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Aktualisiert: 19.05.2017, 08:38 Uhr

Votum der Telekomaufsicht Amerika beginnt mit Abbau der Netzneutralität

Amerikas Telekomaufsicht baut die Neutralitätsregeln im Internet ab. Das gibt den Netzanbietern mehr Macht, für die Verbraucher könnte das weitreichende Folgen haben.

© Reuters Amerikas ehemaliger Präsident Barack Obama hatte strenge Richtlinien für die Neutralität im Internet erlassen. Das wird sich unter Trump nun wohl ändern.

Die amerikanische Telekomaufsicht FCC hat mit der Demontage der unter Präsident Barack Obama beschlossenen strikten Regeln zur Netzneutralität begonnen. Am Donnerstag machte die Behörde in Washington mit einem vorläufigen Votum den Weg frei für Pläne des neuen FCC-Chefs Ajit Pai, wonach den Betreibern von Telekomnetzen weniger Vorgaben gemacht werden sollen.

In der Amtszeit von Obama hatte die Behörde einen strikten Kurs der Netzneutralität gefahren. Der Republikaner Pai war nach dem Amtsantritt von Amerikas Präsident Donald Trump zum FCC-Chef ernannt worden und will die Zügel für die Telekomindustrie lockern. Pai will die Netzneutralitäts-Regeln nun zum Teil ersetzen und abschwächen.

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Bisher ist es Netzanbietern wie AT&T, Verizon oder Comcast untersagt, bestimmten Datenverkehr zu blocken oder zu verlangsamen, um anderen Inhalten Vorrang im Netz zu geben. Anbieter von Internet-Zugängen wurden von der vorherigen FCC mit Versorgern gleichgestellt – was Pai schon damals scharf kritisierte.

In Amerika gibt es, anders als in Deutschland, in vielen großen Städten nur einen relevanten Anbieter von Breitband-Internet. Wenn dieser Anbieter den Zugang zu bestimmten Inhalten sperrt oder verlangsamt, können die Kunden nur schwer auf andere Angebote ausweichen.

Online-Dienste wie Google, Facebook, Amazon und Netflix fürchten, dass sie nun stärker zur Kasse gebeten werden könnten.

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Von Hendrik Wieduwilt, Berlin

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