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Veröffentlicht: 31.05.2017, 07:33 Uhr

Anthony Levandowski Uber entlässt umstrittenen Entwickler selbstfahrender Autos

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat Streit mit Google. Es geht um einen früheren Mitarbeiter des Internetkonzerns, der nun nur noch eine Chance hat, seinen Arbeitsplatz zu behalten.

© dpa Anthony Levandowski ist bislang chef des Programms für selbstfahrende Autos von Uber.

Mitten im Streit um Roboterwagen-Technik mit der Google-Schwesterfirma Waymo hat Uber den prominenten Entwickler Anthony Levandowski gefeuert. Waymo wirft dem früheren Google-Manager Levandowski in einer Klage gegen Uber vor, er habe vor seinem Abgang tausende vertrauliche Dokumente des Internetunternehmens mitgenommen.

Levandowski macht in dem Verfahren von dem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern, wenn man sich damit selbst belasten könnte. Uber hatte ihn Mitte des Monats ultimativ aufgefordert, er solle ausdrücklich bestätigen, dass er keine fremden Unterlagen besitze, oder aber diese aushändigen. Wenn er weiter die Zusammenarbeit in dieser Sache verweigere, könne er entlassen werden, hieß es schon damals.

Eigene Lastwagenfirma

Laut dem Kündigungsbrief an Levandowski, den die „Washington Post“ veröffentlichte, hat er jetzt noch 20 Tage Zeit, seine Entlassung abzuwenden, wenn er den Forderungen schließlich nachgibt. Uber erklärte, das Roboterwagen-Projekt der Firma solle nun weiter von Eric Meyhofer geführt werden, der bereits kommissarisch für Levandowski eingesprungen war.

In dem Streit geht es vor allem um die Laser-Radare, mit denen selbstfahrende Autos ihre Umgebung abtasten. Levandowski war ein Vorreiter der Technologie für die Google-Roboterwagen. Nachdem er Google verlassen hatte, gründete er im vergangenen Jahr die auf selbstfahrende Lastwagen spezialisierte Firma Otto. Uber kaufte das Unternehmen für 680 Millionen Dollar und machte Levandowski zum Chef seines Roboterwagen-Programms.

Uber bestreitet, dass die Firma fremdes Wissen verwendet oder auch nur im Haus gehabt habe. Der zuständige kalifornische Richter fand die Vorwürfe von Waymo aber so begründet, dass er in einem für Zivilverfahren äußerst ungewöhnlichen Schritt Staatsanwälte für Ermittlungen wegen des Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen einschaltete.

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Von Carsten Knop

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