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Übernahmekampf im Internet Yahoo geht angeblich auf Microsoft zu

07.04.2008 ·  Noch immer fordert Yahoo, Microsoft müsse sein Übernahmeangebot erhöhen. Doch der Ton scheint sanfter zu werden. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wird für diesen Montag ein offizieller Brief erwartet, in dem die grundsätzliche Ablehnung aufgegeben wird.

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Das Internet-Unternehmen Yahoo lehnt nach Angaben aus Kreisen eine Übernahme durch Microsoft nicht mehr grundsätzlich ab. Allerdings verlangt das Management von dem weltgrößten Software-Konzern eine Anhebung der bisherigen Offerte von 31 Dollar je Aktie, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters erklärte.

Yahoo werde Microsoft seinen Standpunkt in einem offiziellen Brief mitteilen, der noch am Montag abgeschickt werden sollte. Darin werde Yahoo zudem die Darstellung von Microsoft zurückweisen, wonach sein Geschäft rückläufig sei.

In dem Übernahmekampf um den Suchmaschinenbetreiber hatte Microsoft am Wochenende den Druck erhöht und der Yahoo-Spitze ein dreiwöchiges Ultimatum gestellt, die Offerte im Wert von mehr als 40 Milliarden Dollar anzunehmen (Microsoft droht Yahoo mit feindlicher Übernahme). Andernfalls werde sich Microsoft direkt an die Yahoo-Aktionäre wenden, um die größte Übernahme in der Branche unter Dach und Fach zu bringen, hieß es in einem Brief von Microsoft-Chef Steve Ballmer an das Kontrollgremium von Yahoo. Aus dem Umfeld von Yahoo verlautete, das Konzernspitze wäge nun die Entscheidungsmöglichkeiten ab.

Microsoft hatte Yahoo vor mehr als zwei Monaten eine Übernahme in Aktien und Bargeld zum Preis von 31 Dollar je Anteilsschein unterbreitet. Dies entsprach damals einem Aufschlag von 62 Prozent auf den Yahoo-Aktienkurs. Das nun gestellte Ultimatum von Microsoft läuft am 26. April aus - wenige Tage nach Veröffentlichung der Quartalszahlen beider Unternehmen.

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Von Heike Göbel

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