http://www.faz.net/-gqe-98unc

Neue Sanktionen gegen Russland : Vereinigte Staaten bestrafen auch Putins Schwiegersohn

  • Aktualisiert am

Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, steht seit heute auf der Sanktionsliste der amerikanischen Regierung (Archiv). Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten nehmen bei neuen Sanktionen russische Oligarchen und ranghohe Regierungsvertreter ins Visier. Unter ihnen ist auch ein Schwiegersohn Wladimir Putins.

          Die Vereinigten Staaten haben neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Betroffen seien nicht weniger als 38 russische Firmen und Einzelpersonen, erklärten hohe Regierungsvertreter am Freitag in Washington. Die Maßnahmen seien nicht von einem einzelnen Ereignis ausgelöst worden. „Sie gründen sich auf das wachsende Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt“, hieß es. Der amerikanische Finanzminister Steven Munich sprach von einer Reaktion auf die „destabilisierenden Aktivitäten“ der russischen Regierung.

          Die Sanktionen beträfen unter anderem sieben Präsident Wladimir Putin nahestehende Oligarchen und zwölf Firmen, die sie kontrollieren oder besäßen. Den Angaben zufolge spielten die Oligarchen eine Schlüsselrolle in der Politik des Kreml: Russische Oligarchen hätten in einem korrupten System und seinen Versuchen der Destabilisierung profitiert. Zudem wurden Sanktionen gegen 17 ranghohe Regierungsvertreter verhängt.

          Unter den Betroffenen sind Putins Schwiegersohn Kirill Schamalov, Gazprom-Chef Alexej Miller sowie die
          einflussreichen Geschäftsmänner Oleg Deripaska, Viktor Wekselberg und Igor Rotenberg. Auch der bekannte Außenpolitiker Konstantin Kossatschow sowie der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Nikolai
          Patruschew, und der Direktor der Nationalgarde, Viktor Solotow, wurden auf die Sanktionsliste gesetzt.

          Auch Reaktion auf Unterstützung Assads

          Die Sanktionen seien sorgfältig mit europäischen Alliierten abgestimmt worden, hieß es aus Washington. Bereits Mitte März hatte die amerikanische Regierung Strafmaßnahmen gegen 19 Personen und fünf Organisationen aus Russland bekannt gegeben.

          „Russland hat sich zu einem Kurs der Konfrontation entschieden“, sagten die Regierungsvertreter. Sie führten aus: „Moskau versucht, westliche Demokratien zu unterminieren, es unterstützt das Assad-Regime, das kleine Kinder mit Chemiewaffen tötet, es verübt Attacken im Cyberspace und versucht, auf Wahlen Einfluss zu nehmen.“

          „Diese Sanktionen sind nicht gegen das russische Volk gerichtet“, hieß es. „Wir wollen ein besseres Verhältnis zu Russland, das geht nur durch eine Verhaltensänderung Moskaus.“ Solange Russland die Welt zu destabilisieren versuche, würden die Vereinigten Staaten dagegenhalten. Die neuen Sanktionen würden zusätzlich zu allen bestehenden verhängt.

          Weitere Themen

          Trump will eigene Weltraumarmee Video-Seite öffnen

          Dominanz im All : Trump will eigene Weltraumarmee

          Größer, schneller, weiter: Präsident Donald Trump will eine amerikanische Dominanz im All haben. Die Space Force soll als eigenständiger Teil der Streitkräfte die Vereinigten Staaten im Weltraum verteidigen.

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU,l) neben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor Schloss Meseberg.

          Treffen in Meseberg : Merkel und Macron einig über EU-Budget

          Die Kanzlerin kommt dem französischen Präsidenten in der Sache entgegen – wie üppig der Haushalt für den Euroraum ausfallen soll, bleibt aber offen.
          Alte Technik: Heute werden Autos oft gestohlen, ohne dass eine Tür aufgehebelt werden müsste.

          Auto-Diebstähle : Aufrüstung auf beiden Seiten

          Die Zahl der Auto-Diebstähle sinkt – doch die Täter tricksen elektronische Sperren immer wieder aus. Kleine Tricks können den Besitzern viel Ärger ersparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.