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Nicht höher als das Grundgehalt : EU-Staaten wollen Banker-Boni begrenzen

  • Aktualisiert am

Nicht höher als das Grundgehalt: Für Banker-Boni soll es in der EU wahrscheinlich künftig eine Grenze geben. Bild: AFP

Banker-Boni sollen in der EU künftig das Grundgehalt nicht mehr übersteigen dürfen. Schon einmal hatten Ratspräsidentschaft und Parlament diesen Vorschlag diskutiert; nun scheint es konkreter zu werden. Nur Großbritannien wehrt sich offenbar noch.

          Die EU-Staaten erwägen als Konsequenz aus der Finanzkrise eine Begrenzung von Bonuszahlungen an Bankmanager. Vorgeschlagen wird etwa, Prämien zu verbieten, die das eigentliche Gehalt übersteigen, wie aus einem internen Papier hervorgeht, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Allerdings wären demnach mit Zustimmung der Aktionäre Boni möglich, die das Gehalt um das Zweifache übertreffen.

          Die Vorschläge kommen von Irland, das zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Sollten sie angenommen werden, könnten die neuen Regeln bereits Anfang des kommenden Jahres greifen. Schon Mitte Dezember hatten sich Unterhändler des Europaparlaments und der damaligen zyprischen EU-Ratspräsidentschaft auf eine Deckelung von Banker-Boni geeinigt.

          Eine Premiere in der EU

          Es wäre in der EU das erste Mal, dass es für Bonuszahlungen eine absolute Grenze gibt. Frühere Reformen zielten darauf ab, Prämien später zu zahlen. Damit sollen Bankmanager von riskanten Geschäften abgehalten werden.

          Irische Diplomaten wollen die Vorschläge am Donnerstag auf einem Botschaftertreffen erläutern. Für eine Umsetzung müssten die Mitgliedstaaten zustimmen. Im Dezember hatte es bereits geheißen, es sei unwahrscheinlich, dass die Mitgliedstaaten eine mit dem Europaparlament erzielte Einigung noch einmal kippen.

          Mittlerweile scheint es aber doch größeren Widerstand aus Großbritannien zu geben. Die Regierung in London sei gegen eine Begrenzung, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters, würde aber mehr Mitspracherechte für Aktionäre akzeptieren. Für Großbritannien ist der Finanzplatz London besonders wichtig.

          Die neuen Regeln sollen im Rahmen des Basel-III-Abkommens für Banken erlassen werden. Ziel ist es, eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern. Eigentlich sollte Basel III Anfang dieses Jahres umgesetzt werden. Nun ist der Start für den 01. Januar 2014 vorgesehen.

          Quelle: Reuters

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