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Web 2.0 Yahoo startet „soziale Suche“

14.06.2006 ·  Nutzer fragen, Nutzer antworten: „Warum macht Schokolade glücklich“, „Wo kann man in Hamburg picknicken“? In einem neuen Yahoo-Angebot hat die anonyme Suchmaschine ausgedient. Der Service soll Werbekunden binden.

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Das Internet-Portal Yahoo will im harten Ringen um das Werbegeschäft mit einem neuartigen Suchservice Boden gut machen. Mit „Yahoo! Clever“ hat das Unternehmen den Service der„sozialen Suche“ am Mittwoch auch in Deutschland in einer vorläufigen Betaversion an den Start gebracht.

Unter „Yahoo! Clever“ werden die Antworten statt von einer anonymen Suchmaschine von der Gemeinschaft der Nutzer selbst geliefert. Damit erhielten die Nutzer Antworten auf Fragen, die ihnen bisher niemand beantworten konnte, sagte Yahoo-Manager Volker Glaeser. Fragen wie „Warum macht Schokolade glücklich“, „Wo kann man in Hamburg picknicken“ oder „Was bedeutet Fifa“ werden von den Nutzern online oder per E-Mail beantwortet. Alle Antworten werden in einer Datenbank gespeichert.

In Amerika schon online

Der Dienst ist in den Vereinigten Staaten bereits seit rund einem halben Jahr unter dem Namen „Yahoo Answers“ online. Marktbeobachter bescheinigen dem Service gute Chancen, Nutzergruppen und damit wichtige Werbekunden zu binden. „Auf lange Sicht hat 'Yahoo Answers' das Potential, zunehmend Nutzer zu gewinnen und die Verweildauer der Nutzer zu erhöhen“, sagte Douglas Anmuth, Analyst von Lehman Brothers, gegenüber dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Forbes“.

Vor allem durch die jüngste Produktoffensive des Marktführers Google weht den Konkurrenten wie Yahoo, Microsoft oder Ebay derzeit heftiger Wind entgegen. In den Vereinigten Staaten kann Google nach Erhebungen von Nielsen NetRatings 49 Prozent aller Suchanfragen auf sich vereinen, Yahoo rangiert bei 22,5 Prozent mit weniger als der Hälfte auf dem zweiten Platz, gefolgt von Microsofts MSN Search mit 10,9 Prozent.

Yahoo hatte sich gegen Google erst im Mai mit Ebay zusammengeschlossen. In einer mehrjährigen Partnerschaft wollen die Unternehmen künftig unter anderem bei grafischen Internet-Anzeigen, bei der Suche und Bezahlsystemen zusammenarbeiten.

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Von Kerstin Schwenn

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