http://www.faz.net/-gqe-8wx9d

Kalifornien : Apple darf selbstfahrende Autos testen

  • Aktualisiert am

Apple ist das 30. Unternehmen, das in Kalifornien eine Erlaubnis für selbstfahrende Autos erhält. Bild: Reuters

Auf Kaliforniens Straßen sind schon viele Roboterwagen unterwegs. Bald dürften auch die von Apple dazukommen. Eigene Autos baut der Konzern dafür aber nicht.

          Apples Pläne für selbstfahrende Autos sind nun offiziell - auch wenn weiterhin unklar bleibt, wie tief der iPhone-Konzern ins Geschäft mit der Mobilität der Zukunft vorstoßen will. Apple erhielt die Erlaubnis für Tests selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen in Kalifornien. Die am Freitag von der Verkehrsbehörde des Bundesstaats öffentlich gemachte Genehmigung ist der bislang deutlichste Hinweis auf Ambitionen des Smartphone- und Computerherstellers im umkämpften Zukunftsmarkt für autonomes Fahren. Wie die Verkehrsbehörde mitteilte, wurde die Genehmigung für drei umgebaute Lexus-SUV und sechs Fahrer erteilt. Auch bei den Wagen von Alphabet-Tochter Waymo und Uber müssen Fahrer am Steuer sitzen, um im Notfall eingreifen zu können. Eine mit der Sache vertraute Person sagte „Bloomberg“ zufolge, die Software-Tests sollen schon bald beginnen. Von Apple selbst gab es bislang keine Stellungnahme zu den konkreten Plänen des Unternehmens.

          Apple ist das 30. Unternehmen, dem im bevölkerungsreichsten Bundesstaat eine solche Lizenz ausgestellt wurde. Neben Waymo und Uber haben auch große Player der Autobranche wie Volkswagen, Mercedes-Benz, Bosch, Ford, General Motors oder Tesla schon länger die Erlaubnis für Roboterwagen-Tests in Kalifornien. Uber kam erst kürzlich dazu, nachdem der Fahrdienst-Vermittler seine selbstfahrenden Wagen zunächst ohne eine solche Erlaubnis testen wollte, die Verkehrsbehörde aber nicht mitspielte. Ende Dezember 2016 entzog die Behörde den Wagen kurzerhand die Zulassung. Anfang März beantragte Uber dann doch die notwendige Testerlaubnis für selbstfahrende Autos.

          Obwohl Apples Engagement bei Roboterautos schon länger als offenes Geheimnis galt, wurde es vom Konzern selbst noch nie öffentlich bestätigt. Der klarste Hinweis war bislang ein Brief an die amerikanische Verkehrsbehörde NHTSA, um sich bei Richtlinien für selbstfahrende Autos einzubringen. Ansonsten hieß es lediglich, Apple interessiere sich sehr für das Potential automatisierter Systeme auf den verschiedensten Feldern - ganz besonders im Bereich Mobilität. Apple startete dem Vernehmen nach vor einigen Jahren zunächst auch die Entwicklung eigener Elektrofahrzeuge bis hin zu ersten Prototypen, fokussierte das Projekt dann aber auf die Software für autonomes Fahren um.

          Quelle: bfch./Reuters/dpa

          Weitere Themen

          Mit Masken das iPhone X knacken Video-Seite öffnen

          Vietnamesische Experten : Mit Masken das iPhone X knacken

          Computerspezialisten und Biometrie-Experten aus Vietnam wollen Apples Gesichtserkennung im neuen iPhone X mit einer relativ einfach erscheinenden Maske überlistet haben. Ein Forscher zeigt hier dieser Tage in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, wie das mit dieser Maske aus Plastik, 3D-Druckermaterial, Silikon und Papierband klappen soll.

          Topmeldungen

          Ernennung neuer Bundesrichter : Wie Trump Amerikas Justizsystem umbaut

          Von seinen Wahlversprechen hat Donald Trump noch nicht allzu viel erreicht. Aber seine Regierung verändert das Land schon tiefgreifend. Ein mächtiger Hebel ist besonders nachhaltig – und wird noch andere Präsidenten beschäftigen.

          Naher Osten : Droht ein Krieg gegen Israel?

          In einem Bericht kommen pensionierte Generäle zu dem Schluss, dass ein neuer Waffengang zwischen der Hizbullah und Israel nur noch eine Frage der Zeit sei. Darin wird die Schiitenmiliz als der „mächtigste nichtstaatliche bewaffnete Akteur in der Welt“ bezeichnet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.