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Veröffentlicht: 29.04.2017, 12:20 Uhr

Finanzspritze Chinas Uber rüstet sich für globale Expansion

Der Fahrdienst Didi besorgt sich frisches Kapital und will neue Märkte erobern. Das dürfte Taxischreck Uber gar nicht gefallen.

© dpa Didi kam nach Angaben vom vergangenen Herbst auf mehr als 20 Millionen vermittelte Fahrten pro Tag.

Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing hat sich frische 5,5 Milliarden Dollar (5,05 Mrd Euro) bei Investoren besorgt. Wie der Finanzdienst Bloomberg und das „Wall Street Journal“ berichten, sollen mit dem Geld eine internationale Expansion, die Entwicklung von Roboterwagen und Investitionen in künstliche Intelligenz finanziert werden. Mit der aktuellen Finanzierungsrunde habe die Bewertung der Firma 50 Milliarden Dollar erreicht. Damit hätte Didi den chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi als wertvollsten Tech-Konzerns Asiens abgelöst und wäre zudem hinter Alibaba, das gut 60 Milliarden Dollar wert ist, die zweit wertvollste Privatfirma Chinas.

Der bekannteste Fahrdienst-Vermittler, Uber aus San Francisco, wurde bei seinen jüngsten Geldspritzen mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewertet. Die Beziehung von Uber und Didi ist durchaus kompliziert. Bis Mitte vergangenen Jahres haben sich beide eine verlustreiche Schlacht um den chinesischen Markt geliefert. Nachdem die Konkurrenten Milliarden mit Rabatten und Fahrer-Subventionen verbrannt hatten, gab Uber auf und überschrieb sein komplettes Geschäft und seine bislang gesammelten Daten an Didi. Im Gegenzug Gegenzug dafür erhält Uber Didi-Anteile von knapp 17,7 Prozent.

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Der Taxischreck aus Amerika profitiert somit auch von Didis Erfolgen. Allerdings haben beide das Ziel, weltweit zu wachsen. Potentielle neue Konfliktherde sind also programmiert. Für Uber kommt die Finanzspritze in einer Zeit, wo sich das Unternehmen an diversen Fronten Ärger ausgesetzt sieht.  Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber vor, gestohlene Technologie für ihre Roboterwagen zu verwenden. Eine ehemalige Software-Entwicklerin beschrieb eine von Frauen-Diskriminierung geprägte Unternehmenskultur. Und Uber-Chef Travis Kalanick selbst geriet in die Kritik nach einem auf Video aufgezeichneten Streit mit einem der Fahrer des Unternehmens.

Unter den Didi-Geldgebern in der aktuellen Runde sind den Berichten zufolge der Finanzinvestor Silver Lake Partners, der japanische Technologiekonzern Softbank und die chinesische Bank of Communications. Auch Apple hatte im vergangenen Jahr in einer ungewöhnlichen Investition für den iPhone-Konzern eine Milliarde Dollar in Didi gesteckt. Der chinesische Service kam nach Angaben vom vergangenen Herbst auf mehr als 20 Millionen vermittelte Fahrten pro Tag.

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