09.01.2010 · Klima-Bilanzen gleichen gelegentlich kuriosen mathematischen Spielereien. Was sagt uns zum Beispiel der ökologische Fingerabdruck einer Tasse Kaffee?
Klima-Bilanzen gleichen gelegentlich kuriosen mathematischen Spielereien. Was sagt uns zum Beispiel der ökologische Fingerabdruck einer Tasse Kaffee? Verbessert oder verschlechtert es das Aroma, wenn der Konsument weiß, wie viel Kohlendioxid er am Frühstückstisch erzeugt?
Tchibo wollte diese Information dennoch haben und ließ fleißig rechnen. Vielleicht will man ja mit der Zahl irgendwann Werbung machen, den Kaffee mit Öko-Crema anpreisen. Die errechnete Zahl ist auf alle Fälle niedrig: 59 Gramm Kohlendioxid summieren sich je Tasse, wenn man alle Emissionen zählt zwischen dem Anbau der Bohnen am Fuße des Kilimandscharo in Tansania und der Entsorgung des Kaffeesatzes beim Verbraucher.
Beim Anbau der Bohnen und dem Transport der Agrarchemikalien zur Farm Machara entsteht etwa die Hälfte der Emissionen. Hier glaubt man, nicht mehr viel reduzieren zu können. Ähnlich ist es beim Transport des Rohkaffees nach Deutschland und der Röstung. Folgt man der Tchibo-These, kann nur der Kunde ökologischer werden. Und das liegt an der Art der Zubereitung. Schließlich braucht der Kaffeeautomat mehr Energie als die Filtermaschine. Doch der Trinker sei getröstet: Mit 146 Litern Kaffee im Jahr ist er immer noch viel klimafreundlicher als ein Autofahrer.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,41 | −0,91% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2453 | −0,28% |
| Rohöl Brent Crude | 105,94 $ | −0,85% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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