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Novartis : Vasellas Verzicht

In der Schweiz hat die geplante Millionen-Abfindung für den scheidenden Novartis-Präsidenten Vasell für einen solchen Aufschrei gesorgt, dass der Pharmakonzern in letzter Minute noch zur Vernunft gekommen ist. Ohne Leistung darf es kein Geld geben.

          Es ist zweifelhaft, ob auf juristischem Weg das millionenfache Verwöhnpaket für den scheidenden Novartis-Präsidenten Daniel Vasella hätte verhindert werden können. Aber offenbar merkten die Verwaltungsräte des Pharmakonzerns in letzter Minute, dass ein Festhalten an den 72 Millionen Franken für ihren Spitzenmann ihr eigenes Ansehen völlig ruiniert hätte.

          Vasella verzichtet, und das Aufsichtsgremium sucht die Offensive mit dem etwas hilflosen Bekenntnis, sich künftig um „volle Transparenz“ in Entlohnungsfragen zu bemühen. Ob dies noch die Volksabstimmung über die „Abzocker-Initiative“ zugunsten der Gegner zu wenden vermag, erscheint eher zweifelhaft. Zu deutlich hat sich erwiesen, dass ohne die Abzocker-Keule gegen überzogene Managerlöhne, ausufernde Antrittsgelder und obskure Abgangsentschädigungen Vasella freie Bahn gehabt hätte. Dies könnte die Befürworter des Volksbegehrens sogar stärken.

          Wichtig ist vorderhand ein anderer Punkt. Vasella hätte die vielen Millionen für bloßes Stillhalten bekommen, rein dafür, dass er sein Wissen nicht zur Konkurrenz getragen hätte. Die Streichübung stellt klar, dass es ohne Leistung auch kein Geld geben darf.

          Jürgen  Dunsch

          Freier Autor in der Wirtschaft.

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          Quelle: F.A.Z.

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