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Noch vor Deutschland-Start Schlecker-Nachfolger Dayli ist pleite

 ·  Noch vor dem geplanten Deutschland-Start ist der österreichische Schlecker-Nachfolger Dayli insolvent: Laut Dayli sind fast 3500 Arbeitnehmer betroffen. Der hinter Dayli stehende Investor hatte sich vor einem Jahr als großer Sanierer präsentiert.

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Die ehemalige Österreich-Tochter der Drogeriekette Schlecker steht wieder vor dem Aus. Die seit der Übernahme vor knapp einem Jahr unter dem Namen "Dayli" aktive Ladenkette hat am Landesgericht Linz einen Insolvenzantrag gestellt, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens am Donnerstag. Die Überschuldung wurde mit 49 Millionen Euro beziffert. Das Unternehmen soll nun unter dem neuen Eigentümer fortgeführt werden. Den Gläubigern werde eine Insolvenzquote von 25 Prozent angeboten.

Laut Dayli sind 3468 Arbeitnehmer betroffen. Wie viele Angestellte nun ihre Arbeitsplätze verlieren, ist noch unklar. Die Fortführung der Firma sei geplant.

Auch was die Pleite für die ehemaligen Schlecker-Filialen in Deutschland bedeutet, die Dayli wiederbeleben wollte, ist ungewiss. Die Firma zögerte die Eröffnung der ersten Shops in Deutschland immer wieder hinaus. Ursprünglich war die erste Testphase für Mai geplant.

Vor rund einem Jahr hatte der in Wien ansässige Fonds TAP 09 des Investors Rudolf Haberleitner vom Insolvenzverwalter der Drogeriekette Schlecker die Filialen in Österreich, Italien, Polen, Luxemburg und Belgien mit 4600 Mitarbeitern übernommen.

Die Drogeriekette hat 883 Standorte in Österreich und 480 Filialen in den anderen Ländern. Haberleitner präsentierte sich als großer Sanierer und wollte aus der Kette einen Nahversorger  aufbauen. Dieses Konzept - das unter anderem die Sonntagsöffnung vorsah - konnte nicht wie geplant umgesetzt werden, gestand die Firma ein. Eine öffentlich geführte Diskussion darüber habe Banken und mögliche Investoren verunsichert. 

Schlecker-Insolvenzverwalter wartet auf Geld von Dayli

Auch Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wartet nach der Pleite von Dayli noch auf sein Geld. Branchenkreisen zufolge hat er noch Forderungen von 4,6 Millionen Euro an den österreichischen Investor Rudolf Haberleitner, der bislang hinter Dayli stand. Haberleitner soll Schlecker-Österreich 2012 für 7 Millionen Euro gekauft haben. Ein Geiwitz-Sprecher äußerte sich zur Höhe des Kaufpreises nicht, bestätigte aber, dass bereits erste Raten gezahlt worden seien. Eine Ratenzahlung, die Ende Juni fällig gewesen wäre, habe der Insolvenzverwalter allerdings bisher nicht bekommen. Sorgen um sein Geld muss sich Geiwitz aber nicht machen: "Unsere Forderungen sind gesichert", sagte sein Sprecher.

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