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Veröffentlicht: 28.02.2017, 14:40 Uhr

200 Euro pro Person Kaufprämie für E-Bikes in Frankreich

Franzosen werden künftig nicht nur fürs umweltfreundliche Autofahren belohnt, sondern auch für den Kauf von Fahrrädern mit Elektroantrieb. Die Bundesregierung setzt auf eine andere Maßnahme.

© obs Entspannt mit dem Rad zur Arbeit: Das wird in Frankreich jetzt staatlich gefördert.

Frankreich zahlt künftig einen Zuschuss für Fahrräder mit Elektroantrieb: Ab Mittwoch können Bürger für den Kauf eines E-Bikes eine staatliche Prämie von bis zu 200 Euro im Internet beantragen. Nach Angaben des Umweltministeriums und der Dienstleistungsbehörde ASP in Paris werden die Zuschüsse für Neufahrräder mit Hilfsmotor gezahlt. Die Förderung läuft zunächst bis Ende Januar 2018.

Mit der Verordnung will das Umweltministerium alternative Verkehrsmittel fördern. Im Rahmen der Neuregelung übernimmt der französische Staat 20 Prozent des Kaufpreises bis zu dem Betrag von 200 Euro. Jeder Käufer kann die Prämie nur einmal beantragen.

Gezahlt werden die Zuschüsse vor allem für Neufahrräder mit modernen Lithium-Ionen-Akkus, ältere Antriebe auf Blei-Basis sind ausgenommen. Zudem gilt die Prämie nur für sogenannte Pedelecs, deren Geschwindigkeit auf 25 Stundenkilometer gedrosselt ist.

In Deutschland fordern Fahrradverbände bisher vergeblich eine staatliche Kaufprämie. Auch der Bundesrat hatte im Herbst Anreize für E-Bikes ins Gespräch gebracht, die Bundesregierung unterstützt dies jedoch nicht. In Frankreich gab es bisher nur Zuschüsse von einzelnen Kommunen oder Regionen.

Radschnellwege für den Berufsverkehr

Der Bund will dagegen den Bau von Fahrrad-Schnellwegen in ganz Deutschland fördern und damit auch Berufspendler in Ballungsräumen zum Umsteigen ermuntern. Länder und Kommunen können dafür befristet bis 2030 Zuschüsse bekommen, wie ein Gesetzentwurf des federführenden Verkehrsministeriums vorsieht. Für dieses Jahr sind 25 Millionen Euro im Bundeshaushalt eingeplant, ab 2022 sollen die Mittel langsam sinken. Dem Entwurf müssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen.

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Förder-Anforderung ist unter anderem, dass die Radschnellwege "für den schnellen, möglichst störungsfreien Verkehr" ausgelegt sind  etwa mit vier Meter breiten Fahrbahnen. Zu erwarten sein sollen mindestens 2000 Fahrradfahrten pro Tag. Die Wege sollen außerdem nicht überwiegend touristischen Zwecken dienen, sondern insbesondere dem Berufsverkehr.

Als Instrument der Verkehrsplanung seien Radschnellwege vor allem für urbane Räume und Metropolregionen interessant, heißt es. Sie könnten helfen, Staus zu vermeiden und Lärm und Schadstoffe insgesamt zu verringern. Für rund 80 Projekte mit insgesamt 1400 Kilometern Länge hätten die Länder in einer ersten Abfrage Bedarf signalisiert.

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