04.01.2012 · Während vielerorts die Erwerbslosigkeit wegen der Wirtschaftskrise sprunghaft gestiegen ist, wird hierzulande das erfolgreichste Jahr seit der Wiedervereinigung ausgerufen. Der Erfolg hat mehrere Ursachen. Es gibt aber Gefahren für die künftige Entwicklung.
Von Sven AstheimerRichtlinien für Lesermeinungen
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Erstens ist ja wohl klar, dass die zunehmende Rationalisierung in
hochtechnisierten Industrienationen menschliche Arbeit durch
Maschinenleistung ersetzt. Übrig bleiben Arbeiten wie das
Staubwischen auf den Maschinen, also 1€ Jobs. Das kann man nicht
als beschäftigungspolitische Errungenschaft ausgeben.
Zweitens frage ich mich, wem denn nun all die Güter verkauft werden
sollen angesichts der Tatsache, dass im Rest Europas durch
Schuldenberge, erhöhte Zinsbelastung, Sparzwang und
Arbeitslosigkeit die Kaufkraft nicht gerade angeregt wurde.
Dieses deutsche Wirtschaftwunder kommt mir reichlich realitätsfern vor.
Was fuer ein Erfolg wird hier gefeiert ?
Wer hat Erfolg ?
Fuer immer grössere Teile der deutschen Arbeitnehmer spielt es kaum
noch eine Rolle ob sie arbeiten oder nicht.
Sie können Am Wohlstand den sie erarbeiten kaum noch teilhaben.
Man könnte alles Geld,Gold und Öl der Welt,jeden erdenklichen
Wert ins deutsche Niedriglohnparadies schaufeln,dann wuerde man dort die
Löhne immer noch weiter in den Keller treiben.
Profitieren wuerden nur hoch alimentierte Staatsdiener mit sorgenfreier
Kleinkindexistenz sowie die 10 % der Bevölkerung,denen sowieso
schon bald alles gehört.
Was fuer eine billige Propaganda !
Auch noch vor dem Hintergrund das sogar die meinungsbildenden Medien
einräumen,das die Zahlen
deutlich frisiert sind.
so long
Und der Erfolg ist massiv geschönt, weil ..
1) eine grosse Zahl von vorher als Arbeitslos betrachteten jetzt
Existenzgründer mit minimalem Einkommen sind
2) Viele ältere Arbeitslose nicht mehr arbeitslos sind, sondern
nicht mehr als Jon suchend gezählt werden
3) Die Kommunen zahlreiche Personen als Knollenverteiler und für
sonstige bürokratische oder ordnungshütende Tätigkeiten
eingestellt haben, die niemand in der freien Wirtschaft
beschäftigen würde
Das Jobwunder am Arbeitsmarkt passt nicht so recht zu den ständig
jammernden Deutschen. Die FDP liegt gar unter 5% und muss um ihren
Wiedereinzug in den Bundestag fürchten - dabei waren es die Freien
Demokraten, die dafür gesorgt haben, dass der Aufschwung nicht
durch Steuerererhöhungen abgewürgt wird und die Erfolge am
Arbeitsmarkt nicht durch einen allgemeinen Mindestlohn zunichtegemacht werden.
Statdessen gewinnen in Deutschland immer mehr die antiliberalen
Kräfte die Oberhand. Rote und schwarze Politiker stellen die Rente
mit 67 infrage. Die SPD will den Spitzensteuersatz auf 49% erhöhen
und die Grünen fordern einen flächendeckenden gesetzlichen
Mindestlohn von 8,50 € pro Std. Die Deutschen haben die
bemerkenswerte Gabe, sich selbst in den Fuß zu schießen,
gerade dann, wenn es wieder aufwärtsgeht. So dürfte es nach
der nächsten Bundestagswahl mit dem Jobwunder schnell wieder vorbei sein.
Herr Kowollik - das kann nicht ernst gemeint sein
Ihre Parodie hat tatsächlich was.... die FDP ist also für die
sinkende Arbeitslosigkeit zuständig. Was für ein Realitätsverlust!
Die heutigen Arbeitslosenzahlen sind Ergebnis der rot-grünen
Regierung. Einführung Hartz 4, Leiharbeit etc. pp.
Grüße
Eine selbsternannte Elite profitiert von der Arbeitslüge
Wer behauptet, die Menge der Arbeit sei in einer hochtechnisierten,
automatisierten Welt ein Indikator für Wohlstand, der
disqualifiziert sich selbst.
.
Wie könnte es das Ziel technischer Entwicklung und des Fortschritts
sein, möglichst viel Arbeit, statt möglichst wenig zu haben?
.
Der Ruf nach Vollbeschäftigung ist lediglich billigste
Leistungsrhetorik, die an der Realität einer postindustriellen
Gesellschaft weit vorbeigeht. Gerade die Deutschen haben diesen simplen
Widerspruch aber noch nicht einmal im Ansatz begriffen, da man ihnen das
Mantra das "sozial ist, was Arbeit schafft" bis zum Erbrechen
eingeflüstert hat.
.
Daher muss man wohl noch härter Arbeiten, um noch mehr Arbeit zu
haben, bevor man endlich den Kopf einschaltet und beginnt
selbstständig zu denken?
"Die Beschäftigungsrekorde konnten nur erzielt werden,"
weil im Saldo zusätzliche Stellen geschaffen wurden", behauptet Herr Astheimer. Woher kommt ihm diese Weisheit? Und was meint er mit Stellen? Teilzeit oder Vollzeit? Denkt er sich einfach so, dass es wohl so sein muss, oder hat er dafür eine Quelle? Dann bitte heraus mit den Zahlen und der Quelle.
- Wieviele Millionen beziehen wirklich ALG?
- Wieviele Millionen werden verschleiert, falles aus der Statistik?
- Welchen Durchschnittsverdienst hat der durchschnittliche neue Job?
- Warum steigen trotz übergroßem
"Fachkräftemangel" nicht die Löhne exorbitant und
werden nicht nur noch Festverträge und keine Leiharbeit angeboten?
- Ist es nicht eher so, dass aus einem ehemal normal bezahlten Job
oftmals 2 400-Jobs entstehen?
- Werden die wenigen Gutverdienerindustrien (Autos, Banken) nicht vom
Rest der Gesellschaft mit kostenloser Vollkasko versichert?
.
Und warum muss das neue Niedriglohnland D andere Länder mit
mittlerweile höherem BIP pro Kopf und besseren Werten bei Schnitt-
und Median Vermögen pro Kopf, höherer Eigenheimquote und
niedrigerer Gesamtquote an Steuern und Abgaben (+Hinterziehung,Betrug)
subventionieren? Wieso werden hier immer noch
"Fachkräfte" in den Sozialstaat geholt, hineingeboren?
an dieser Analyse.
Nur eine Bemerkung dazu: Die "modernen" Tarifabschlüsse
in Deutschland haben dazu geführt, dass dieser Erfolg wesentlich
von den Arbeitnehmern getragen wird, die wenig bis nichts von den
bisherigen Aufschwüngen hatten (jedenfalls nicht im Portemonaie).
Und dieser Erfolg wird aktuell als anstrengungsloser Wohlstand an
Resteuropa verteilt.
Diese Fakten trüben den Eindruck doch gewaltig...
Na ja!.....Rekorde überall......Chacun à son amour du gain!
Viele ältere Arbeitnehmer ab 50 Jahren sind auch in den zuvor
liegenden Jahren frühgerentet oder zwischendurch verarbeitslosigt
worden.Ob diese Arbeitnehmer alle einverstanden damit waren,geht aus dem
Bericht nicht hervor.
Komischerweise werden (DAX-)Vorstandsvorsitzende nach Ende der
"aktiven" Zeit als (DAX-)Aufsichtsratsvorsitzender durch
Annahme dieser Mandate nach "Bewerbung" in anderen Unternehmen
dagegen frühverjüngt.Kein Wunder auch,liest man d Bericht d
Bankenverbands über d durchschnittlichen Erhöhungen der
Vorstandsgehälter um ca.19%,dann möchte man auch als
Aufsichtsratsvorsitzender in den Genuß der hohen Gehälter
kommen,was am besten gelingt,wenn man mehrere Mandate annimmt.Der
Einsatz der Mathematik für die Berechnung d Vergütungen
führt auch hier zu mindestens 2 Lösungen,die eine ist eine +
Lösung,die andere Lösung eine - Lösung(für
Mathematiker: Lösungen für Gleichungen mit 2
Unbekannten).Dafür darf man 3x raten,wer welche Lösung
abbekommt:Top-Management od ArbeitNehmer.
Sven Astheimer Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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