Auszahlung des Lohnes am Tagesende und Abholung mit
der Schubkarre).
Das freut doch die Beamten, die in gleicher Höhe davon profitieren.
Kein Wunder daß das so
friedlich geendet ist, wenn die Funktionäre ordentlich mit
absahnen.
Die Beamten und Pensionäre bekommen ordentlich ab und schon klappt
es mit der Gewerkschaft. Wer vertritt in diesem Poker eigentlich die
Rentner, die 2012 im Osten 2,26 und im Westen 2,18 % mehr Rente erhalten
sollen, nach 0,99 % im Vorjahr und jahrlang nichts. Das deckt noch
nicht einmal die Inflation. geschweige die gestiegenen Energiekosten
und Gebührenerhöhungen. Dabei ist die Durchschnittsrente im
DDR-Beitrittsgebiet sogar höher als in den alten
Bundesländern. Die Schere wird immer größer, die Sozis
aller Couleur
haben schon wieder Oberwasser, die Unternehmer wissen gar nicht wohin
mit dem vielen Geld, aber an Kindern, Familien und Rentnern wird
ordentlich gespart. Wozu sind eigentlich die Sozialverbände gut?
Für dummes Geschwätz in Talk-Shows?
Rentenerhöhungen
Ich weiß nicht, wie das in der Schweiz ist. Ich weiß nur,
daß die Renten der normalen Beitragszahler aus der alten BRD um
mindestens 40 % durch sogenannte Reformen in den letzten 30 Jahren
geschrumpft sind, so daß die Durchschnitts-Pensionen in der BRD
bei 2.600,-- Euro liegen und die Durchschnittsrenten West bei 950,--
Euro und Ost bei 999,00 Euro (siehe Wikipedia). Dabei zahlen Beamte
nichts ein. Eine Durchschnittsrente basiert auf 45 Beitragsjahren.
Diese Zahlen sind skandalös, wobei Neurentner noch wesentlich
weniger bekommen. Deutsche Durchschnittsrenten liegen am Armutniveau der EU.
Aus unseren Rentenkassen werden jede Menge politische Fremdrenten
finanziert, die immer noch nicht vollkommen aus Steuermitteln gedeckt
sind, wobei durch die Kürzüngen bei "Reformen" aller
Regierungen, insbesondere aber der Rot-Grünen Sozialisten
GerhardSchröder und Joschka Fischer die Renten durch
Veränderung der Rentenformeln dauerhaft geschrumpft wurden und
werden. Das ist der Skandal.
Falsche Rechnung
Wenn sie schon jährliche Rechnung der Rentner verwenden, dann müssen sie natürlich auch den den jährlichen Lohnanstieg vergleichen und dann bekommen die Rentner sogar ein bißchen mehr!
der öffentliche Dienst erhält eindeutig zuviel
aber die Rentner haben schon viel zu viel abkassiert. Dieser
Personenkreis nimmt ständig eine ordentlichen Schluck aus der
Pulle, nicht nur was die Erhöhung angeht, auch was die
Anrechnungszeiten anbelangt. Nein, die Rentner müssten schon
längst mit höheren Abschlägen herangezogen werden.
Oder, was noch besser ist, auf ein Kapitaldeckungsverfahren umgestellt
werden, wie hier in der Shcweiz mit der Pensionskasse.
Flughafenbodendienst streikt für alle Beamten
Wäre ich doch Beamter geworden. Dann würden für mich Kleinverdiener (organisiert in ver.di) für mein gutes Einkommen streiken. Ich darf ja nicht. Wie praktisch!
Der weitere Weg ist vorgezeichnet
In den 70er Jahren gab es im öffentlichen Dienst schon einmal einen grossen Schluck aus der Pulle, völlig losgelöst von der wirtschaftlichen Entwicklung. Das war der Einstieg in die Schuldenrepublik auf breiter Front. Der Staat, die Bundesländer und vor allem die Städte und Gemeinden sind heute hochverschuldet , viele eher pleite. Verdi hat am eigenen Ast gesägt. Bei 6,3 % werden viele Städte privatisieren, es bleibt ihnen keine andere Wahl.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2012 13:28 UhrVermengen
Natürlich wird jeder (auch ich) Dinge finden, mit denen er als Ausgabeposten nicht einverstanden ist. Nur wenn in der komplexen heutigen Welt alles miteinander vermengt wird (EU, Globlisierung, Rüstung...)...
Öffentlicher Dienst und Staatsschulden
Klar, an der Verschuldung Deutschland sind natürlich die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst schuld? Kein bisschen die Abermilliarden, die wir in die Rüstung stecken. Oder die wir über die vielfältigen Transfer-Systeme der EU (Agrarpolitik, Strukturfonds, Rettungspakete) in andere Länder überweisen.
Aha
Fragen Sie mal die Kämmerer der Städte was die von den 6,3%
halten. Schlicht nicht bezahlbar für einige Städte u.
Gemeinden.
PS. Auch den Ländern wie NRW steht das Wasser bis zum Hals, BRD 2
Bio.€ Schulden
Steuerverteilungsschlüssel
Sie sollten nicht das eine mit dem anderen verwechseln. Die Steuereinnahmen des Staates sind so hoch wie nie zuvor. Wenn der Verteilungsschlüssel dieser so schlecht ist, dass die Städte und Gemeinden zuwenig partizipieren, dann ist dass nicht schuld von Erzieherinnen, Sozialamtsmitarbeitern usw. , Außerdem können auch Sie nicht rechnen, siehe Kommentar von Hagen-T
wer sich dafür intereesiert, wie man die 4,6% erhält:
1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,0459 in 24 Monaten
Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227.
Inflation ?
Dann rechnen Sie bitte auch mal vor, wie Sie auf eine Inflationsrate von 2 % kommen. Ihre Ansatz ist nicht konsistent!
@Hr. Beier
Hr. Beier, sie haben Recht: man erhält 25,131 Monatsgehälter in 24 Monaten, was einem Lohnplus von 4,71% in 24 Monaten statt meiner 4,77% entspricht. Mein Fehler.
Nicht logisch
Das verstehe ich schon, ich finde die Rechnung aber falsch, vorallem da
sie explizit in Relation zur Inflation gesetzt wurde. So kann man nicht
rechnen ! Nach dieser Logik entspricht eine Jahresinflationsrate von 2%,
eine effektive Preissteigerung von etwa 1%. ( 1/12*(Sum(i to 12)
1*(1.02)^(i/12)) ). Man kann also auf einer Seite nicht so, auf der
anderen dann wieder so rechnen.
Nach 24 Monaten sind die Reallöhne dann um etwa 2.3% Prozent
höher als heute.
Wer es nachrechnen will
Der Vertrag läuft über zwei Jahr, d.h. 24 Monate.
Geht man beispielhaft von 1000€ als Ursprungsbetrag aus, gibt es
für 10 Monate 1000*1,035=1035€, dann für 8 Monate
1035*1,014=1049,49€ und dann für weitere 6 Monate
1049,49*1,014=1064,18€. In der Summe sind das also
10*1035+8*1049,49+6*1064,18=25131€ statt der 24*1000=24000€
25131/24000=1,047125 für zwei Jahre, d.h. 1,02329125863558
(Quadratwurzel) pro Jahr.
Die Löhne steigen also um 2,33% pro Jahr.
Weil...
Weil...
... es einen riesigen Unterschied macht, ob ich die Lohnsteigerungen in
den ersten drei Monaten erhalte, und sie damit die restliche Laufzeit
mitnehme, bzw. ob ich die Zuwächse erst in den letzten drei Monaten
erhalte, während das Gehalt in den ersten 21 Monaten noch auf dem
Stand vor dem Tarifabschluss eingefroren bleibt.
Einzig möglicher Kritikpunkt wäre, dass man hier nicht rechnen
kann, wie mit einem Wertpapier. Rechnet man genau, dann erhält man
in den kompletten 24 Monaten insgesamt 1,0477mal so viel Geld, wie ohne
Tarifabschluss, also bei eingefrorenem Gehalt. Das entspräche dann
einem Zuwachs von 2,36% pro Jahr - und der ist weder
inflationsbereinigt, noch wäre die ggf. höhere Steuer (kalte
Progression) berücksichtigt.
Potenz?
Ich frage mich warum du die erhöhung jeweils mit einer potenz "gewichtest". die erhöhung wird ja nicht annualisiert angegeben, sondern finden nach meiner Auffassung diskret jeweils zu den einzelnen Zeitpunkten statt. somit ist die erhöhung 1.035*1.014*1.014 /aprrox 1.06418, annualisiert also 1.0315 ...
wer rechnen kann, ist klar im Vorteil
Das entspricht in 24 Monaten einer Lohnerhöhung um 4,6%, und damit
auf's Jahr 'runtergerechnet einer jährlichen Lohnerhöhung um
___ 2,27%! Und davon gehen jährlich ca. 2% wegen Inflation ab,
bleiben satte 0,27% --- also ein voller Schluck aus der Pulle.
.
Da bin ich mal echt beeindruckt.
Aber immer weniger in Deutschland können rechnen.
Nehmen wir absolute Zahlen und z.B. einen Bruttolohn von 2.000 Euro pro Monat:
3,5 Prozent im 1. Jahr, das ergibt in Lohnsteuerklasse I/0 und einem
Kirchensteuersatz von 8 Prozent eine "Lohnerhöhung" von
rund 23 pro Monat und zwar NOMINAL. Denn die Inflation und die
allgemeine Preissteigerung ist da natürlich noch nicht berücksichtigt.
Richtig! Da knallen die Champagnerflaschen und Sektkorken!
Jeder Politiker, Gewerkschaftler, Journalist oder Arbeitgeber-Lobbyist,
der hier von einem "kräftigen Schluck" aus der Pulle
redet, sollte sich schämen, denn er kann entweder nicht rechnen
oder er will das Volk für dumm verkaufen.
viel zu hoch - und schon für nächstes Jahr verplant, wo keiner weiss,
was nächstes Jahr in der Privatwirtschaft vereinbart wird.
Die Politiker haben sich eben selbst wieder eine gute Lohnerhöhung
zugestanden, wenn sie nach der nächsten Wahl kein Mandat erhalten
und in ihren alten Beamtenjob zurückwechseln.
Das üppige Salär der Unproduktiven!
6,3% mehr Lohn in zwei Jahren, soviel Erhöhung ihres Lohnes
erhalten viele Arbeitnehmer in Deutschland nicht.
Somit muss dieser Personenkreis wieder mal mit einem Negativsaldo seines
Nettoeinkommens leben, da er nicht nur die Preissteigerungen der
Rohstoffe und Arbeitsentgelte verbunden mit den hergestellten Produkten
bezahlen muss , sondern auch die jetzt steigenden -lohnintensiven-
Verwaltungs- und Dienstleistungskosten bedient werden müssen.
Die Grenze des Einkommens, von der man aus eigener (Arbeits-)Kraft leben
kann, wurde damit wieder einen Ticken nach oben gesetzt. Somit steigt
auch automatisch die Zahl der Transferempfänger. Eine -wieder mal-
beunruhigende Situation!
Denn, da wir nun mal der Staat sind, wird die Last auf die verbliebenen
(transferfreien) Arbeitnehmer verteilt.
Mal schauen wie viele Jahre das noch gut geht, bis das System kippt!
Soso, unproduktiv...
...wie Dienstleistung nunmal ist. Unproduktiv wie
- Kindergärtner,
- Krankenhausbedienstete,
- Müllwerker,
- ÖPNV,
- Stadtwerkeer (die ausrücken, wenn die produktive Privatwirtschaft
mal wieder Leitungen aller Art beschädigt hat),
- Zulassungsstelle (aua, da gehts ans Auto! Das ist nicht fair...),
- Feuerwehr, Polizei, Justizvollzugbeamte (Beamtenbund war ja auch dabei),
und viele andere Arbeitnehmer halt so sind. Wenns die nicht
gäb...täts ein anderer machen, aber sicher (ohne
Dumpinglöhne) nicht billiger ;-)
ob Dienstleistung das angebrachte Wort ist
darf bezweifelt werden.
ansonsten gebe ich ihnen vollkommen recht.
Unproduktiven Nutzer
Sie sind also auch einer der "unproduktiven" Nutzer die diese am liebsten "mit Füßen treten". Sie sollten mal eine Woche d.h. 8 Stunden am Tag in einer Kita Gruppe von Kleinkindern und Babies arbeiten, ohne Hörschutz bei 85-110 Phone und oft 15-25 Kg schweren Kindern die hochgehoben, getragen oder gewickelt werden müssen. Wenn Sie dann am ende Der Woche 250-400€ Netto in die Handbekommen, wissen Sie wie schön das ist, als "unproduktives" Mitglied dieser unser so tollen Gesellschaft zu leben.
@R. Clemens (ZyNik)
"Denn, da wir nun mal der Staat sind, wird die Last auf die
verbliebenen (transferfreien) Arbeitnehmer verteilt."
Das ist allerdings auch ein wichtiges Signal für die Arbeitnehmer
in der Privatwirtschaft, dass deutliche Lohnsteigerungen nötig,
möglich und geboten sind. Es ist leider eine Unart geworden,
Arbeitnehmer unterschiedlicher Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen.
Ich bin mit meinem Gehalt nicht glücklicher, nur weil andere
weniger bekommen als ich selbst.
Bemerkenswert: Einigung ohne Streik!
Es ist schon bemerkenswert, dass eine Einigung in nur 3 Verhandlungsrunden zustande kam - ohne Schlichtung und ohne Streik! Zur Nachahmung empfohlen!!!
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 15:19 Uhr??????????????
Was reden Sie da eigentlich? Lohnerhöhungen von 20% für Erzieher?! Hallo?!
Gewerkschaft als 5. Kolonne
Ich kenne den öffentlichen Dienst jetzt nicht aus eigener Erfahrung. Aus meinem eigenen Umfeld (IG Metall) kann ich jedoch berichten, dass sowas immer dann klappt, wenn die sog. Arbeitnehmervertreter als Handlanger des Arbeitgeber fungieren und ihre eigenen Mitglieder verarschen. Danach sieht es ja auch hier aus, wenn man die Nettosteigerung knapp über der (sowieso getürkten) Inflationsrate betrachtet.
kein Wunder
Das ist ja auch kein Wunder bei so einem für die Arbeitnehmer, so schlechtem Abschluss. Dadurch ging es auch so schnell. Denn - siehe Kommentar von Hagen_t- 0,27% Lohnzuwachs ist sehr viel!!. Dass wusste auch der Finanzminister. Ziel der Gewerkschaft ist klar verfehlt, da der wichtigste Forderungspunkt, 200€ Sockelbetrag nicht erfüllt wurde. Nur dies hätte alle am meisten weitergebracht, z.B. die völlig unterbezahlten KITA Erzieherinnen ( 1000-1200 Netto) in Hamburg besser zu stellen.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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