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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Niedrigste Arbeitslosenzahl seit 1991 Rekord am Arbeitsmarkt

 ·  Während vielerorts die Erwerbslosigkeit wegen der Wirtschaftskrise sprunghaft gestiegen ist, wird hierzulande das erfolgreichste Jahr seit der Wiedervereinigung ausgerufen. Der Erfolg hat mehrere Ursachen. Es gibt aber Gefahren für die künftige Entwicklung.

Artikel Lesermeinungen (10)

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Silvia Plank

Euphemismen ohne Ende...

Erstens ist ja wohl klar, dass die zunehmende Rationalisierung in hochtechnisierten Industrienationen menschliche Arbeit durch Maschinenleistung ersetzt. Übrig bleiben Arbeiten wie das Staubwischen auf den Maschinen, also 1€ Jobs. Das kann man nicht als beschäftigungspolitische Errungenschaft ausgeben.
Zweitens frage ich mich, wem denn nun all die Güter verkauft werden sollen angesichts der Tatsache, dass im Rest Europas durch Schuldenberge, erhöhte Zinsbelastung, Sparzwang und Arbeitslosigkeit die Kaufkraft nicht gerade angeregt wurde.
Dieses deutsche Wirtschaftwunder kommt mir reichlich realitätsfern vor.

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Wolfgang von der Beeck

Was fuer ein Erfolg ?

Was fuer ein Erfolg wird hier gefeiert ?
Wer hat Erfolg ?
Fuer immer grössere Teile der deutschen Arbeitnehmer spielt es kaum noch eine Rolle ob sie arbeiten oder nicht.
Sie können Am Wohlstand den sie erarbeiten kaum noch teilhaben.
Man könnte alles Geld,Gold und Öl der Welt,jeden erdenklichen Wert ins deutsche Niedriglohnparadies schaufeln,dann wuerde man dort die Löhne immer noch weiter in den Keller treiben.
Profitieren wuerden nur hoch alimentierte Staatsdiener mit sorgenfreier Kleinkindexistenz sowie die 10 % der Bevölkerung,denen sowieso schon bald alles gehört.
Was fuer eine billige Propaganda !
Auch noch vor dem Hintergrund das sogar die meinungsbildenden Medien einräumen,das die Zahlen
deutlich frisiert sind.

so long

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 04.01.2012 13:58 Uhr

Und der Erfolg ist massiv geschönt, weil ..

1) eine grosse Zahl von vorher als Arbeitslos betrachteten jetzt Existenzgründer mit minimalem Einkommen sind
2) Viele ältere Arbeitslose nicht mehr arbeitslos sind, sondern nicht mehr als Jon suchend gezählt werden
3) Die Kommunen zahlreiche Personen als Knollenverteiler und für sonstige bürokratische oder ordnungshütende Tätigkeiten eingestellt haben, die niemand in der freien Wirtschaft beschäftigen würde

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Ralf Kowollik

Jammernde Deutsche

Das Jobwunder am Arbeitsmarkt passt nicht so recht zu den ständig jammernden Deutschen. Die FDP liegt gar unter 5% und muss um ihren Wiedereinzug in den Bundestag fürchten - dabei waren es die Freien Demokraten, die dafür gesorgt haben, dass der Aufschwung nicht durch Steuerererhöhungen abgewürgt wird und die Erfolge am Arbeitsmarkt nicht durch einen allgemeinen Mindestlohn zunichtegemacht werden.

Statdessen gewinnen in Deutschland immer mehr die antiliberalen Kräfte die Oberhand. Rote und schwarze Politiker stellen die Rente mit 67 infrage. Die SPD will den Spitzensteuersatz auf 49% erhöhen und die Grünen fordern einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € pro Std. Die Deutschen haben die bemerkenswerte Gabe, sich selbst in den Fuß zu schießen, gerade dann, wenn es wieder aufwärtsgeht. So dürfte es nach der nächsten Bundestagswahl mit dem Jobwunder schnell wieder vorbei sein.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2012 16:06 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 05.01.2012 16:06 Uhr

Herr Kowollik - das kann nicht ernst gemeint sein

Ihre Parodie hat tatsächlich was.... die FDP ist also für die sinkende Arbeitslosigkeit zuständig. Was für ein Realitätsverlust!

Die heutigen Arbeitslosenzahlen sind Ergebnis der rot-grünen Regierung. Einführung Hartz 4, Leiharbeit etc. pp.

Grüße

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Cecile de Winter

Eine selbsternannte Elite profitiert von der Arbeitslüge

Wer behauptet, die Menge der Arbeit sei in einer hochtechnisierten, automatisierten Welt ein Indikator für Wohlstand, der disqualifiziert sich selbst.
.
Wie könnte es das Ziel technischer Entwicklung und des Fortschritts sein, möglichst viel Arbeit, statt möglichst wenig zu haben?
.
Der Ruf nach Vollbeschäftigung ist lediglich billigste Leistungsrhetorik, die an der Realität einer postindustriellen Gesellschaft weit vorbeigeht. Gerade die Deutschen haben diesen simplen Widerspruch aber noch nicht einmal im Ansatz begriffen, da man ihnen das Mantra das "sozial ist, was Arbeit schafft" bis zum Erbrechen eingeflüstert hat.
.
Daher muss man wohl noch härter Arbeiten, um noch mehr Arbeit zu haben, bevor man endlich den Kopf einschaltet und beginnt selbstständig zu denken?

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Carlo Streif

"Die Beschäftigungsrekorde konnten nur erzielt werden,"

weil im Saldo zusätzliche Stellen geschaffen wurden", behauptet Herr Astheimer. Woher kommt ihm diese Weisheit? Und was meint er mit Stellen? Teilzeit oder Vollzeit? Denkt er sich einfach so, dass es wohl so sein muss, oder hat er dafür eine Quelle? Dann bitte heraus mit den Zahlen und der Quelle.

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A. Loha
A. Loha (aloha77) - 04.01.2012 13:30 Uhr

Wirklich...?

- Wieviele Millionen beziehen wirklich ALG?
- Wieviele Millionen werden verschleiert, falles aus der Statistik?
- Welchen Durchschnittsverdienst hat der durchschnittliche neue Job?
- Warum steigen trotz übergroßem "Fachkräftemangel" nicht die Löhne exorbitant und werden nicht nur noch Festverträge und keine Leiharbeit angeboten?
- Ist es nicht eher so, dass aus einem ehemal normal bezahlten Job oftmals 2 400-Jobs entstehen?
- Werden die wenigen Gutverdienerindustrien (Autos, Banken) nicht vom Rest der Gesellschaft mit kostenloser Vollkasko versichert?
.
Und warum muss das neue Niedriglohnland D andere Länder mit mittlerweile höherem BIP pro Kopf und besseren Werten bei Schnitt- und Median Vermögen pro Kopf, höherer Eigenheimquote und niedrigerer Gesamtquote an Steuern und Abgaben (+Hinterziehung,Betrug) subventionieren? Wieso werden hier immer noch "Fachkräfte" in den Sozialstaat geholt, hineingeboren?

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Michael Arndt

Alles richtig, alles schön

an dieser Analyse.
Nur eine Bemerkung dazu: Die "modernen" Tarifabschlüsse in Deutschland haben dazu geführt, dass dieser Erfolg wesentlich von den Arbeitnehmern getragen wird, die wenig bis nichts von den bisherigen Aufschwüngen hatten (jedenfalls nicht im Portemonaie).
Und dieser Erfolg wird aktuell als anstrengungsloser Wohlstand an Resteuropa verteilt.
Diese Fakten trüben den Eindruck doch gewaltig...

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günther reichert

Na ja!.....Rekorde überall......Chacun à son amour du gain!

Viele ältere Arbeitnehmer ab 50 Jahren sind auch in den zuvor liegenden Jahren frühgerentet oder zwischendurch verarbeitslosigt worden.Ob diese Arbeitnehmer alle einverstanden damit waren,geht aus dem Bericht nicht hervor.
Komischerweise werden (DAX-)Vorstandsvorsitzende nach Ende der "aktiven" Zeit als (DAX-)Aufsichtsratsvorsitzender durch Annahme dieser Mandate nach "Bewerbung" in anderen Unternehmen dagegen frühverjüngt.Kein Wunder auch,liest man d Bericht d Bankenverbands über d durchschnittlichen Erhöhungen der Vorstandsgehälter um ca.19%,dann möchte man auch als Aufsichtsratsvorsitzender in den Genuß der hohen Gehälter kommen,was am besten gelingt,wenn man mehrere Mandate annimmt.Der Einsatz der Mathematik für die Berechnung d Vergütungen führt auch hier zu mindestens 2 Lösungen,die eine ist eine + Lösung,die andere Lösung eine - Lösung(für Mathematiker: Lösungen für Gleichungen mit 2 Unbekannten).Dafür darf man 3x raten,wer welche Lösung abbekommt:Top-Management od ArbeitNehmer.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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