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Aktualisiert: 03.03.2015, 12:27 Uhr

Vorstandschef Dieter Zetsche Daimler: Wir haben keine Angst vor Apple

Kommt die Autobranche unter die Räder? Apple und Google drängen mit eigenen Fahrzeugen in den Markt vor. Daimler und Volkswagen sehen darin nach eigenen Aussagen aber keine Bedrohung.

© Reuters Dieter Zetsche bei dem Genfer Auto Salon

Daimler-Chef Dieter Zetsche glaubt nicht daran, dass die Autobranche irgendwann nur noch Zulieferer für Internet-Konzerne wie Apple und Google sein wird. „Wir haben momentan die gesamte Wertschöpfungskette in unserer Hand“, betonte er am Dienstag anlässlich des Autosalons in Genf. Zetsche räumte aber ein, dass durch das Vordringen der IT-Branche in das Geschäft der Autoindustrie große Veränderungen anstünden.

Zuvor hatte es Berichte gegeben, Apple plane ein Auto mit Elektroantrieb. Der Suchmaschinen-Riese Google arbeitet bereits an selbstfahrenden Autos. „Wir haben keine Angst“, betonte Zetsche. „Das kann uns nur stärker machen.“

Jeder forscht am selbstfahrenden Auto

Auch VW-Chef Martin Winterkorn sieht einen möglichen Einstieg von Apple oder Google in die Autobranche eher als Chance denn als Bedrohung für die Industrie: Er sei sich sicher, dass Autos dadurch bei jungen Menschen mehr Akzeptanz finden würden.

Die Automobilkonzerne geben viel Geld für die Entwicklung neuer Fahrzeuge aus. Bei Volkswagen waren es Investitionen von 11,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Laut VW-Chef Winterkorn beschäftige der Wolfsburger Konzern mehr als 46.000 Forscher und Entwickler und etwa 10.000 IT-Experten. Mit diesem Potential sehe er VW in der Lage, die Vernetzung von Autos und des autonomen Fahrens voranzutreiben.

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Doch die digitale Konkurrenz hat nahezu unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung. So hat Apple bei Laptops und Mobiltelefonen gezeigt, dass der Konzern schnell in Geschäftsfelder aufschließen kann, die bisher fest in fremder Hand schienen. Doch noch hat Apple keine festen Fertigungsanlagen für das eigene Auto.

BMW-Chef Norbert Reithofer sagte, dass die Autobranche nicht sicher davor sei, dass andere Spieler auftauchen. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass in Zukunft Wettbewerber Autos bauen, die bisher nicht am Markt waren“, sagte Reithofer am Dienstag in Genf. Deshalb müssten die Automobilhersteller innovativ sein.

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