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F.A.Z. exklusiv : Neue Verzögerungen in der Gesundheits-IT

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Eine Arztpraxis modernisiert: Dr. von Schreitter und Uwe Eibich, Vorstand der CompuGroup Medical AG Deutschland, im November 2017 Bild: CGM

Die flächendeckende Ausstattung der Arztpraxen mit einem sicheren Internetzugang ist wichtig – und bleibt schon wieder nicht im Zeitplan. Gesundheitsminister Spahn sagt in der F.A.Z., was trotzdem weiter gilt.

          Die flächendeckende Ausstattung der Arztpraxen mit einem sicheren Internetzugang, eine Voraussetzung für die Verwaltung digitaler Gesundheitsdaten, verzögert sich schon wieder. Der Termin 31. Dezember 2018, bis zu dem alle mehr als 150.000 Arzt- und Zahnarztpraxen mit einem „Konnektor“ ans Internet angeschlossen sein müssen, soll auf Mitte nächsten Jahres verschoben werden.

          Darauf haben sich Gesundheitspolitiker der großen Koalition geeinigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Niedergelassene Ärzte bekommen ein halbes Jahr mehr Zeit, ihre Praxen an die Telematik-Infrastruktur anzuschließen. Dass es länger dauert, haben nicht die Ärzte zu verschulden, sondern Lieferengpässe der Industrie.“

          Doch bleibe es dabei, dass Praxisinhaber bis Jahresende einen Anschluss bestellt und den Vertrag unterzeichnet haben müssten. „Egal, wie wir die digitale Zukunft des Gesundheitswesens gestalten: Der Anschluss der Praxen an die Telematik-Infrastruktur ist die Basis dafür“, sagte Spahn.

          Bisher droht allen Ärzten, deren Praxen nicht bis Ende des Jahres angeschlossen sind, eine Honorarkürzung um ein Prozent. Allerdings gibt es nur zwei Geräteanbieter, von denen einer, die Deutsche Telekom, erst Anfang September an den Start gegangen ist. Der Markt wird weitgehend von dem Softwarehersteller CompuGroup beherrscht. Anfang Juli war nach Schätzungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erst jede fünfte Praxis angeschlossen.

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