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Veröffentlicht: 20.09.2014, 16:36 Uhr

Thomas de Maizière Innenminister will Persönlichkeitsprofile verbieten

Google und andere Internet-Konzerne sollen künftig aus ihren Kundendaten keine Persönlichkeitsprofile mehr machen dürfen - so will es der Innenminister. Aber er will nicht alles verbieten.

von und
© dpa Ein automatisches Lager für Magnet-Datenbänder

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will Internetkonzernen wie Google verbieten, Kundendaten zu Persönlichkeitsprofilen zu kombinieren und diese weiterzuverkaufen. „Wir brauchen zusätzliche Instrumente, die eine sinnvolle Nutzung von Big Data ermöglichen und zugleich die unzulässige Erstellung von Persönlichkeitsprofilen unterbinden“, sagte de Maizière der F.A.S

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„Wenn Sie zum Beispiel sagen, Google darf Ihren Standort verwenden, um die Wegstrecke zu berechnen, dann wollten Sie damit sicher nicht einwilligen, dass Google Ihr Bewegungsprofil erstellt.“ Umgekehrt sollten harmlose Anwendungen wie die anonyme Kombination von Gesundheitsdaten auch ohne Einwilligung möglich sein.

Derzeit laufen auf EU-Ebene Verhandlungen über eine europaweite Datenschutz-Grundverordnung, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden sollen. Nach den Vorstellungen de Maizières soll künftig ein europäischer Datenschutzausschuss für die ganze EU verbindliche Entscheidungen treffen können, die Umsetzung bleibe aber weiterhin Sache der Nationalstaaten.

„Die große Chance ist, dass wir einen Sicherheitsstandard ‚Made in Europe‘ bekommen, der weltweit Nachahmer findet“, sagte de Maizière. Wegen des raschen Technologiewandels schlug er vor, die Verordnung zunächst auf fünf Jahre zu befristen.

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F.A.S. Mehr dazu in der Sonntagszeitung vom 21.09.2014. Am Vorabend schon in der F.A.S. -App und als E-Paper.

Bisher ist die Verarbeitung personenbezogener Daten in Deutschland nur mit Einwilligung des Betroffenen möglich, die aber oft sehr pauschal und mit versteckten Klauseln in den Geschäftsbedingungen erteilt wird.

Vor der Europawahl war die Einigung auf eine Datenschutzverordnung an Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedstaaten gescheitert. Unter anderem befürchteten Datenschützer in Deutschland ein geringeres Schutzniveau.

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