http://www.faz.net/-gqe-75qgw

Neue Serie - FAZ.NET-Infografik : Milliarden auf den Firmenkonten

Gegen die flüssigen Kapitalmittel von Apple und Co wirken die Marktwerte der Dax-Unternehmen wie kleine Fische Bild: F.A.Z.

Amerikas Unternehmen haben Milliarden Dollar auf ihren Konten. Was sie flüssig haben, würde für manchen deutschen Großkonzern reichen. Die erste Folge einer neuen Infografikserie.

          Einst lästerte halb Deutschland: Siemens sei kein Industriekonzern, sondern eine Bank mit einigen Fabriken. Heute ist das anders. Heute könnte Siemens von einem Unternehmen geschluckt werden, das seinerseits fast zur Bank geworden ist: Apple. Was der amerikanische Technologie-Konzern flüssig hat, reichte zum letzten Bilanzstichtag für den kompletten Börsenwert von Deutschlands wertvollstem Industriekonzern. Ein tatsächliches Übernahme-Angebot würde zwar vermutlich den Siemens-Kurs in die Höhe treiben. Doch wenn Siemens dann zu teuer würde - für Daimler oder die Allianz würde es wahrscheinlich immer noch reichen.

          Johannes Thielen

          Redakteur für Multimedia bei FAZ.NET

          Unsere Auswertung ist Teil einer neuen Grafikserie, mit der FAZ.NET künftig regelmäßig abstrakte Zahlen deutlicher fassen wird. In diesem Fall den Trend zum prallen Firmenkonto. Apple, Microsoft, General Electric und viele andere amerikanische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Milliarden an Dollar eingenommen und sie weder investiert noch an die Aktionäre ausgeschüttet, sondern schlicht auf den eigenen Konten und Depots liegen lassen.

          Warum die Firmen so viel Geld haben

          Das hat mehrere Gründe: Die Gewinne waren in vielen Fällen hoch, gleichzeitig hatten die Unternehmen nicht immer gute Ideen, um so viel Geld sinnvoll neu zu investieren. Und sie wollten sich nach den Erfahrungen der Finanzkrise unabhängiger von den Banken machen. Damals hatten viele Firmen plötzlich keine Kredite mehr bekommen, als sie sie brauchten. Deshalb lassen jetzt mehr Unternehmen Geld auf ihren Konten, damit sie im richtigen Moment auch ohne Bankkredit flüssig sind.

          In diesen Tagen beginnt die nächste Bilanzsaison, wenn die Unternehmen ihre Geschäftszahlen zum 31. Dezember vorlegen. Dann wird deutlich, ob die Geldbestände noch weiter gewachsen sind, seit die Firmen zum 30. September zuletzt ihre Bestände an Geld und marktfähigen Wertpapieren veröffentlichten.

          Weitere Themen

          So läuft die Hauptversammlung Video-Seite öffnen

          Livestream : So läuft die Hauptversammlung

          Der neue Deutsche Bank-Chef Christian Sewing setzt den Rotstift an. Das Unternehmen wird Tausende Stellen streichen. Verfolgen Sie die Hauptversammlung im Livestream.

          Topmeldungen

          Gab sich nicht geschlagen: Thomas Gottschalk.

          Gottschalk gegen „Spiegel“ : Gegendarstellung muss sein

          Als der „Spiegel“ über Schleichwerbung bei „Wetten, dass ..?“ berichtete, wollte sich Thomas Gottschalk nicht äußern. Eine Gegendarstellung durfte er nachher aber verlangen, sagt das Bundesverfassungsgericht.

          Abermaliger Kurswechsel : Trump: Nordkorea-Gipfel könnte doch stattfinden

          Am Donnerstag hat Donald Trump den geplanten Gipfel mit Kim Jong-un wegen der „offenen Feindseligkeit“ Nordkoreas abgesagt – jetzt hält er ein Treffen am 12. Juni plötzlich doch wieder für möglich. Seine Wendung begründet er vor Reportern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.