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„Nicht akzeptabel“ : Kauder will befristete Lehrer-Verträge abschaffen

  • Aktualisiert am

Ein Lehrer verabschiedet seine Schüler in die Sommerferien. Bild: dpa

Pünktlich mit Beginn der Sommerferien melden sich Jahr für Jahr Tausende Lehrer arbeitslos - und werden danach wieder eingestellt. Damit soll Schluss ein, sagt Volker Kauder. Der Chef des Lehrerverbands hört die Worte wohl...

          CDU und CSU fordern, Lehrerverträge nicht länger zu befristen. Es sei „nicht akzeptabel, dass junge Lehrer sehr oft mit Beginn der Sommerferien in die Arbeitslosigkeit entlassen werden und erst im neuen Schuljahr wieder angestellt werden“, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) der „Bild am Sonntag“.

          Als ein Argument dafür nannte er dabei: „Es fehlen überall qualifizierte Lehrer.“ Gute Lehrer gebe es aber nur, wenn der Staat fair mit ihnen umgehe. Deshalb müsse die Praxis der Befristung von Lehrerverträgen „weitgehend beendet“ werden, so Kauder weiter.

          Der Deutsche Lehrerverband begrüßte die Forderung. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger nannte ein Ende der Befristung dieser Verträge „überfällig“. Er übte zugleich aber auch Kritik am Verhalten Kauders - dieser müsse seinen Worten Taten folgen lassen und nun auch zumindest persönlich unter den von der Union gestellten Schulministern darauf dringen, „diese Praxis der Ausbeuter-Verträge ohne bezahlte Ferien zu beenden“.

          Im Jahr 2016 waren während der Sommermonate 11.400 Lehrkräfte als arbeitslos gemeldet. Das waren ungefähr 5800 mehr als in den anderen Monaten. Mehr als jeder Zweite war jünger als 35 Jahre alt.

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