http://www.faz.net/-gqe-8xzxu

Votum der Telekomaufsicht : Amerika beginnt mit Abbau der Netzneutralität

  • Aktualisiert am

Amerikas ehemaliger Präsident Barack Obama hatte strenge Richtlinien für die Neutralität im Internet erlassen. Das wird sich unter Trump nun wohl ändern. Bild: Reuters

Amerikas Telekomaufsicht baut die Neutralitätsregeln im Internet ab. Das gibt den Netzanbietern mehr Macht, für die Verbraucher könnte das weitreichende Folgen haben.

          Die amerikanische Telekomaufsicht FCC hat mit der Demontage der unter Präsident Barack Obama beschlossenen strikten Regeln zur Netzneutralität begonnen. Am Donnerstag machte die Behörde in Washington mit einem vorläufigen Votum den Weg frei für Pläne des neuen FCC-Chefs Ajit Pai, wonach den Betreibern von Telekomnetzen weniger Vorgaben gemacht werden sollen.

          In der Amtszeit von Obama hatte die Behörde einen strikten Kurs der Netzneutralität gefahren. Der Republikaner Pai war nach dem Amtsantritt von Amerikas Präsident Donald Trump zum FCC-Chef ernannt worden und will die Zügel für die Telekomindustrie lockern. Pai will die Netzneutralitäts-Regeln nun zum Teil ersetzen und abschwächen.

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Bisher ist es Netzanbietern wie AT&T, Verizon oder Comcast untersagt, bestimmten Datenverkehr zu blocken oder zu verlangsamen, um anderen Inhalten Vorrang im Netz zu geben. Anbieter von Internet-Zugängen wurden von der vorherigen FCC mit Versorgern gleichgestellt – was Pai schon damals scharf kritisierte.

          In Amerika gibt es, anders als in Deutschland, in vielen großen Städten nur einen relevanten Anbieter von Breitband-Internet. Wenn dieser Anbieter den Zugang zu bestimmten Inhalten sperrt oder verlangsamt, können die Kunden nur schwer auf andere Angebote ausweichen.

          Online-Dienste wie Google, Facebook, Amazon und Netflix fürchten, dass sie nun stärker zur Kasse gebeten werden könnten.

          Quelle: rad./bern./ dpa

          Weitere Themen

          Senator bestätigt Vorwürfe gegen Trump Video-Seite öffnen

          „Drecksloch-Länder“ : Senator bestätigt Vorwürfe gegen Trump

          Der Demokratische Senator Dick Durbin hat am Freitag in Chicago die Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump bestätigt. Trump habe, wie Insider schon berichteten, bei einem Treffen mit ihm im Weißen Haus „vulgäre“ Sprache benutzt. Trump weist auf Twitter alle Vorwürfe von sich.

          Millionen Amerikaner wollen Trump loswerden Video-Seite öffnen

          Amerikanischer Präsident : Millionen Amerikaner wollen Trump loswerden

          Die Russland-Affäre setzt Präsident Donald Trump unter Druck - Kritiker gehen davon aus, dass sie ihn letztendlich das Amt kosten wird. Millionen Amerikanier haben eine Petition zur Amtsenthebung Trumps unterschrieben. Der Milliardär Tom Steyer hat Millionen Dollar in eine Anti-Trump-Kampagne investiert.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Dienstag im Europaparlament in Strassburg

          Brexit-Verhandlungen : Juncker bietet London Verbleib in EU an

          In Großbritannien wächst die Brexit-Skepsis. Pro-europäische Politiker fordern ein zweites Referendum. Die EU zeigt Gesprächsbereitschaft – die Tür stehe weiter offen, sagt der Kommissionspräsident.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.