12.04.2010 · Der Poker um die neuen Mobilfunkfrequenzen hat schon vor der Auktion begonnen. Wer jetzt nicht zum Zuge kommt, verpasst die Zukunft. Danach wird für Geld und gute Worte auf Jahre hinaus nichts mehr zu haben sein.
Von Helmut BünderDer Poker um die neuen Mobilfunkfrequenzen hat schon vor der Auktion begonnen. Die Unternehmen fürchten ein neues Milliardengefecht und stapeln tief; die Netzagentur verweist als guter Auktionator auf die Kluft zwischen Bedarf und Angebot, um die Bietbereitschaft zu befeuern. Zweifellos sitzt das Geld nicht mehr so locker wie bei der UMTS-Versteigerung vor zehn Jahren, die einige „erfolgreiche“ Bieter in die Bredouille gebracht hat. Aber die Mobilfunker sind zum Mitmachen verdammt.
Die Frequenzen sind der Rohstoff für die neuen Netze, die das mobile Internet zu den Kunden bringen soll. Was an freiem Spektrum verfügbar ist, kommt unter den Hammer; danach wird für Geld und gute Worte auf Jahre hinaus nichts mehr zu haben sein. Wer jetzt nicht zum Zuge kommt, verpasst die Zukunft. Finanzminister Wolfgang Schäuble kann sich also schon mal die Hände reiben. Es werden einige Milliarden für seinen Haushalt zusammenkommen.
Dass dieses Mal nur vier und nicht sechs Bieter kämpfen, ändert nichts. Es ist wie bei der Gemäldeversteigerung bei Christie’s: Damit es spannend und teuer wird, genügt es, wenn am Ende zwei mit dicker Brieftasche dasselbe haben wollen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,67 | −0,97% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2444 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 105,94 $ | −0,85% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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