17.02.2009 · Die mobilen Datendienste kommen in Schwung. Wettbewerb sorgt für sinkende Preise, und die Anwendungen ähneln endlich den vollmundigen Versprechen, mit denen das mobile Internet schon seit gut zehn Jahren beworben wird.
Von Johannes WinkelhageJetzt gibt es kein Halten mehr. Die mobilen Datendienste kommen in Schwung. Viel später als während der Versteigerung der teuren UMTS-Lizenzen im Jahr 2000 angenommen, aber immerhin. Damit erfüllt sich für die Branche der alte Wunsch nach einer Einnahmequelle, die den Umsatzverlust aus dem Sprachgeschäft kompensieren kann. Das hätte sie auch früher haben können.
Anstatt dem Kunden aber einfache Angebote zu einem niedrigen Preis zu bieten, kamen über Jahre komplizierte Angebote zu prohibitiv hohen Preisen auf den Markt. Anstatt "Nutz mich" riefen diese Offerten dem Kunden meist "Finger weg" entgegen. Dass wird sich jetzt ändern - und die Netzbetreiber müssen zusehen, dass sie von dem Umsatz mit den mobilen Datendiensten noch etwas abbekommen. Derzeit laufen sie Gefahr, zu reinen Datendurchleitern zu werden und damit den größten Teil der Wertschöpfung an sich vorbeiziehen zu lassen. Apple und Nokia, Microsoft und Google sind ihnen im Moment weit voraus. Dem Verbraucher kann das allerdings gleichgültig sein.
Der Wettbewerb sorgt für sinkende Preise, und die Anwendungen ähneln endlich den vollmundigen Versprechen, mit denen das mobile Internet schon seit gut zehn Jahren beworben wird.
Endlich auch bei uns...
Jarod Wagner (grammaton)
- 17.02.2009, 12:37 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,67 | −0,97% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2444 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 105,94 $ | −0,85% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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