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Neue Serie - FAZ.NET-Infografik Milliarden auf den Firmenkonten

 ·  Amerikas Unternehmen haben Milliarden Dollar auf ihren Konten. Was sie flüssig haben, würde für manchen deutschen Großkonzern reichen. Die erste Folge einer neuen Infografikserie.

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© F.A.Z. Vergrößern Gegen die flüssigen Kapitalmittel von Apple und Co wirken die Marktwerte der Dax-Unternehmen wie kleine Fische

Einst lästerte halb Deutschland: Siemens sei kein Industriekonzern, sondern eine Bank mit einigen Fabriken. Heute ist das anders. Heute könnte Siemens von einem Unternehmen geschluckt werden, das seinerseits fast zur Bank geworden ist: Apple. Was der amerikanische Technologie-Konzern flüssig hat, reichte zum letzten Bilanzstichtag für den kompletten Börsenwert von Deutschlands wertvollstem Industriekonzern. Ein tatsächliches Übernahme-Angebot würde zwar vermutlich den Siemens-Kurs in die Höhe treiben. Doch wenn Siemens dann zu teuer würde - für Daimler oder die Allianz würde es wahrscheinlich immer noch reichen.

Unsere Auswertung ist Teil einer neuen Grafikserie, mit der FAZ.NET künftig regelmäßig abstrakte Zahlen deutlicher fassen wird. In diesem Fall den Trend zum prallen Firmenkonto. Apple, Microsoft, General Electric und viele andere amerikanische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Milliarden an Dollar eingenommen und sie weder investiert noch an die Aktionäre ausgeschüttet, sondern schlicht auf den eigenen Konten und Depots liegen lassen.

Warum die Firmen so viel Geld haben

Das hat mehrere Gründe: Die Gewinne waren in vielen Fällen hoch, gleichzeitig hatten die Unternehmen nicht immer gute Ideen, um so viel Geld sinnvoll neu zu investieren. Und sie wollten sich nach den Erfahrungen der Finanzkrise unabhängiger von den Banken machen. Damals hatten viele Firmen plötzlich keine Kredite mehr bekommen, als sie sie brauchten. Deshalb lassen jetzt mehr Unternehmen Geld auf ihren Konten, damit sie im richtigen Moment auch ohne Bankkredit flüssig sind.

In diesen Tagen beginnt die nächste Bilanzsaison, wenn die Unternehmen ihre Geschäftszahlen zum 31. Dezember vorlegen. Dann wird deutlich, ob die Geldbestände noch weiter gewachsen sind, seit die Firmen zum 30. September zuletzt ihre Bestände an Geld und marktfähigen Wertpapieren veröffentlichten.

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