Home
http://www.faz.net/-gqe-6yuh8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Öffentlicher Dienst 6,3 Prozent mehr Lohn in zwei Jahren

 ·  Sattes Gehaltsplus im Öffentlichen Dienst: Die Gehälter der zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen werden innerhalb von zwei Jahren stufenweise um 6,3 Prozent erhöht. Nach zähen Verhandlungen stimmten die Gewerkschaften dem Kompromiss zu.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (45)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Hans-Hartmut Schwaab

Wir sind Griechen!

Wir sind doch keinen Deut besser als die Griechen. Wir leben über unsere Verhältnisse und werden die Quittung etwas später bekommen. Verdi trägt dazu bei.

Empfehlen
Egon Christ
Egon Christ (christeg) - 01.04.2012 10:33 Uhr

Ist Verdi eine Gewerkschaft ?????

Ein "Dreimal Hoch .... auf Verdi - Herrn Bsirske und die restlichen Gewerkschaftsfunktionäre !!!"
Für diesen Abschluß können sie beruhigt die Sektkorken knallen lassen - im Kreise der Erlauchten, die tatsächlich eine Erhöhung genießen (es wird nicht viel Schampus gebraucht, denn es sind nur wenige).
Da werden die "Gewerkschaftsmitglieder" mit dem Slogan "200 € Sockelbetrag, zum Kampf auf die Strasse gelockt, um diese Forderung gleich in der ersten Runde wieder fallen zu lassen.
Diese Art erinnert deutlichst an den Wahlkampf unserer Politiker mit ihren Wahlversprechen ... die auch nicht eingehalten werden.
Und dann schreibt sich diese Gerkschaft "Souiale Gerechtigkeit" auf die Fahne .... dass ich nicht lache.
Wenn alle Mitglieder, die durch diesen Abschluß, gerade mal ein plus von 100 € erhalten, austreten würden, dann "Gute Nacht" - Verdi
Es ist halt doch einfacher, in einem Aufsichtsrat Managergehälter in Millionenhöhe "abzunicken" - nicht wahr Herr Bsirkse ... und Genossen ????

Empfehlen
Manfred Stiegel

Die drei Phasen des Bsirske

Tarif-Verhandlungen gem. ver.di/Bsirske:

1.Akt: Die Posaunen von Jericho- Bsirske tritt vor die Öffentlichkeit und trompetet die Tarifforderung der ver.di mit lautstarken und wortgewaltigen Argumenten heraus.
2.Akt : Die Elefantenherde: Die Mitglieder der ver.di, nun aufgeputscht und streikmotiviert, treten mit geballter Macht auf, organisieren Warnstreik, Proteskund-gebungen, und sind bereit zu streiken.
3.Akt : Die Maus : Der Berg gebiert eine Maus, die man nun Tarifabschluss nennt. Bei den Arbeitgebern knallen- mal wieder- die Sektkorken, denn der (Grüne)Bsirske hat wieder bewiesen, dass er eine große Portion neoliberalen Gedankguts sein eigen nennt.

Empfehlen
Johannes Maas
Johannes Maas (JoMa54) - 31.03.2012 23:37 Uhr

Auf dem Rücken der "Kleinen"

Typisch, liebe Gwerkschafter! Sie sind wieder eingeknickt. Wo bleiben die wirklich Bedürftigen?
Ach ja, Sie, die Sie in den Verhandlungsrunden saßen, haben ja eine höhere Lohn/Gehaltsgruppe. Da muss man auf einen Sockelbetrag verzichten, da Sie ja persönlich von Prozenten viel nehr profitieren.Eine Sockelerhöhung war nicht durchsetzbar. So ein Quatsch, mann hätte nur in den Prozenten entsprechend nachgeben müssen. Schon blöd, dass die Mitarbeiter in den unteren Lohngruppen keine Lobby haben.
Die Schere geht weiter auseinander!!! Schaun wir mal, ob andere Gewerkschafter klüger sind. Ich hoffe es von ganzem Herzen.
Es grüßt ein kleiner Einzelhändler aus dem Ruhrgebiet

Empfehlen
Frank Rademacher

Korrupte Gewerkschaftsfunktionäre

Verdi-Chef Bsirske, verkauf wie so oft, den aktuellen Tarifabschluss mit einer jährlichen Lohnsteigerung von 3,15%, als Erfolg. Dabei hat Bsirske auf voller Linie versagt. Und so geht das seit Jahren mit Bsirske, Sommer & Co. Versagen auf allen Ebenen und trotzdem sitzen diese Vollversager fest im Sattel.
Das gleiche Schema, ist auch bei der SPD festzustellen. Seit Jahren schwindet die Wählerzustimmung und die Mietgliederzahlen. Die Protagonisten innerhalb der neoliberalen SPD, verantwortlich für dieses Desaster sitzen, wie ihre Freunde und Gewerkschaftsfunktionäre, fest im Sattel.
Wie funktioniert das eigentlich?

Ein Fußballtrainer der eine Niederlage nach der anderen einfährt und auch noch bei seinen Fans unbeliebt ist, bekommt schneller einen Tritt in den Hintern, als er schauen kann.

Empfehlen
Reinhard Wolf

... und wieder geht die Schere ein Stückchen weiter auseinander!

Wo bitte ist die Sockelanhebung für die unteren Lohngruppen in Höhe von 200,- Euro geblieben? Naja, in einem erfolgreichen Tierversuch muss es auch eine Zereißprobe geben. Mal schauen was passiert wenn der Laden auseinanderfliegt! Bei einem gestrigen Bewerbungsgespräch hat man tatsächlich die Dreistigkeit besessen, dass man mir den 8-Euro/Stunde-Job nur unter der Bedingung geben wollte, wenn ich zusichere, dass ich mit dem wenigen Geld auch auskomme. Man könne mir nämlich eine fünfte und sechste 12-Stunden-Schicht pro Woche nicht immer garantieren. ...

Empfehlen
Peter Ramsauer

Besser angelegt als bei den Griechen

oder den Portugiesen, den Iren, den Italienern, den Spaniern, den Franzosen und wer da noch so alles seine Hände öffnet wie die Goldmarie.

Empfehlen
Klaus Letis

Ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler. Die "Griechenlandisierung" Deutschlands.

Jetzt müssen die Kommunen sehen, wie sie das Geld zusammenbekommen.

Kitas, Polizei und Schulen werden darunter leiden.

Seit Jahrzehnten packen die Parteien die öffentlichen Dienste mit neuen Stellen voll und blockieren mit geschickt formulierten Gesetzen jede Effektivierung der Verwaltungen.

Hier tun sich SPD, Grüne, CSU und CDU gegenseitig nichts.

Die Arbeitgeberseite ist in Deutschland den marodierenden Banden der Gewerkschaften hilflos ausgeliefert. Das kann so nicht weitergehen.

Man fragt sich auch, wozu es Unkündbarkeit und Beamtentum gibt und was diese wert ist.

In heutigen Zeiten wäre eine Einkommensminderung um 6,5% gerecht gewesen, wenn man wirklich auf dieser leitungsfeindliche Regelung besteht.

Empfehlen
Hagen Tronnstedt

Weil...

... es einen riesigen Unterschied macht, ob ich die Lohnsteigerungen in den ersten drei Monaten erhalte, und sie damit die restliche Laufzeit mitnehme, bzw. ob ich die Zuwächse erst in den letzten drei Monaten erhalte, während das Gehalt in den ersten 21 Monaten noch auf dem Stand vor dem Tarifabschluss eingefroren bleibt.

Einzig möglicher Kritikpunkt wäre, dass man hier nicht rechnen kann, wie mit einem Wertpapier. Rechnet man genau, dann erhält man in den kompletten 24 Monaten insgesamt 1,0477mal so viel Geld, wie ohne Tarifabschluss, also bei eingefrorenem Gehalt. Das entspräche dann einem Zuwachs von 2,36% pro Jahr - und der ist weder inflationsbereinigt, noch wäre die ggf. höhere Steuer (kalte Progression) berücksichtigt.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 21:41 Uhr
Alina Duesselman

@Manuel Naranjo

Warum gerade etwas mehr für die "unteren" und weniger für die "oberen"?
Damit hätten dann die "unteren" mehr als die Inflation und die "oberen" weniger?
Warum dann nicht gleich alle gleich bezahlen?
Bei Steuerklasse 1 und Stufe 3 verdient man bei e15 in BW 2440 Netto, bei e13: 2130, bei e11: 1930, bei e9 1680 und bei e7: 1500. Die Gehälter liegen also schon jetzt ziemlich nah bei einander.

Empfehlen
Josef Breithaupt
Manuel Naranjo (Narr79) - 31.03.2012 14:55 Uhr

kurz gesagt...

... ist damit im großen und ganzen die allgemeine Preissteigerung abgedeckt. Gut wäre es gewesen, wenn es eine Staffelung nach Lohngruppen gegeben hätte. Etwas mehr in den unteren (Sockelbetrag), dafür etwas weniger in den höheren. Chance verpasst, aber wieder Futter für die ÖD-Basher. Einer der Unterschiede (nur einer von vielen) zwischen D und GR: funktionierende Verwaltung. Durfte schon das eine oder andere mal mit Verwaltungen anderer Länder Bekanntschaft machen, seitdem bin ich mit unserer zufrieden. Lieben tut man sie trotzdem nicht ;-)

Empfehlen
Alina Duesselman

Rechnen wir doch mal nach

angenommen jemand verdiente im letzten Jahr 50 000 und soll 3 % Lohnsteigerung pro Jahr erhalten.
dann bekommt er jetzt 51 500 pro Jahr und im nächsten Jahr rund 53 000.
macht also 104 500 Euro in 2 Jahren, also 1,045 mal so viel Geld wie ohne Erhöhung.
Jedoch war die Gehaltssteigerung stets 3 % und nicht Wurzel aus 1,045!

Hätten Sie Ihre 50 000 für zwei Jahre zu 3 Prozent angelegt, hätten Sie rund 53 000 nach 2 Jahren, also rund 6 Prozent mehr.

Hätten Sie dagegen 50 000 zu 3% für zwei Jahre und nach einem Jahr dann nochmal 50 000 zu 3 % für ein Jahr, hätten Sie nach 2 Jahren 104 500. "Effektiv" dann doch zu 3 Prozent verzinst, und nicht zu 2,2% was der Quadratwurzel aus 1,045 entspricht

Empfehlen
Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 31.03.2012 12:15 Uhr

Innenminister

Zum Glück verhandelt der nicht in einer privatwirtschaftlichen Institution deren Ziel es ist, neben sicheren Arbeitsplätzen in der Gegenwart auch ordentliche Gewinne zu erzielen um Investitionen für die Zukunft zu finanzieren. Augenscheinlich haben unsere Politiker immer noch keinen Diskurs gefunden um der Bevölkerung den Ernst der öffentlichen Verschuldung zu erklären.

Empfehlen
Marcel Linden

Nicht mal den Inflationsausgleich

Die 6,3 % gibt es erst ab August 2013 für die letzten 7 Monate der zweijährigen Laufzeit bis Februar 2014. 3,5 % gibt es ab März 2012 und 4,9 % ab August 2012. Die Lohneröhung beträgt über 24 Monate durchschnittlich ca 2 % per anno, also weniger als die voraussichtliche Teuerung von über 2 % in 2012 und 2013. Weder Verdi noch die Arbeitgeberseite hat ein Interesse dies bekanntzugeben.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 12:37 Uhr
Alina Duesselman

wieso?

6,3% über 2 Jahre macht rund 3 Prozent pro Jahr, also mehr als die amtliche Inflationsrate

Empfehlen
mathias dumke

Dumm gelaufen...

werden da noch viele sagen.
Nehmen wir mal an, dass wir in 1 Jahr tatsächlich noch den Euro haben, so wird die Inflation deutlich im 2-stelligen Bereich liegen.
Nun spielt im ÖD die Produktivität keinerlei Rolle und unsere Obrigkeit wird ihre Schergen sicherlich zwischenzeitlich gut füttern; allerdings wird doch wohl keine andere Gewerkschaft so dumm sein, Lohnabschlüsse mit Laufzeiten oberhalb eines halben Jahres abzuschließen.
Die Gehälter werden ab Anfang nächsten Jahres erst Monatlich ausgehandelt werden, dann wöchentlich und schlußendlich täglich (mit Auszahlung des Lohnes am Tagesende und Abholung mit der Schubkarre).

Empfehlen
Closed via SSO

Öffentlicher Dienst

Das freut doch die Beamten, die in gleicher Höhe davon profitieren. Kein Wunder daß das so
friedlich geendet ist, wenn die Funktionäre ordentlich mit absahnen.
Die Beamten und Pensionäre bekommen ordentlich ab und schon klappt es mit der Gewerkschaft. Wer vertritt in diesem Poker eigentlich die Rentner, die 2012 im Osten 2,26 und im Westen 2,18 % mehr Rente erhalten sollen, nach 0,99 % im Vorjahr und jahrlang nichts. Das deckt noch nicht einmal die Inflation. geschweige die gestiegenen Energiekosten
und Gebührenerhöhungen. Dabei ist die Durchschnittsrente im DDR-Beitrittsgebiet sogar höher als in den alten Bundesländern. Die Schere wird immer größer, die Sozis aller Couleur
haben schon wieder Oberwasser, die Unternehmer wissen gar nicht wohin mit dem vielen Geld, aber an Kindern, Familien und Rentnern wird ordentlich gespart. Wozu sind eigentlich die Sozialverbände gut? Für dummes Geschwätz in Talk-Shows?

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 13:35 Uhr
Closed via SSO

Rentenerhöhungen

Ich weiß nicht, wie das in der Schweiz ist. Ich weiß nur, daß die Renten der normalen Beitragszahler aus der alten BRD um mindestens 40 % durch sogenannte Reformen in den letzten 30 Jahren geschrumpft sind, so daß die Durchschnitts-Pensionen in der BRD bei 2.600,-- Euro liegen und die Durchschnittsrenten West bei 950,-- Euro und Ost bei 999,00 Euro (siehe Wikipedia). Dabei zahlen Beamte nichts ein. Eine Durchschnittsrente basiert auf 45 Beitragsjahren. Diese Zahlen sind skandalös, wobei Neurentner noch wesentlich weniger bekommen. Deutsche Durchschnittsrenten liegen am Armutniveau der EU.
Aus unseren Rentenkassen werden jede Menge politische Fremdrenten finanziert, die immer noch nicht vollkommen aus Steuermitteln gedeckt sind, wobei durch die Kürzüngen bei "Reformen" aller Regierungen, insbesondere aber der Rot-Grünen Sozialisten GerhardSchröder und Joschka Fischer die Renten durch Veränderung der Rentenformeln dauerhaft geschrumpft wurden und werden. Das ist der Skandal.

Empfehlen
Hermann Zeller
Hermann Zeller (hermie9) - 31.03.2012 12:28 Uhr

Falsche Rechnung

Wenn sie schon jährliche Rechnung der Rentner verwenden, dann müssen sie natürlich auch den den jährlichen Lohnanstieg vergleichen und dann bekommen die Rentner sogar ein bißchen mehr!

Empfehlen
Paul Banaschak

der öffentliche Dienst erhält eindeutig zuviel

aber die Rentner haben schon viel zu viel abkassiert. Dieser Personenkreis nimmt ständig eine ordentlichen Schluck aus der Pulle, nicht nur was die Erhöhung angeht, auch was die Anrechnungszeiten anbelangt. Nein, die Rentner müssten schon längst mit höheren Abschlägen herangezogen werden.
Oder, was noch besser ist, auf ein Kapitaldeckungsverfahren umgestellt werden, wie hier in der Shcweiz mit der Pensionskasse.

Empfehlen
Siegbert Franz
Siegbert Franz (fransi) - 31.03.2012 11:45 Uhr

Flughafenbodendienst streikt für alle Beamten

Wäre ich doch Beamter geworden. Dann würden für mich Kleinverdiener (organisiert in ver.di) für mein gutes Einkommen streiken. Ich darf ja nicht. Wie praktisch!

Empfehlen
Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 31.03.2012 08:47 Uhr

Der weitere Weg ist vorgezeichnet

In den 70er Jahren gab es im öffentlichen Dienst schon einmal einen grossen Schluck aus der Pulle, völlig losgelöst von der wirtschaftlichen Entwicklung. Das war der Einstieg in die Schuldenrepublik auf breiter Front. Der Staat, die Bundesländer und vor allem die Städte und Gemeinden sind heute hochverschuldet , viele eher pleite. Verdi hat am eigenen Ast gesägt. Bei 6,3 % werden viele Städte privatisieren, es bleibt ihnen keine andere Wahl.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2012 13:28 Uhr
Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 01.04.2012 13:28 Uhr

Vermengen

Natürlich wird jeder (auch ich) Dinge finden, mit denen er als Ausgabeposten nicht einverstanden ist. Nur wenn in der komplexen heutigen Welt alles miteinander vermengt wird (EU, Globlisierung, Rüstung...)...

Empfehlen
Werner Franke

Öffentlicher Dienst und Staatsschulden

Klar, an der Verschuldung Deutschland sind natürlich die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst schuld? Kein bisschen die Abermilliarden, die wir in die Rüstung stecken. Oder die wir über die vielfältigen Transfer-Systeme der EU (Agrarpolitik, Strukturfonds, Rettungspakete) in andere Länder überweisen.

Empfehlen
Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 31.03.2012 12:54 Uhr

Aha

Fragen Sie mal die Kämmerer der Städte was die von den 6,3% halten. Schlicht nicht bezahlbar für einige Städte u. Gemeinden.
PS. Auch den Ländern wie NRW steht das Wasser bis zum Hals, BRD 2 Bio.€ Schulden

Empfehlen
Thomas Piening

Steuerverteilungsschlüssel

Sie sollten nicht das eine mit dem anderen verwechseln. Die Steuereinnahmen des Staates sind so hoch wie nie zuvor. Wenn der Verteilungsschlüssel dieser so schlecht ist, dass die Städte und Gemeinden zuwenig partizipieren, dann ist dass nicht schuld von Erzieherinnen, Sozialamtsmitarbeitern usw. , Außerdem können auch Sie nicht rechnen, siehe Kommentar von Hagen-T

Empfehlen
Hagen Tronnstedt

wer sich dafür intereesiert, wie man die 4,6% erhält:

1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,0459 in 24 Monaten
Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227.

Empfehlen
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2012 11:28 Uhr
Marcial Messmer

Inflation ?

Dann rechnen Sie bitte auch mal vor, wie Sie auf eine Inflationsrate von 2 % kommen. Ihre Ansatz ist nicht konsistent!

Empfehlen
Hagen Tronnstedt

@Hr. Beier

Hr. Beier, sie haben Recht: man erhält 25,131 Monatsgehälter in 24 Monaten, was einem Lohnplus von 4,71% in 24 Monaten statt meiner 4,77% entspricht. Mein Fehler.

Empfehlen
Marcial Messmer

Nicht logisch

Das verstehe ich schon, ich finde die Rechnung aber falsch, vorallem da sie explizit in Relation zur Inflation gesetzt wurde. So kann man nicht rechnen ! Nach dieser Logik entspricht eine Jahresinflationsrate von 2%, eine effektive Preissteigerung von etwa 1%. ( 1/12*(Sum(i to 12) 1*(1.02)^(i/12)) ). Man kann also auf einer Seite nicht so, auf der anderen dann wieder so rechnen.

Nach 24 Monaten sind die Reallöhne dann um etwa 2.3% Prozent höher als heute.

Empfehlen
Andreas Beier

Wer es nachrechnen will

Der Vertrag läuft über zwei Jahr, d.h. 24 Monate.

Geht man beispielhaft von 1000€ als Ursprungsbetrag aus, gibt es für 10 Monate 1000*1,035=1035€, dann für 8 Monate 1035*1,014=1049,49€ und dann für weitere 6 Monate 1049,49*1,014=1064,18€. In der Summe sind das also 10*1035+8*1049,49+6*1064,18=25131€ statt der 24*1000=24000€

25131/24000=1,047125 für zwei Jahre, d.h. 1,02329125863558 (Quadratwurzel) pro Jahr.

Die Löhne steigen also um 2,33% pro Jahr.

Empfehlen
Hagen Tronnstedt

Weil...

Weil...

... es einen riesigen Unterschied macht, ob ich die Lohnsteigerungen in den ersten drei Monaten erhalte, und sie damit die restliche Laufzeit mitnehme, bzw. ob ich die Zuwächse erst in den letzten drei Monaten erhalte, während das Gehalt in den ersten 21 Monaten noch auf dem Stand vor dem Tarifabschluss eingefroren bleibt.

Einzig möglicher Kritikpunkt wäre, dass man hier nicht rechnen kann, wie mit einem Wertpapier. Rechnet man genau, dann erhält man in den kompletten 24 Monaten insgesamt 1,0477mal so viel Geld, wie ohne Tarifabschluss, also bei eingefrorenem Gehalt. Das entspräche dann einem Zuwachs von 2,36% pro Jahr - und der ist weder inflationsbereinigt, noch wäre die ggf. höhere Steuer (kalte Progression) berücksichtigt.

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Marcial Messmer

Potenz?

Ich frage mich warum du die erhöhung jeweils mit einer potenz "gewichtest". die erhöhung wird ja nicht annualisiert angegeben, sondern finden nach meiner Auffassung diskret jeweils zu den einzelnen Zeitpunkten statt. somit ist die erhöhung 1.035*1.014*1.014 /aprrox 1.06418, annualisiert also 1.0315 ...

Empfehlen
Hagen Tronnstedt

wer rechnen kann, ist klar im Vorteil

Das entspricht in 24 Monaten einer Lohnerhöhung um 4,6%, und damit auf's Jahr 'runtergerechnet einer jährlichen Lohnerhöhung um ___ 2,27%! Und davon gehen jährlich ca. 2% wegen Inflation ab, bleiben satte 0,27% --- also ein voller Schluck aus der Pulle.
.
Da bin ich mal echt beeindruckt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 11:56 Uhr
Hans Lober

Aber immer weniger in Deutschland können rechnen.

Nehmen wir absolute Zahlen und z.B. einen Bruttolohn von 2.000 Euro pro Monat:

3,5 Prozent im 1. Jahr, das ergibt in Lohnsteuerklasse I/0 und einem Kirchensteuersatz von 8 Prozent eine "Lohnerhöhung" von rund 23 pro Monat und zwar NOMINAL. Denn die Inflation und die allgemeine Preissteigerung ist da natürlich noch nicht berücksichtigt.

Richtig! Da knallen die Champagnerflaschen und Sektkorken!

Jeder Politiker, Gewerkschaftler, Journalist oder Arbeitgeber-Lobbyist, der hier von einem "kräftigen Schluck" aus der Pulle redet, sollte sich schämen, denn er kann entweder nicht rechnen oder er will das Volk für dumm verkaufen.

Empfehlen
Paul Banaschak

viel zu hoch - und schon für nächstes Jahr verplant, wo keiner weiss,

was nächstes Jahr in der Privatwirtschaft vereinbart wird.
Die Politiker haben sich eben selbst wieder eine gute Lohnerhöhung zugestanden, wenn sie nach der nächsten Wahl kein Mandat erhalten und in ihren alten Beamtenjob zurückwechseln.

Empfehlen
R. Clemens
R. Clemens (ZyNik) - 31.03.2012 02:40 Uhr

Das üppige Salär der Unproduktiven!

6,3% mehr Lohn in zwei Jahren, soviel Erhöhung ihres Lohnes erhalten viele Arbeitnehmer in Deutschland nicht.
Somit muss dieser Personenkreis wieder mal mit einem Negativsaldo seines Nettoeinkommens leben, da er nicht nur die Preissteigerungen der Rohstoffe und Arbeitsentgelte verbunden mit den hergestellten Produkten bezahlen muss , sondern auch die jetzt steigenden -lohnintensiven- Verwaltungs- und Dienstleistungskosten bedient werden müssen.
Die Grenze des Einkommens, von der man aus eigener (Arbeits-)Kraft leben kann, wurde damit wieder einen Ticken nach oben gesetzt. Somit steigt auch automatisch die Zahl der Transferempfänger. Eine -wieder mal- beunruhigende Situation!
Denn, da wir nun mal der Staat sind, wird die Last auf die verbliebenen (transferfreien) Arbeitnehmer verteilt.
Mal schauen wie viele Jahre das noch gut geht, bis das System kippt!

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 14:35 Uhr
Josef Breithaupt
Manuel Naranjo (Narr79) - 31.03.2012 14:35 Uhr

Soso, unproduktiv...

...wie Dienstleistung nunmal ist. Unproduktiv wie

- Kindergärtner,
- Krankenhausbedienstete,
- Müllwerker,
- ÖPNV,
- Stadtwerkeer (die ausrücken, wenn die produktive Privatwirtschaft mal wieder Leitungen aller Art beschädigt hat),
- Zulassungsstelle (aua, da gehts ans Auto! Das ist nicht fair...),
- Feuerwehr, Polizei, Justizvollzugbeamte (Beamtenbund war ja auch dabei),

und viele andere Arbeitnehmer halt so sind. Wenns die nicht gäb...täts ein anderer machen, aber sicher (ohne Dumpinglöhne) nicht billiger ;-)

Empfehlen
Paul Banaschak

ob Dienstleistung das angebrachte Wort ist

darf bezweifelt werden.
ansonsten gebe ich ihnen vollkommen recht.

Empfehlen
Thomas Piening

Unproduktiven Nutzer

Sie sind also auch einer der "unproduktiven" Nutzer die diese am liebsten "mit Füßen treten". Sie sollten mal eine Woche d.h. 8 Stunden am Tag in einer Kita Gruppe von Kleinkindern und Babies arbeiten, ohne Hörschutz bei 85-110 Phone und oft 15-25 Kg schweren Kindern die hochgehoben, getragen oder gewickelt werden müssen. Wenn Sie dann am ende Der Woche 250-400€ Netto in die Handbekommen, wissen Sie wie schön das ist, als "unproduktives" Mitglied dieser unser so tollen Gesellschaft zu leben.

Empfehlen
Andreas Neubert

@R. Clemens (ZyNik)

"Denn, da wir nun mal der Staat sind, wird die Last auf die verbliebenen (transferfreien) Arbeitnehmer verteilt."
 
Das ist allerdings auch ein wichtiges Signal für die Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft, dass deutliche Lohnsteigerungen nötig, möglich und geboten sind. Es ist leider eine Unart geworden, Arbeitnehmer unterschiedlicher Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. Ich bin mit meinem Gehalt nicht glücklicher, nur weil andere weniger bekommen als ich selbst.

Empfehlen
Franz Mayr

Bemerkenswert: Einigung ohne Streik!

Es ist schon bemerkenswert, dass eine Einigung in nur 3 Verhandlungsrunden zustande kam - ohne Schlichtung und ohne Streik! Zur Nachahmung empfohlen!!!

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 15:19 Uhr
Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 31.03.2012 15:19 Uhr

??????????????

Was reden Sie da eigentlich? Lohnerhöhungen von 20% für Erzieher?! Hallo?!

Empfehlen
Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 31.03.2012 12:52 Uhr

Gewerkschaft als 5. Kolonne

Ich kenne den öffentlichen Dienst jetzt nicht aus eigener Erfahrung. Aus meinem eigenen Umfeld (IG Metall) kann ich jedoch berichten, dass sowas immer dann klappt, wenn die sog. Arbeitnehmervertreter als Handlanger des Arbeitgeber fungieren und ihre eigenen Mitglieder verarschen. Danach sieht es ja auch hier aus, wenn man die Nettosteigerung knapp über der (sowieso getürkten) Inflationsrate betrachtet.

Empfehlen
Thomas Piening

kein Wunder

Das ist ja auch kein Wunder bei so einem für die Arbeitnehmer, so schlechtem Abschluss. Dadurch ging es auch so schnell. Denn - siehe Kommentar von Hagen_t- 0,27% Lohnzuwachs ist sehr viel!!. Dass wusste auch der Finanzminister. Ziel der Gewerkschaft ist klar verfehlt, da der wichtigste Forderungspunkt, 200€ Sockelbetrag nicht erfüllt wurde. Nur dies hätte alle am meisten weitergebracht, z.B. die völlig unterbezahlten KITA Erzieherinnen ( 1000-1200 Netto) in Hamburg besser zu stellen.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Welche Unternehmen Erfolg haben

Von Carsten Knop

Es ist gut, dass Deutschland Unternehmen wie den Großküchenhersteller Rational hat: Die dort vorgelebte Unternehmermentalität tut dem Land gut. Leider passt sie nicht in die allgemeine Stimmung. Mehr 2

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --